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Abbas: „Trump gab Yerushalayim an Israel als ob es eine amerikanische Stadt wäre“

Der Führer der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, sagte am Mittwoch, US-Präsident Donald Trump „habe den Arabern den größten Schlag des Jahrhunderts ins Gesicht versetzt“, wegen seiner Ankündigung, dass die USA Yerushalayim als Israels Hauptstadt anerkennen.

Abbas warnte, dass die Ankündigung radikale islamistische Gruppen stärken würde. „Al-Quds [die arabische Bezeichnung für Yerushalayim] war und bleibt immer die Hauptstadt des palästinensischen Staates, das Juwel der palästinensischen Krone.“ Die Vereinigten Staaten, fügte er hinzu, „werden nicht länger am diplomatischen Prozess beteiligt sein. Die Entscheidung der USA ist ein großes Verbrechen und ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht.“

Abbas sprach bei einer Veranstaltung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, als „islamische Antwort“ auf Trumps Ankündigung. In seinen Äußerungen sagte Abbas, Trump „gewähre Yerushalayim den Zionisten, als wäre es eine amerikanische Stadt. Aber zum ersten Mal hat sich die ganze Welt versammelt, um sich ihm entgegenzustellen. Sogar Großbritannien, Kanada und Australien sind gegen ihn.“

Erdogan eröffnete die Veranstaltung indem er sagte, dass „Israel einen Preis erhalten hat, obwohl es durch seine übermäßige Machtanwendung Kriegsverbrechen gegen Palästinenser begeht. Die Entscheidung von Trump ignoriert unsere Geschichte und verstößt gegen internationales Recht. Solange es keine gerechte Lösung für die palästinensischen Probleme gibt, können wir nicht über das Konzept des Weltfriedens sprechen.“

An der Konferenz beteiligt ist auch der Hamas Top-Terrorist Khaled Mashaal. Eine Reihe arabischer Länder, darunter Ägypten und Saudi-Arabien, sind auf der Konferenz nicht vertreten.

Der Iran drückte seine Unterstützung für das Ereignis aus und sagte, dass Yerushalayim „muslimisches Gebiet ist und die Hauptstadt der Palästinenser bleiben wird. Wir werden diesen wichtigen und heiligen Zweck niemals vergessen. Al-Quds und der Tempelberg sind wichtige Symbole für uns Muslime, aber auch für Christen und Juden. Diejenigen, die nicht in das Land gehören, sind die Zionisten. Vor ihnen lebten Muslime, Juden und Christen jahrhundertelang friedlich im Land. Trumps Entscheidung ist illegal und inakzeptabel, weil die Stadt und dieses Land den Muslimen gehört.“

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Von am 13/12/2017. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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