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Türkei droht die Beziehungen zu Israel wegen Verlegung der US-Botschaft abzubrechen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht damit, die diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen, sollte US-Präsident Donald Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkennen. Die Stadt sei „eine rote Linie für Muslime“.

„Herr Trump, Jerusalem ist eine rote Linie für Muslime. Wir flehen die USA noch einmal an, diesen Schritt nicht zu machen“, sagte Erdogan und fügte hinzu: Jerusalem sei für Muslime unantastbar und das werde ernsthafte Konsequenzen haben, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Als Reaktion auf die Drohungen erklärte Transportminister Israel Katz, dass Israel „keine Befehle oder Drohungen von der Türkei billigt“.

„Israel ist ein souveräner Staat und Jerusalem ist seine Hauptstadt. Es gibt keinen historischen Schritt, der gerechter oder korrekter ist als Jerusalem seit seit 3000 Jahren die Hauptstadt des jüdischen Volkes, als Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen. Die Tage des Sultans und des Osmanischen Reiches sind vergangen“, erklärte Katz.

Der Wissenschaftsminister Ofir Akunis erklärte, dass die Beziehungen Israels zu Jerusalem stärker sind als die zu Ankara.

Zuvor drohte Ankara, die Beziehungen zu Jerusalem abzubrechen.

Israel unterzeichnete im Sommer 2016 einen Aussöhnungsvertrag mit der Türkei und israelische Offizielle hatten gehofft, dass dies Erdogans Gift gegenüber dem jüdischen Staat abmildern und helfen würde, die Beziehungen wiederherzustellen. Dies ist jedoch nicht geschehen.

In der Zwischenzeit gab die Organisation für Islamische Zusammenarbeit am Montag eine Erklärung heraus, in der sie die Ankündigung des US-Präsidenten verurteilte. Die 57 Mitgliedsstaaten sollten die Beziehungen zu jedem Land abbrechen, das seine Botschaft nach Jerusalem überträgt oder Israels Souveränität über die Stadt anerkennt, heißt es in der Erklärung.

Trump wird voraussichtlich am Mittwoch in einer Rede an der National Defense University darüber sprechen.

Trump hatte während seines Wahlkampfes versprochen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Von Aryeh Savir,
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 05/12/2017. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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