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Deutsche Sozialistische Partei war Hitlers erste Wahl, sagt Historiker

Ein deutscher Historiker an der Universität von Aberdeen in Schottland hat ein 98 Jahre altes Dokument ausgegraben, das Details der frühen politischen Karriere Adolf Hitlers unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges enthüllt.

Thomas Weber, ein in Deutschland geborener Geschichtsprofessor in Aberdeen, entdeckte kürzlich schriftliche Zeugnisse aus dem Jahre 1919 die darauf hindeuten, dass der zukünftige Nazi-Führer die Sozialistische Partei Deutschlands vorgezogen und sich erst danach auf die Nationalsozialistische Arbeiterpartei NSDAP festgelegt hatte, nachdem er von der Sozialistischen Partei abgelehnt wurde.

Die deutsche Sozialistische Partei, die wie die Nazi-Partei standhaft nationalistisch war, war unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg größer und einflußreicher.

Das betreffende Dokument – basierend auf den Aussagen des deutschen Sozialistengründers Hans Georg Grassinger – beschrieb Hitlers Versuch, der Partei im Herbst 1919 beizutreten.

„Im Herbst 1919, etwa im September, erschien Hitler im Verlagshaus um Grassinger zu treffen und bot ihm an, für die Zeitung zu schreiben und sich bei der deutschen Sozialistischen Partei anzumelden. Zu dieser Zeit hatte er kein Geld und er erbat auch Geld von Grassinger. Aber der sagte Hitler, dass sie in der Zeitung keine Stelle für ihn hätten und dass sie ihn auch nicht in der Partei haben wollten.

Wäre Hitler von der Sozialistischen Partei aufgenommen worden, wäre die Geschichte vielleicht anders verlaufen, sagt Weber.

Weber bemerkte, dass Hitler vor seinen Erfahrungen in der Nazi-Partei kein starkes Interesse an Führung gezeigt habe und „wahrscheinlich niemals an die Macht gekommen wäre. Bis vor einem Jahr zuvor hatte Hitler keine Führungsqualitäten gezeigt und war glücklich, Befehle zu befolgen, anstatt Befehle zu erteilen“, sagte Weber der Zeitung The Guardian.

Das Dokument fülle eine wichtige Lücke im Verständnis der Historiker über Hitlers politische Karriere, sagte Weber und fügte hinzu, dass es dazu beigetragen habe, seine spätere Besessenheit in der deutschen Sozialistischen Partei in den 1920er Jahren zu erklären.

„Dies ist eine Geschichte, die noch nie zuvor behandelt wurde. Es erklärt schließlich sein obsessives Verhalten für die nächsten Jahre gegenüber der deutschen Sozialistischen Partei.“

In den frühen 1920er Jahren hob Hitler alle Bemühungen auf, die NSDAP mit der deutschen Sozialistischen Partei zu verschmelzen – eine scheinbar unerklärliche Entscheidung.

„Hätte es Hitlers standhafte Weigerung nicht gegeben – irgendwann trat er sogar aus diesem Grund aus der Partei aus -, dann wäre die Nazi-Partei von der deutschen Sozialistischen Partei absorbiert worden und wäre somit verschwunden und die Geschichte hätte einen anderen Weg genommen.“

„Mit Hitlers Ablehnung durch die Partei macht das damalige Verhalten Hitlers, das niemand vorher wirklich überzeugend erklären konnte, endlich Sinn.“

Quelle: ArutzSheva7

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Von am 31/10/2017. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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