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Zeitzeugenportraits „Gegen das Vergessen“ in Berlin

Sonnig und kalt ist der Wintertag. Im Hintergrund ist das in neuem Weiß strahlende Charlottenburger Schloss zu sehen, auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße möchte ich die Portraitsammlung Holocaustüberlebender sehen. Bereits vor zwei Jahren bin ich in Kiew im Park von Babi Jar von Portrait

Die Portraitsammlung Holocaustüberlebender in Berlin. Foto: Wollmann-Fiedler

zu Portrait gegangen und las die Namen und die Herkunft der Überlebenden. Heute werde ich es wieder tun. Jüdische und nichtjüdische Überlebende aus Russland, der Ukraine, aus Belarus und Polen, aus Frankreich, Österreich und aus Deutschland besuchte Luigi Toscana, der deutsch-italienische Fotograf und Filmemacher aus Mannheim, in den Jahren mit seiner Kamera und ließ die Menschen über ihr Schicksal, ihr Erlebtes, damals in der Nazizeit erzählen. Festgehalten hat Toscana für uns und die nächsten Generationen diese hervorragenden Portraits und so Gegen das Vergessen gearbeitet.

Schon einige Male war diese Sammlung ausgestellt, vor Berlin sahen sie die New Yorker. An den überlebensgroßen Portraits, die nicht im Museum sondern auf der Straße aufgestellt sind, kann man nicht so einfach vorbeigehen, da muss man hinsehen und sich Gedanken machen.

Jedem Bürger dieser Stadt, auch den Touristen aus aller Herren Länder, empfehle ich dringend den Weg in die Schloßstraße zu finden, auch den Lehrern und Schulklassen rufe ich zu, geht hin, seht, was vor über siebzig Jahren mit diesen Menschen geschehen ist, wie unmenschlich sie von Menschen diskriminiert und gedemütigt wurden!

Von Christel Wollmann-Fiedler

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Von am 11/02/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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