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Erdogans Drohung eine Botschaft in Ostjerusalem zu öffnen ist erbärmlich

Die Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, er werde eine Botschaft im „Staat Palästina“ in Ostjerusalem eröffnen, sei „erbärmlich“ und werde keine Früchte tragen, erklärte ein israelischer Minister am Montag.

„So Gott will ist der Tag nahe, wenn wir offiziell mit Gottes Erlaubnis unsere Botschaft dort eröffnen“, sagte Erdogan am Sonntag als Reaktion auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die USA ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen werden.

Der israelische Minister für Jerusalemangelegenheiten und Minister für Umweltschutz, Zeev Elkin, sagte am Montag gegenüber dem IDF-Radio, Erdogans Bedrohung sei „erbärmlich“ und Israel würde dies nicht zulassen.

Auf die Frage nach dem vor kurzem zwischen Israel und der Türkei geschlossenen Versöhnungsabkommen sagte Elkin, Erdogan müsse nicht „mit Seidenhandschuhen angefasst werden“ und nicht alles was er sagt, muss ernst genommen werden.

Israel unterzeichnete im Sommer 2016 einen Aussöhnungsvertrag mit der Türkei und israelische Offizielle hatten gehofft, dass dies Erdogans Gift gegenüber dem jüdischen Staat abmildern und helfen würde, die Beziehungen wiederherzustellen. Dies ist jedoch nicht geschehen.

Während der türkische Führer einen Gesandten ernennen könnte, um den Botschafterposten in „Palästina“ zu besetzen, sagte Elkin, dass Erdogan Hunderte oder Tausende von Jahren warten könnte, bis Jerusalem die Hauptstadt der Palästinenser wird. „Dies wird nicht passieren“, betonte Elkin.

Ankara hat damit gedroht, die Beziehungen zu Jerusalem abzubrechen.

Israel kontrolliert ganz Jerusalem und würde einen solchen Schritt seitens der Türkei nicht zulassen und deshalb sollte die Erklärung als eine rein politische Maßnahme von Erdogan angesehen werden, der eine harte anti-israelische Rhetorik als Mittel zur Popularisierung auf der arabischen Straße verwendet.

Yehuda, ein Einwohner von Istanbul, wies Erdogans Einschüchterung als Versuch zurück internen politischen Druck abzuschwächen und um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein anderes Thema zu lenken.

„Jedes Mal, wenn es im Land ein Problem gibt, lenkt er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein anderes Thema. Wenn du hier in der Türkei fragst wo Jerusalem liegt, könnte die Hälfte der Leute dir darauf nicht antworten“, sagte er gegenüber dem IDF-Radio.

Von Aryeh Savir,
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 18/12/2017. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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