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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (24.- 30. Januar 2018)

In Judäa, Samaria und im Gazastreifen wurden die Demonstrationen und gewaltsamen Unruhen fortgesetzt. Neben den Protesten gegen die Erklärung von US-Präsident Trump (und deren Folgen) wurden Proteste gegen die Entscheidung der USA im Bezug auf die beabsichtigte Kürzung der Mittel, die sie an das UNRWA-Hilfswerk für die Flüchtlinge überweisen, veranstaltet. Zum ersten Mal seit vier Wochen wurde aus dem Gazastreifen eine Rakete abgeschossen.

Zwei Ereignisse in Samaria sind beachtenswert: die Festnahme eines uniformierten Palästinensers, der versuchte, die Siedlung Itamar zu infiltrieren, und die Aufdeckung eines Gebiets nördlich von Tulkarm, das mit 11 Sprengladungen versehen wurde, durch eine Patrouille der palästinensischen Polizei. Das Zusammenstellen und Platzieren von Sprengsätzen ist eine außergewöhnliche Aktion, die Teamarbeit und Geschicklichkeit erfordert, was unserer Einschätzung nach darauf hindeuten könnte, das dahinter eine der etablierten terroristischen Organisation steht.

Zunehmende Not der Bevölkerung im Gazastreifen: Im Krankenhaus von Bet Hanun wurde die Arbeit wegen des Mangels an Dieselkraftstoff für die Generatoren niedergelegt. Aus demselben Grund könnten in den kommenden Tagen die Dienstleistungen in zwei weiteren Krankenhäusern nicht mehr erbracht werden. Der Mangel an Dieselkraftstoff bedroht auch die Arbeit der Gemeinden, insbesondere im Hinblick auf den Betrieb von Abwasserpumpen und Brunnen, die den Bewohnern Wasser zur Verfügung stellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Kürzung der Mittel für das Flüchtlingshilfswerk UNRWA. Im Gazastreifen wurden Kundgebungen und Protestdemonstrationen veranstaltet. Zudem streikten 13.000 Beamte.

Terroranschläge und vereitelte Angriffe

Am 28. Januar 2018 nahmen israelische Sicherheitskräfte Bassam Abdul Aziz al-Hadsch Muhammad (42) aus Bet Furik (Region Nablus) fest. Dieser hatte versucht, die Siedlung Itamar (in Samaria) als Uniformierter zu infiltrieren. Allerdings handelte es sich nicht um eine IDF-Uniform. Danach wurde er zum Verhör weitergeführt. Ein zweiter Palästinenser, der ihn begleitete, floh von der Szene. Vor Ort wurden einige bereits vorbereitete Molotowcocktails gefunden. In Folge dessen betraten IDF-Truppen das Dorf Bet Furik, um den Flüchtigen aufzuspüren. Während dieser Aktivität der Streitkräfte wurden Molotowcocktails und verschiedene Gegenstände auf sie geworfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Januar 2018).

Am 27. Januar 2018 wurde über Schüsse aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug bei einem Wachposten der IDF in der Nähe von Dschab’a (nördliches Samaria) berichtet. Es gab keine Verletzten. Die Täter flohen von der Stelle (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Januar 2018).

Die Aufdeckung von Sprengsätzen durch die Sicherheitsmechanismen der PA

Am 26. Januar 2018 fand eine Patrouille der palästinensischen Polizei eine Anzahl von verdächtigen Objekten, die an der Straße, die die Dörfer al-‚Ar und Atil nördlich von Tulkarm verbindet, verborgen waren (Wafa Nachrichtenagentur, 27. Januar 2018).

Nachdem die Munitionsbergungsdienste die Gegenstände überprüft hatten stellte sich heraus, dass es sich um 11 Sprengsätze mit einem Gesamtgewicht von je 20-30 kg handelt, die offenbar wegen des starken Regens exponiert wurden (Wafa Nachrichtenagentur, 26. Januar 2018; Facebook-Seite des Sprechers der palästinensischen Polizei in Judäa und Samaria, 27. Januar 2018).

Vorerst ist nicht bekannt, wer hinter der Tat steht und was das Ziel des Angriffs war. Die Straße wird überwiegend von palästinensischen Zivilfahrzeugen, aber manchmal auch von israelischen Militärfahrzeugen, befahren.

Adnan al-Damiri, Sprecher der Sicherheitsdienste der PA in Judäa und Samaria, sagte, dass die Straße, auf der die Sprengladungen gefunden wurden, von den Bewohnern von Judäa und Samaria genutzt werde. Ihm zufolge sei die Aufdeckung der Sprengsätze dank des vielen Regens der letzten Tage möglich gewesen, wodurch den palästinensischen Bewohnern Schaden erspart wurde. Er wies darauf hin, dass die Verantwortlichen nicht bekannt seien und dass die Ermittlungen noch laufen (Facebook-Seite von Adnan al-Damiri, 26. Januar 2017; al-Watan, 28. Januar 2018).

Das Zusammenstellen und Platzieren von Sprengsätzen ist eine außergewöhnliche Aktion, die Teamarbeit und Geschicklichkeit erfordert, die nicht in den Händen der meisten Terroristen liegt, die die Terroranschläge des „Volkswiderstands“ verüben. Daher können diese Sprengsätze unserer Einschätzung nach auf eine organisierte Aktivität hinweisen, hinter der eine der etablierten terroristischen Organisationen steht.

