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Deutschlands Zentralbank prüft die Jahre unter der NS-Regierung

Die Deutsche Bundesbank (Deutschlands Nachkriegsbank) hat angekündigt, die Geschichte des nationalen Bankensystems einschließlich seiner Vorgängerinstitutionen von 1923 bis 1969 zu erforschen, mit besonderem Augenmerk auf die NS-Zeit.

Die Historiker Albrecht Ritschi von der London School of Economics und Magnus Brechtken vom Münchner Institut für Zeitgeschichte leiten das Projekt, das die Geschichte der NS-Reichsbank und die frühen Jahre der Deutschen Bundesbank, die 1957 gegründet wurde untersuchen wird.

Nach Angaben der Bundesbank wird ein besonderes Augenmerk auf die Nazi-Jahre, die Bankenführung und die Politik in den besetzten Ländern gelegt. Die Forscher wollen die möglichen Auswirkungen der Bank auf die Kriegsstrategie, sowie den Einfluss einer Reihe von Bankführern auf die politischen Systeme von der Weimarer Republik bis zur Nachkriegszeit in Deutschland untersuchen.

Ritschi sagte der globalen Ausgabe des Handelsblatts, dass in früheren historischen Analysen der Bundesbank „einige unangenehme Fragen nicht gestellt wurden“. Als jüngstes Beispiel wies er darauf hin, dass ein Band zum 60-jährigen Jubiläum der Bank nur drei Seiten über die NS-Zeit enthielt.

Er sagte auch, dass die Reichsbank während des Krieges die lokale Währung im von den Nazis besetzten Griechenland unterminierte, indem sie die Inflation förderte und eine Hungersnot auslöste. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass die Reichsbank den Nazis geholfen haben könnte, geraubtes Gold zu waschen.

Das Projekt wird voraussichtlich vier Jahre dauern und rund drei Millionen Euro kosten.

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Von am 13/11/2017. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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