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Mapping Jerusalem: Der Tempel

Mapping Jerusalem: Der Tempel
Steven Fine über die Träger der Tempelschätze auf dem römischen Titusbogen

Am Donnerstag, dem 8. Februar ist Steven Fine von der Yeshiva University New York im Jüdischen Museum Berlin zu Gast. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung »Welcome to Jerusalem« spricht er unter dem Titel »Who is Carrying the Menorah?« über die Abbildungen auf dem Titusbogen in Rom und die Kontroverse um ihre Deutung.

Abguss des originalen Titusreliefs in Rom (81-96 n. u. Z.), Foto: Courtesy of the Arch of Titus Project

Das Beuterelief vom Titusbogen
Die Abbildungen auf dem Titusbogen zeigen den Triumphzug der Römer über die aufständischen Juden mit den Beutestücken aus dem Jerusalemer Tempel. Dabei ist der siebenarmige Leuchter, die Menora, wirkungsvoll ins Zentrum gesetzt. Diese Darstellung gilt als älteste Abbildung der geraubten Tempelgeräte seit der Zerstörung des Tempels 70 n.u.Z. Die Menora, die hier zu sehen ist, diente vermutlich als Vorlage für das Staatswappen Israels. Der historisch wertvolle Gipsabguss des Beutereliefs, eine Leihgabe des Antikenmuseums der Universität Leipzig, ist eines der Highlights der aktuellen Ausstellung »Welcome to Jerusalem« im Jüdischen Museum Berlin.

Umdeutung der Darstellung
Seit der Renaissance existiert eine abweichende jüdische Interpretation dieser Abbildung: Die Träger der Tempelschätze seien nicht Römer, sondern Juden, die ihre heiligen Gegenstände ins Exil bringen. Steven Fine untersucht in seinem Vortrag die Konstruktion dieser kontroversen Gegen-Erzählung und macht deutlich, welche identitätspolitische Funktion sie bis heute in Israel einnimmt.

Steven Fine ist Professor an der Yeshiva University in New York, Direktor des YU Center for Israel Studies und des Arch of Titus Project. Ab Frühjahr 2018 lehrt er am Albright Institute in Jerusalem.

Eine Veranstaltung des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und des Jüdischen Museums Berlin im Rahmen der Ringvorlesung »Bildnis machen. Judentum und Kunst«.

Vortrag in englischer Sprache
Mit Unterstützung der Siemens AG

Ort: Großer Saal, Altbau
Eintritt: frei
Zeit: 18 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder https://www.jmberlin.de/who-carrying-menorah

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 07/02/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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