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Feiern zum Jahrestag der Gründung der Fatah an Universitäten und Hochschulen

Der Jahrestag der Gründung der Fatah wurde an Universitäten und Hochschulen in Judäa und Samaria mit der Verherrlichung des Phänomens der Märtyrer und der Förderung zum Terrorismus markiert

Allgemeines

Am 1. Januar 2018 fand der 53. Jahrestag der Gründung der Fatah-Bewegung statt. Anlässlich des Jahrestags wurden in Judäa, Samaria und im Gazastreifen verschiedene Veranstaltungen abgehalten. Unter den Institutionen, die das Ereignis markierten, befanden sich Universitäten und Hochschulen in Judäa und Samaria. Die dortigen Veranstaltungen wurden überwiegend von den Studentenzellen der Fatah organisiert. In deren Rahmen fanden Märsche, Demonstrationen und Darstellungen statt.

Maskierte Aktivisten, einige von ihnen tragen Uniformen und kugelsichere Westen und einige sind in weiße Tücher gehüllt, tragen Sprengstoffgürtel und Koran-Bücher (Facebook-Seite der Studentenzelle der Fatah an der Universität Birzeit, 3. Januar 2018)

Uns liegen Fotos vor, die die Ereignisse des Jahrestags der Gründung der Fatah-Bewegung an der Universität Birzeit dokumentieren. Dabei handelt es sich um eine der prominentesten Universitäten im Bereich der Hochschulbildung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Viele der dortigen Absolventen hatten und haben Führungspositionen in der palästinensischen Führung in Judäa und Samaria. Allerdings gab es auch einige unter ihnen, die leitende Positionen in der terroristischen Infrastruktur der Fatah und der Hamas inne hatten (wie zum Beispiel Marwan Barghuti von der Fatah-Bewegung und Yahya Ayyasch von der Hamas). Eine weitere Dokumentation, die im Folgenden erscheint, stammt von einer Veranstaltung, die an der Hochschule für Erziehungswissenschaften in Ramallah stattgefunden hat, an der die nächste Generation von Erziehern und Lehrern an den Schulen der palästinensischen Autonomiebehörde ausgebildet werden.

Die Fatah-Bewegung, auf deren Basis die Palästinensische Autonomiebehörde tätig ist, hat in den Ereignissen des Jahrestages klare Motive der Verherrlichung von bei Selbstmordattentaten getöteten Märtyrerinnen, die für den Tod vieler Opfer verantwortlich sind, eingebettet.[1] Zudem wurde die Verübung von Anschlägen durch Selbstmordattentäter gefördert. All dies reflektiert, wie tief die „Kultur der Märtyrer“ eingedrungen ist, auf deren Basis die junge Generation in der Palästinensischen Autonomiebehörde erzogen wird. Diese „Kultur“ schließt aber auch die hochrangigen Persönlichkeiten der PA und der Fatah mit ein und nicht nur die Terrororganisationen wie die Hamas und gewisse Elemente in der PA.[2]

Die Altersschicht der Jugend und Studenten, an die sich die Botschaften der Fatah an den akademischen Instituten richten, ist diejenige, die in den letzten Jahren die „Speerspitze“ bei den gewaltsamen Konfrontationen mit den israelischen Sicherheitskräften und den „harter Kern“ bei der Durchführung von Terroranschlägen (im Rahmen des „Volksterrors“, der von der Palästinensischen Autonomiebehörde als „Volkswiderstand“ gefördert wird) bilden. Die Ausrichtung von Veranstaltungen in akademischen Einrichtungen, die klare militärische Eigenschaften aufweisen und Selbstmordanschläge befürworten, sind eine klare Botschaft der Fatah und der Palästinensischen Autonomiebehörde, wonach Terroranschläge gegen Israel legitim und sogar wünschenswert sind, ganz im Gegensatz zu den Botschaften, die an die internationale Gemeinschaft gerichtet werden.[3]

Die Zeremonie an der Universität Birzeit

Ein Plakat mit dem Foto von Jassir Arafat (links) und seine Worte: „Millionen von Märtyrern schreiten nach Jerusalem“

Die Zeremonie an der Universität Birzeit fand am 3. Januar 2018 statt und wurde von der dortigen Studentenzelle der Fatah (Schabiba) organisiert. Viele Fotos von der Veranstaltung wurden auf der Facebook-Seite der Studentenzelle der Universität hochgeladen. Die Zeremonie beinhaltete unter anderem eine Parade von Studenten, die Fatah-Flaggen schwenkten. Auf den Fotos sind maskierte Aktivisten zu sehen. Einige von ihnen tragen Uniformen und kugelsichere Westen. Auf der Rückseite der Westen stand: „Die Einheiten des Märtyrers Ra’ed al-Karmi“[4]. Einige Studenten simulierten Selbstmordattentäter. Sie waren in weißen Tüchern gehüllt und trugen Sprengstoffgürtel. Jeder von ihnen hielt einen Koran in seiner Hand (Facebook-Seite der Studentenzelle der Fatah an der Universität Birzeit, 3. Januar 2018).

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Teilnehmer auch eine Darstellung. Dabei wurde der Beschuss von Demonstranten durch die IDF simuliert. Danach wurde die Beerdigung eines Demonstranten, der durch das Feuer getötet wurde, dargestellt.
Während der Zeremonie wurden Schilder geschwenkt, die Jerusalem als palästinensisch darstellen und Unterstützung für die Gefangenen ausdrücken. Zudem wurden Plakate mit den Fotos von Yasser Arafat getragen, auf denen sein bekanntes Zitat: „Millionen von Märtyrern schreiten nach Jerusalem“ gedruckt war. Es wurden auch Fotos von Jusuf al-Saib, Koordinator der Studentenzelle der Fatah an der Universität Birzeit, der am 16. Dezember 2017 von der IDF festgenommen wurde, getragen.

Die Hochschule für Erziehungswissenschaften in Ramallah

Am 4. Januar 2018 veranstaltete die Studentenzelle der Fatah an der Hochschule für Erziehungswissenschaften in Ramallah und das dortige Studentenwerk eine Militärparade anlässlich des 53. Jahrestags der Gründung der Fatah-Bewegung. Das ist die Einrichtung, an der die nächste Generation von Erziehern und Lehrern an den Schulen der palästinensischen Autonomiebehörde ausgebildet werden. Bei der Parade waren maskierte Aktivisten in Uniformen und kugelsicheren Westen zu sehen. Fotos von der Veranstaltung wurden auf der offizielle Facebook-Seite der Fatah hochgeladen.

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 15/01/2018. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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