Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Jüdisches Museum Berlin: Veranstaltungsvorschau November 2017

16. November
Diskussion
Neues Judentum – Allianzen in der postmigrantischen Gesellschaft
Die dritte Generation junger Jüdinnen und Juden in Deutschland verhandelt und definiert Konzepte ihres Jüdischseins neu. In der postmigrantischen Gesellschaft öffnen sich für sie neue Möglichkeiten der Allianz mit anderen Minderheitengruppen. Welche politischen, zivilgesellschaftlichen und ästhetischen Bündnisse sind aus Perspektive junger jüdischer Aktivisten und Künstler denkbar, wünschenswert oder schon real?
Es diskutieren Benny Fischer, Sasha Marianna Salzmann, Mati Shemoelof und Layla Zami. Das Gespräch moderiert Alina Gromova, Jüdisches Museum Berlin.
In Kooperation mit den Radikalen Jüdischen Kulturtagen am Studio des Maxim Gorki Theaters
In deutscher und englischer Sprache
Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte
Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums
Die Ringvorlesung greift menschenrechtlich brisante Fragen aus unterschiedlichen Lebensbereichen auf und beleuchtet sie aus jüdischer und islamischer Perspektive. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.
Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

23. November
Menschenrechte und Religionen – ein Widerspruch?
Menschenrechte gelten als säkulares Wertesystem, das in der christlichen Tradition verwurzelt universelle Geltung beansprucht. Dabei haben auch jüdische und islamische Traditionen über Jahrhunderte ethische Maßstäbe entwickelt, die für ihre Anhänger verbindlich sind. Wo bestehen Spannungsfelder zwischen diesen Normen? Wo liefern Judentum und Islam Anknüpfungspunkte an einen zeitgenössischen Menschenrechtsdiskurs oder besteht gar eine Unvereinbarkeit zwischen beiden?
Es diskutieren Shaheen Sardar Ali, Professorin der Rechtswissenschaften an der University of Warwick und Jill Jacobs, Rabbinerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation »T’ruah: The Rabbinic Call for Human Rights«.
Englisch mit deutscher Simultanübersetzung
Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

25. & 26. November
Konzert
Leben? Oder Theater? | Charlotte Salomon zum 100. Geburtstag
1940, Südfrankreich: Eine junge Frau schaut aufs Meer und lässt vor ihrem inneren Auge ihr Leben an sich vorüberziehen, das sie mit ihrer Flucht aus dem nationalsozialistischen Berlin hinter sich lassen musste. Die Frau ist Charlotte Salomon, geboren 1917 in Berlin, ermordet 1943 in Auschwitz-Birkenau. Im französischen Exil malt die Kunststudentin auf über 800 farbigen Blättern ein besonderes Lebenswerk: »Leben? Oder Theater? – Ein Singespiel«, so nennt sie ihre als Theaterstück aufgebauten Bilder, die sie mit Referenzen auf klassische und populäre Musikstücke versieht.
2017, Berlin: Junge Menschen, heute so alt wie Charlotte auf ihren Bildern, setzen gemeinsam mit Berliner Künstlern und Musikern das Werk Charlotte Salomons in Szene – mit Videoprojektionen aus animierten Bildern und dokumentarischem Material, mit Musik und Gesang, Herz und Talent.
Es singen und musizieren der Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin und Schüler der Bertolt-Brecht-Oberschule Spandau.
Idee und Dramaturgie: Cornelia Schlemmer – Regie und Libretto: Anke Schüler – Komposition und Arrangements: Tobias Schwencke – Videoanimation: Stefanie Trambow – Musikalische Leitung: Friederike Stahmer
Gefördert und unterstützt vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung, dem Jüdischen Museum Berlin, der Sing-Akademie zu Berlin, der Filmuniversität Konrad Wolf sowie der Bertolt-Brecht-Oberschule Spandau
Empfohlen ab 10 Jahren
Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €
Aufführungstermine:
25. November: 16 Uhr & 19 Uhr
26. November: 11 Uhr & 14 Uhr

27. November
Film + Gespräch
Das Café Nagler kehrt zurück!
Regie: Mor Kaplansky, Yariv Barel, Israel / Deutschland 2015, 59 Min. Original (hebräisch/englisch) mit deutschen Untertiteln.
Wenn es in der Familie der jungen israelischen Filmemacherin Mor Kaplansky etwas zu feiern gibt, kommt das edle Besteck aus dem Berliner Café Nagler auf den Tisch. Familienlegenden ranken sich um das Café am Moritzplatz, das die Kaplanskys führten, bis sie 1925 nach Palästina auswanderten: Von Einstein bis Kafka hätten sich hier die Künstler und Intellektuellen der Weimarer Republik getroffen und selbst der Swingtanz sei hier erfunden worden. Doch als Mor in Berlin ankommt, um die Geschichte des Cafés zu erkunden, findet sie nur einen verwilderten Park vor. Ein wenig Recherche später ist sich Mor sicher: Das Nagler war nie so legendär wie die Familienerzählungen. Um ihre Oma, die sehnsüchtig auf erstes Filmmaterial wartet, nicht zu enttäuschen, muss Mor tief in die dokumentarische Trickkiste greifen.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Mor Kaplansky statt, die dem Archiv des Jüdischen Museums Berlin Dokumente, Fotografien und Objekte zum Café Nagler übergeben wird.
In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung
Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

 Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2017.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…



Von am 13/11/2017. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.