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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (18. – 24. Oktober 2017)

Während der vergangen Woche herrschte relative Ruhe. In Zentralisrael wurde offenbar ein Terroranschlag verhindert, während an der Kreuzung von Gusch Etzion ein Messer-Angriff verhindert wurde. Im Gazastreifen herrschte Ruhe.

Die Umsetzung des Versöhnungsprozesses zwischen der Hamas und der Fatah wird weitergeführt. Hamas-Führer machten jedoch deutlich, dass sie sich absolut weigern, die Frage der Zukunft ihres militärischen Arms und dessen Waffenbesitzes zu diskutieren. Sie machten zudem deutlich, dass sie ihr „Recht“, den Widerstand (sprich Terrorismus) fortzusetzen, nie aufgeben werden. Sprecher der Fatah versuchten jedoch, das Problem zu umgehen, indem sie das Argument erhoben, dass dieses Thema jetzt nicht auf der Tagesordnung stehe und dass Fragen in Bezug auf das tägliche Leben der Bewohner vorrangig seien. Darüber hinaus erklärte Yahya al-Sinwar, Chef des Politbüros der Hamas, dass die Hamas nicht die Anerkennung Israels sondern die Frage „wann Israel vernichtet werden soll“ diskutieren wird.

Während der vergangenen Woche besuchte eine Hamas-Delegation unter der Leitung von Saleh al-Aruri, stellvertretender Leiter des Politbüros der Hamas, den Iran. In einem Interview mit den iranischen Medien betonte er, dass die Hamas ihre „Waffen des Widerstands“ nicht aufgeben wird. Er fügte hinzu, dass der Iran in allen Bereichen der Hauptunterstützer des militärischen Arms der Hamas sei. Seinen Worten zufolge wurde mit den Iranern die Intensivierung der Hilfe für die Hamas diskutiert. Andere Sprecher erklärten, dass die Hamas ihre strategischen Verbindungen mit dem Iran ausbauen will.

Terroranschläge und vereitelte Angriffe

Vereitelter Auto-Angriff: Am 20. Oktober 2017 machten Beamte der israelischen Polizei einen als gestohlen gemeldeten LKW in der Nähe von Bet Dagan aus. Sie signalisierten dem Fahrer, zu stoppen. Dieser aber floh in Richtung Rischon LeZion und rammte dabei einen Privat- und einen Streifenwagen. Schließlich wurde der 39-jährige Palästinenser, Bewohner der Region Ramallah, festgenommen. Im Laufe des Verhörs gab er an, dass er den LKW in Holon gestohlen und die Absicht gehabt hatte, einen Terroranschlag gegen Soldaten im Zentrum des Landes zu verüben (Div. israelische Medien, 20. Oktober 2017).

Vereitelter Messer-Angriff: Am 18. Oktober 2017 ereignete sich ein Messer-Angriff an der Kreuzung Gusch Etzion. Ein mit einem Messer bewaffneter Palästinenser lief in Richtung der dort stationierten Soldaten. Ein Soldat beobachtete ein verdächtiges Objekt in der Hand des Palästinensers und begann, das gewöhnliche Alarmverfahren einzuleiten. Der Palästinenser schritt jedoch weiter und schwenkte das Messer in seine Richtung. Daraufhin schoss der Soldat und traf den Palästinenser am Bein. Dieser, ein Bewohner von Hebron, wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Palästinensische Medien verzerrten (wie üblich) die Beschreibung des Falls und schrieben über einen Palästinenser, der noch schnell einen Bus erreichen wollte und während des Rennens angeschossen wurde (Ma’an Nachrichtenagentur, 18. Oktober 2017).

Demonstrationen und Ausschreitungen

Die Demonstrationen und Ausschreitungen in Judäa und Samaria wurden wie gewohnt fortgesetzt. Außerdem wurden weiterhin Steine und Molotow-Cocktails geworfen. Die israelischen Sicherheitskräfte vereitelten eine Reihe von Angriffen, beschlagnahmten Waffen und nahmen mehrere dutzend Terrorverdächtige fest.

Im Folgenden einige nennenswerte Ereignisse:

  • Am 22. Oktober 2017 nahmen israelische Sicherheitskräfte einen Palästinenser, der in der Nähe von Azzun (östlich von Qalqiliya) Steine geworfen hatte, fest. Während einer Leibesvisitation wurde ein Messer gefunden. Er wurde festgenommen und zur Vernehmung geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Oktober 2017).
  • Am 22. Oktober 2017 erreichte eine 16-jährige Palästinenserin einen Checkpoint in der Nähe der Höhle der Patriarchen in Hebron und verkündete ihre Absicht, einen Angriff zu verüben. Eine Untersuchung ergab, dass sie unter persönlichen Problemen leidet und dass es ihr Wunsch war, von den Sicherheitskräften festgenommen zu werden. Sie wurde festgenommen und zur weiteren Befragung geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 22. Oktober 2017).
  • Am 21. Oktober 2017 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeug in der Nähe von Nabi Saleh (nordwestlich von Ramallah) geworfen. Es gab keine Verletzten. Die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde jedoch zertrümmert (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 21. Oktober 2017).
  • Am 21. Oktober 2017 warf ein Palästinenser einen Stein auf einen etwa 12-jährigen Jungen in der Nähe von Tel Rumeida in Hebron. Der Junge wurde am Kopf getroffen, verlor das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 21. Oktober 2017).
  • Am 21. Oktober 2017 wurde eine Polizei–Einheit nach Issawija (nördlich von Jerusalem) wegen Berichten über verbrannte Fahrzeuge gerufen. Dabei wurden Steine auf die Beamten geworfen. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 21. Oktober 2017).
  • Am 19. Oktober 2017 wurde ein IDF-Soldat von Steinen, die auf eine IDF-Truppe im Flüchtlingslager Deheische in Bethlehem geworfen wurden, leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 19. Oktober 2017).
  • Am 18. Oktober 2017 hielten israelische Sicherheitskräfte einen Wagen am Checkpoint von Gusch Etzion an. Im Wagen befanden sich Waffen und diverse Kampfmittel, die beschlagnahmt wurden. Darüber hinaus wurde ein palästinensischer Bewohner von Ost-Jerusalem festgenommen (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 18. Oktober 2017).

Schmuggel von Schießhandschuhen vereitelt

Sprecher des Verteidigungsministeriums und des Regierungskoordinators in den Gebieten gaben eine gemeinsame Erklärung ab, wonach Tausende Paare von militärischen Schießhandschuhen am Grenzübergang Kerem Schalom aufgegriffen wurden, bevor sie in einer Kleidersendung versteckt in den Gazastreifen geschmuggelt wurden. Es wird vermutet, dass sie zur Verwendung der Terrororganisationen im Gazastreifen vorgesehenen waren.

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 29/10/2017. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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