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Zeitzeugen im Gespräch: Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus

Zeitzeugen im Gespräch | Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus
Kurt Roberg: Visa oder Leben

Kurt Roberg © Paul Roberg

Am Montag, dem 4. Dezember findet der zweite Abend in der neuen Reihe »Zeitzeugen im Gespräch« des Jüdischen Museums Berlin statt. Kurt Roberg, 83, wird einem breiten Publikum davon berichten, wie das Novemberpogrom 1938 in seiner Heimatstadt Celle sein Leben veränderte. Nachdem sein Vater während des Pogroms festgenommen worden war, entschloss sich die Familie zur Flucht. Während seine Eltern und der ältere Bruder in die USA auswanderten, wurde der 14-jährige Kurt Roberg zu einem Onkel nach Rotterdam geschickt. Dort sollte er zunächst die Schule beenden und dann nachkommen. Mit der Bombardierung Rotterdams im Mai 1940 wurde dieser Plan zunichte gemacht. Wiederholt hing das Überleben des Jugendlichen davon ab, Visa zu bekommen: zunächst für Spanien, dann für Portugal. Von Lissabon aus gelang ihm 1941 endlich die Flucht mit dem Schiff nach New York zu seinen Eltern und seinem Bruder. Kurt Roberg blieb in den USA und arbeitete später in einem Fotogroßhandel. 2009 veröffentlichte er seine Erinnerungen unter dem Titel »A Visa or Your Life«. Heute lebt er in New Jersey.
Als Einführung in diesen Abend werden die von Kurt Roberg gestifteten Objekte und Dokumente vorgestellt.

In der neuen Gesprächsreihe »Zeitzeugen im Gespräch« berichten Zeitzeugen der Öffentlichkeit von ihren Erinnerungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Als Stifter des Hauses sind sie dem Jüdischen Museum Berlin seit Jahren eng verbunden. Mit ihren Biografien repräsentieren sie unterschiedliche Orte und Erfahrungen des Überlebens. Lesungen autobiografischer Texte, Ausschnitte aus Filmen oder die Vorstellung von gestifteten Objekten, Dokumenten und Fotografien bilden den Auftakt eines jeden Zeitzeugengesprächs. Daran anschließend folgt das moderierte Gespräch.
Mit Unterstützung der Berliner Sparkasse.

Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Bitte nutzen Sie unseren Online-Shop: www.jmberlin.de/kurt-roberg-visa-or-your-life oder Tel. 030-25993 488

Nächste Termine:
31. Januar 18 Walter Frankenstein: Nicht mit uns
19. März 18 Anita Lasker-Wallfisch: Mich hat Auschwitz nie verlassen.

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 29/11/2017. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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