Festnahme eines Palästinensers, der einen kraftvollen Sprengsatz gegen IDF-Truppen zu aktivieren versuchte

Die israelische Polizei nahm einen palästinensischen Bewohner von al-Khadr (in der Nähe von Bethlehem) fest, der im Juni 2017 einen kraftvollen Sprengsatz an der Umgehungsstraße von Hussan (Gusch Etzion Region) platziert hatte. Der Sprengsatz wurde von IDF-Truppen aufgedeckt, bevor er explodierte. Die Polizei rief die Munitionsbergungsdienste zum Ort. Die Ermittlungen des Falls führten zu dem Verdächtigen, der zugab, dass er den Sprengsatz gelegt hatte, um IDF-Soldaten zu schädigen. Gegen den Palästinenser wurde Anklage erhoben (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Januar 2018).

Demonstrationen und Ausschreitungen

In der vergangenen Woche wurden die Proteste und Unruhen in Judäa, Samaria, Jerusalem und im Gazastreifen vor dem Hintergrund der Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Anerkennung Jerusalems durch die USA als Hauptstadt Israels (am 6. Dezember 2017) fortgesetzt. Zudem wurden Proteste gegen die Entscheidung der USA im Bezug auf die beabsichtigte Kürzung der Mittel, die sie an das UNRWA-Hilfswerk für die Flüchtlinge überweisen, und die schwierige Situation, die sich daraus ergibt, veranstaltet. Die Proteste und Kundgebungen fanden überwiegend in den Flüchtlingslagern unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die in den UNRWA-Schulen lernen, statt. In Nablus schlossen Demonstranten das UNRWA-Büro aus Protest gegen die Kürzungen.

Bemerkenswert war eine Demonstration im Flüchtlingslager al-Aida (nördlich von Bethlehem), in deren Rahmen am 27. Januar 2018 dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem Stellvertreter Mike Pence ein Schauprozess wegen ihrer „voreingenommenen Politik zugunsten Israels“ gemacht wurde. Die Demonstranten trugen Puppen, die Trump und Pence darstellten, erhängten sie und verbrannten sie anschließend (Ma’an Nachrichtenagentur; PALINFO, 27. Januar 2018).

Bei der Veranstaltung waren Muhammad al-Masri, Sekretär der Fatah in Bethlehem, und Muhammad al-Laham, Mitglied des Revolutionsrates der Fatah, anwesend. Letzterer postete auch Fotos von der Veranstaltung auf seiner Facebook-Seite (Facebook-Seite von Muhammad al-Laham, YouTube-Kanal von al-Ghad, 27. Januar 2018). Eine weitere Demonstration fand vor dem Eingang der palästinensischen Handelskammer in Bethlehem aus Protest gegen einen Besuch einer US-amerikanischen Delegation statt (Ma’an Nachrichtenagentur, 29. Januar 2018).

Gleichzeitig wurde das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte und die zivilen Zielen weitergeführt. Bei Anti-Terror-Aktivitäten, die die israelischen Sicherheitskräfte in ganz Judäa und Samaria durchführten, wurden Terrorverdächtige festgenommen und Waffen sowie Drehmaschinen zur Herstellung von Waffen ergriffen.

Im Folgenden einige weitere nennenswerte Ereignisse:

  • Am 28. Januar 2018 warfen Palästinenser Steine auf ein Fahrzeug, das in der Nähe der Siedlung Tekoa (Bereich Gusch Etzion) fuhr. Es gab keine Verletzten, das Fahrzeug wurde jedoch beschädigt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Januar 2018).
  • Am 27. Januar 2018 wurden israelische Sicherheitskräfte, die in Ost-Jerusalem tätig waren, mit Steinen beworfen. Eine Kämpferin der Grenzpolizei wurde dabei leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 27. Januar 2018).
  • Am 27. Januar 2018 beschlagnahmten israelische Sicherheitskräfte, die in Bethlehem und Hebron tätig waren, Waffen, einschließlich eines MAG-Maschinengewehrs (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 27. Januar 2018).
  • Am 27. Januar 2018 wurden Steine auf Fahrzeuge geworfen, die in der Nähe des Dorfes al-Mugheir (Region Benjamin, nordwestlich von Bet-El) fuhren. Es gab keine Verletzten und keine Schäden (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 28. Januar 2018).
  • Am 26. Januar 2018 blieb ein Militärfahrzeug in der Nähe des Flüchtlingslagers al-Fawwar (Region Hebron) stecken. In Folge dessen begannen Palästinenser sich dort zu versammeln. Danach begannen sie, mit Steinen und Molotowcocktails zu werfen. Es gab keine Verletzten (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 26. Januar 2018).

Der Raketenbeschuss

Am 30. Januar 2018 wurde ein Raketenabsturz auf dem Gebiet des Regionalverbands Scha’ar HaNegev registriert. Die Rakete wurde aus dem Gazastreifen abgeschossen und explodierte auf offenem Gelände. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden verursacht. Vorerst ist nicht bekannt, wer hinter dem Abschuss steckt.

Konfrontationen mit IDF-Kräften an der Grenze zum Gazastreifen

Bei Konfrontationen mit IDF-Kräften an der Grenze zum Gazastreifen wurden am 26. Januar 2018 neun Palästinenser durch Schüsse der IDF verletzt: drei im Osten von Dschabalija, drei im Osten von Gaza-Stadt und drei in Khan Junis (Ma’an Nachrichtenagentur; Twitter-Account des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen, 26. Januar 2018).

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 04/02/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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