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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (03. – 09. Januar 2018)

In der vergangenen Woche zeichnete sich der Rückgangstrend bei den Demonstrationen und Ausschreitungen weiterhin ab. Dazu trug auch das stürmische Wetter am Freitag, dem Gebetstag in den Moscheen, bei.

Das sporadische Raketen- und Mörsergranatenfeuer, das nach der Trump-Erklärung begonnen hatte, wurde fortgesetzt. In der vergangenen Woche wurden eine Rakete und eine Anzahl von Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Flugkörper der israelischen Luftwaffe griffen eine „zentrale terroristische Infrastruktur“ im Gazastreifen an.

Der Schin Bet enthüllte, dass kürzlich eine Anklage gegen einen Studenten aus Hebron eingereicht wurde, der vom iranischen Geheimdienst während eines Besuchs bei einem Verwandten in Südafrika rekrutiert worden war. Der Student wurde beauftragt, einen Selbstmordattentäter zu rekrutieren und eine Zelle zwecks bewaffneter Angriffe zu bilden.

Demonstrationen und Ausschreitungen

In der vergangenen Woche wurden die Proteste und Unruhen in Judäa, Samaria, Jerusalem und im Gazastreifen vor dem Hintergrund der Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Anerkennung Jerusalems durch die USA als Hauptstadt Israels fortgesetzt. Der Rückgangstrend in der Teilnahme an diesen Ereignissen, der bereits in der Vorwoche zum Ausdruck gekommen war, zeichnete sich auch in der palästinensischen Öffentlichkeit weiterhin ab. Bei den Demonstrationen, die während dieser Woche und insbesondere am Freitag stattfanden, wurde eine relativ schwache Teilnahme registriert, die unter anderem dem stürmischen Wetter zu verdanken ist. An den Demonstrationen nahmen nur ein paar hundert Palästinenser teil. Um die Demonstrationen wieder aufleben zu lassen, riefen die palästinensischen Organisationen zur Einhaltung von so genannten „Tagen des Zorns“ auf (Wafa Nachrichtenagentur, 8. Januar 2018).

Die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) im Gazastreifen veranstaltete eine Protestkundgebung in Khan Junis. Dabei zertrampelten die Teilnehmer sowohl Fahnen von Israel und den USA als auch Fotos des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu und des US-Präsidenten Donald Trump. Die Teilnehmer trugen auch Banner mit der Aufschrift „Tod für Amerika und Israel“ (Paltoday, 5. Januar 2018).

Gleichzeitig wurde das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte und die zivilen Zielen weitergeführt. Bei Anti-Terror-Aktivitäten, die die israelischen Sicherheitskräfte in ganz Judäa und Samaria durchführten, wurden Terrorverdächtige festgenommen und Waffen sowie Drehmaschinen zur Herstellung von Waffen ergriffen.

Im Folgenden einige weitere nennenswerte Ereignisse:

  • Am 8. Januar 2018 näherte sich eine palästinensische Frau dem Checkpoint in der Nähe der Höhle der Patriarchen in Hebron. In ihrer Tasche wurde ein Messer gefunden. Eine Untersuchung ergab, dass es sich um dieselbe Palästinenserin handelt, die bereits im November 2016 festgenommen worden war, als sie versucht hatte, mit zwei Messern in die Höhle der Patriarchen einzudringen. Sie wurde damals vor Gericht gestellt und zu einer Freiheitsstrafe von mehreren Monaten verurteilt (Sprecher der israelischen Polizei, 8. Januar 2018). Eine Untersuchung des vorigen Vorfalls ergab, dass es sich um Fatma Amran Abu Miala (30) aus Hebron handelt (Facebook Seite von QUDSN, 1. November 2016).
  • Am 4. Januar 2018 wurden zwei IDF-Soldaten bei Unruhen im Flüchtlingslager Deheische (nahe Bethlehem) angegriffen. Sie schafften es, sich mithilfe von Gegenfeuer zu retten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 4. Januar 2017.) Das palästinensische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass eine Anzahl von Palästinensern bei den Zusammenstößen im Flüchtlingslager Deheische südlich von Bethlehem verletzt wurde (Wafa Nachrichtenagentur, 4. Januar 2018).
  • Am 3. Januar 2018 versuchte ein Palästinenser, sich den israelischen Sicherheitskräften nahe Deir Nizam (Region Ramallah) zu nähern. Er wurde angeschossen und in ein Krankenhaus in Ramallah evakuiert, wo er für tot erklärt wurde. Laut israelischen Sicherheitskräften wurde er erschossen, da er während der Auseinandersetzungen mit einem Gewehr bewaffnet war (Haaretz, 4. Januar 2018). Mahmud Abbas rief den Vater des Getöteten Mus’ab al-Tamimi an und drückte sein Beileid aus (Dunia al-Watan, 4. Januar 2018).

