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Joshua Cohen: Das Buch der Zahlen

Autorenlesung + Gespräch
Joshua Cohen: Das Buch der Zahlen

Am Montag, dem 12. Februar ist Joshua Cohen für die Premiere seines jetzt übersetzten Romans »Das Buch der Zahlen« im Jüdischen Museum Berlin zu Gast. Er liest aus der deutschen Ausgabe und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Jan Wilm über das Schreiben und seine Erfahrungen als Samuel-Fischer-Gastprofessor an der FU Berlin.

Joshua Cohen am 12.2. im Jüdischen Museum Berlin, Foto: Adam Gong

»Das Buch der Zahlen«
»Das Buch der Zahlen« handelt von einem gescheiterten Autor, der am 11. September alles verliert, was ihm am Herzen liegt: Seine Frau verlässt ihn, sein Buch floppt, der Buchladen, in dem er sein Geld verdient, liegt in Trümmern. Da erhält er den lukrativen Auftrag, die Memoiren eines Mannes zu schreiben, der so heißt wie er und ansonsten sein genaues Gegenteil ist: Ein Internetmogul, Erfinder des Algorithmus, der die totale Überwachung ermöglicht und unser aller Leben verändert.

Bücherschreiben in Zeiten des Internets
Joshua Cohen erzählt in »Das Buch der Zahlen« nicht nur davon, wie sich ein Schriftsteller neu erfinden muss, sondern auch davon, was die digitale Revolution für den Schreibprozess bedeutet. Er mischt persönliche Aufzeichnungen mit philosophischen Reflexionen und Webkontrollprogrammen zu einem Stilmix, der den Kampf zwischen Wörtern und Zahlen spiegelt. Die intensive Recherche für »Das Buch der Zahlen«, für die der studierte Musikkomponist auch Programmieren gelernt hat, merkt man dem Aufbau des Romans an.

Joshua Cohen wurde 1980 in New Jersey geboren. Wiederkehrende Themen im Werk des ehemaligen Talmudschülers sind der Umgang mit Religion, dem Leben im Exil und dem Holocaust. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Matanel Prize in Jewish Literature (2013) und den Pushcart Prize (2012). Die Zeitschrift GRANTA wählte ihn 2017 zu einem der zehn besten jungen amerikanischen Autoren der letzten zehn Jahre. In diesem Wintersemester lehrt er als Samuel-Fischer-Gastprofessor in Berlin. Weitere Bücher von Joshua Cohen sind »Solo für Schneidermann« (2016), »Vier neue Nachrichten« (2014) und »Witz« (2010).

Jan Wilm ist Literaturkritiker, Übersetzer und Literaturwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er übersetzte Maggie Nelsons »Die Argonauten« (2017) und für die Zeitschrift »Die Neue Rundschau« u.a. Arundhati Roy (2015). 2016 erschien seine Monographie »The Slow Philosophy of J. M. Coetzee«.

In Kooperation mit der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH und dem Schoeffling Verlag

Wann: 12. Februar
Ort: Großer Saal, Altbau 2. OG
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder www.jmberlin.de/das-buch-der-zahlen

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 07/02/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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