Aufdeckung der iranischen Beteiligung an terroristischen Aktivitäten innerhalb Israels

Der Schin Bet gab bekannt, dass vor kurzem eine Anklage gegen Mohammed Maharmeh (29), ein Student für technische Informatik aus Hebron, der während eines Besuchs in Südafrika vom iranischen Geheimdienst rekrutiert worden war, um Terrorakte in Israel zu verüben, eingereicht wurde. Ihm wurde zudem ein Kurs zur Behandlung von Sprengstoffen und Waffen angeboten. Mohammed Maharmeh wurde von seinem Verwandten Baker Maharmeh rekrutiert, der in den letzten Jahren in Südafrika lebt. Dieser wiederum wurde vom iranischen Geheimdienst geleitet und bemühte sich um die Rekrutierung von Aktivisten aus Judäa, Samaria und Israel, die für die Iraner Spionage- und Terrormissionen auszuführen sollten. Baker Maharmeh nutzte den Besuch von Mohammed Maharmeh in Südafrika vor etwa drei Jahren, um ihn für diese Mission zu rekrutieren. Er brachte ihn sogar mehrmals mit iranischen Beamten zusammen, von denen einige eigens aus Teheran angereist waren, um ihn zu treffen. Mohammed Maharmeh erhielt 8.000 US-Dollar für seinen Einsatz (Schin Bet, 4. Januar 2018).

Mohammed Maharmeh wurden mehrere Aufgaben zugewiesen, darunter:

  • Einen Selbstmordattentäter zu rekrutieren.
  • Eine Zelle zur Durchführung von bewaffneten Angriffen zu bilden. Hierzu rekrutierte er zwei palästinensische Einwohner von Hebron, die sich bereit erklärten, an der Operation teilzunehmen.
  • Eröffnung eines Computerladens in der Gegend von Hebron. Er wurde beauftragt, den Laden zu fotografieren und die Fotos an seine Betreiber weiterzuleiten. Möglicherweise beabsichtigten die Iraner, den Laden als Basis für die Informationsbeschaffung zu nutzen.
  • Israelische SIM-Karten und Geld an die Iraner zu übertragen.

Festnahme von zwei israelischen Bürgerinnen, die einen IS-inspirierten Angriff zu verüben planten

Im Rahmen der Aktivitäten der israelischen Sicherheitskräfte wurden im Dezember 2017 zwei arabisch-israelische Bürgerinnen im Alter von 19 Jahren, Bewohnerinnen des Dorfes Lakija im Negev, festgenommen. Bei ihrer Vernehmung stellte sich heraus, dass sie im vergangenen Jahr Kontakt zu Aktivisten gehabt hatten, die mit dem IS im Ausland verbunden waren, und dass sie geplant hatten, Angriffe auf Israelis in israelischem Territorium zu verüben. Die Beiden hatten auch vor, ins Ausland zu reisen und sich den Reihen des IS anzuschließen. Zudem veröffentlichten sie Inhalte, die gegen Juden und gegen Israel hetzten. Eine Anklage wurde gegen sie erhoben (Schin Bet, 9. Januar 2018).

Der Raketenbeschuss

Am 3. Januar 2018 wurden eine Rakete und eine Anzahl von Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Mindestens ein Raketenabsturz wurde auf israelischem Territorium im Regionalverband Eschkol verzeichnet. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden angerichtet.

Nach Angaben des IDF-Sprechers griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe als Reaktion auf den Raketenbeschuss eine „zentrale terroristische Infrastruktur“ im Gazastreifen an. In israelischen Medien wurde spekuliert, dass es sich um einen Tunnel handeln könnte. Die palästinensischen Medien berichteten, dass IDF-Flieger ein landwirtschaftliches Gebiet in der Nähe des Außenpostens Sufa östlich von Rafah angegriffen hätten. Es wurden keine Verletzten gemeldet (Twitter-Account von Adschel aus Palästina, Dania al-Watan, 4. Januar 2018).

Ausschreitungen an der Grenze zum Gazastreifen

Bei Ausschreitungen im südlichen Bereich der Grenze zum Gazastreifen versuchte ein Palästinenser, eine Rohrbombe auf die IDF-Truppen zu werfen (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 5. Januar 18).

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 12/01/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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