Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (31. Januar – 06. Februar 2018)

Im Mittelpunkt der Ereignisse der vergangenen Woche stand der tödliche Anschlag auf einen israelischen Bürger, Rabbiner Itamar Ben Gal s. A., an der Straßenkreuzung der Stadt Ariel. Der Attentäter ist Sohn einer Mutter aus Nazareth und eines Vaters aus Nablus, der von seinen Eltern verlassen wurde. Eine Überprüfung seiner Facebook-Seite zeigt, dass beim ihm extremistische Gedanken in den Wochen nach der Jerusalem-Erklärung von US-Präsident Trump aufgekommen waren.

Die israelischen Sicherheitskräfte töteten im Dorf al-Dshcamun Ahmed Nasser Dscharar, ein führendes Mitglied der Zelle, die den Rabbiner Rasiel Schewach bei einem bewaffneten Angriff am 9. Januar 2018 ermordet hatte. Die Untersuchung des Schin Bet ergab, dass die Zelle auch an Versuchen, weitere Terroranschläge auszuführen, und an Planungen zur Durchführung von zusätzlichen Angriffen, beteiligt gewesen war.

Im Verlauf der vergangenen Woche stürzten zwei aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen auf israelischem Territorium ab. Als Reaktion darauf griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe zweimal Terrorziele der Hamas im nördlichen und südlichen Gazastreifen an.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Gesundheitssituation aufgrund der anhaltenden Treibstoffknappheit. Er kündigte die Schließung von 13 medizinischen Zentren und drei Krankenhäusern an. Auf der anderen Seite dementierte der Sprecher des Gesundheitsministeriums der palästinensischen nationalen Einheitsregierung, dass die Schließung der Zentren wegen der Treibstoffknappheit verursacht wurde, und kritisierte die Entscheidung der Hamas, sie zu schließen.

In einer Reihe von Berichten wurde gemeldet, dass angesichts der Verschlechterung der humanitären Lage im Gazastreifen und der begrenzten Beteiligung an Demonstrationen und Kundgebungen die Möglichkeit untersucht wird, „Massen-Volksaktionen“ gegen Israel durchzuführen. Die Absicht ist, eine große Anzahl von Menschen dazu zu motivieren, sich in der Nähe des Grenzzauns zu versammeln. Einer der Vorschläge ist, eine ständige und bedeutende Präsenz am Grenzzaun zu schaffen und sogar Infiltrationsversuche nach Israel zu verüben. Zu diesem Zweck wurde auch eine Facebook-Seite namens „Die Prozession der großen Rückkehr“ geschaffen.

Terroranschläge und vereitelte Angriffe in Judäa und Samaria

Ein Messerangriff in der Nähe der Stadt Ariel am 5. Februar 2018:
Ein Terrorist erreichte im Laufe des Nachmittags die Straßenkreuzung von Ariel (Samaria). Er überquerte die Straße und näherte sich einem Israeli, der in der Nähe der Busstation wartete. Er überraschte den Zivilisten und stach ihn in den oberen Teil seines Körpers. Der Zivilist wurde schwer verletzt und erlag seinen Wunden im Krankenhaus. Der Palästinenser wurde von dem Auto eines IDF-Offiziers, der vor Ort alles beobachten konnte, angefahren. Allerdings schaffte er es, zu entkommen, warf jedoch seine Tasche, in der sich sein Personalausweis und Kleidung befanden, ab.

Bei dem Täter handelt es sich um Abed al-Karim Adel Assi (19), der bis vor kurzem in Jaffa gelebt hatte. Abd al-Karim ist Sohn einer Mutter aus Nazareth und eines Vaters aus Nablus. Er wurde von seinen Eltern verlassen und zog in den letzten Jahren zwischen verschiedenen Institutionen innerhalb Israels um. Er reiste regelmäßig, um seinen Vater in Nablus zu besuchen. Eine Überprüfung seiner Facebook-Seite zeigt, dass er kürzlich und besonders in den Wochen nach der Jerusalem-Erklärung von US-Präsident Trump extremistische Gedanken entwickelte.

Bisher haben die PA bzw. die Fatah nicht auf den Angriff reagiert. Die Hamas, die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) und andere Organisationen lobten den Angriff, der in den palästinensischen Medien als „salafistische Aktion“ bezeichnet wird und als Beweis dargestellt wird, dass der „Widerstand“ weiter geführt wird (Filastin al-‚Aan, 5. Februar 2018).

Angriff eines Israelis in Abu-Dis am 2. Februar 2018: Ein Israeli aus Tel Aviv begab sich in den Abendstunden versehentlich in die Nähe der al-Quds Universität in Abu-Dis (östlich von Jerusalem). Palästinenser, die sich zu der Zeit vor Ort aufhielten, wurden auf ihn aufmerksam und fingen an, ihn mit Steinen zu bewerfen. Er wurde am Kopf und an anderen Körperteilen getroffen. Die palästinensischen Sicherheitsdienste, denen der Vorfall auffiel, erreichten die Stelle, kamen dem Israeli zur Hilfe und meldeten den Vorfall dem israelischen Koordinationsbüro. Der Israeli wurde dann zur Polizeiwache von Abu-Dis gebracht. Als er später an die israelischen Sicherheitskräfte übergeben werden sollte, brachen gewaltsame Ausschreitungen aus, bei denen sogar eine Handgranate in Richtung der Kräfte geworfen und das Fahrzeug des israelischen Zivilisten verbrannt wurde. Grenzpolizisten, die zur Stelle gerufen wurden, konnten ihn schließlich in Sicherheit bringen. Zwei Mitglieder der Sicherheitsdienste der Palästinensischen Autonomiebehörde wurden bei dem Vorfall verletzt. In der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2018 wurden sechs Bewohner von Abu-Dis wegen des Verdachts, an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein, festgenommen.

Sicherheitskräfte töten ein anderes Mitglied der Zelle, die den Angriff auf Hawat Gilead verübt hat

In einer gemeinsamen Aktion der israelischen Sicherheitskräfte im Dorf Dschamun (nördliches Samaria) und in Folge eines intensiven informationsdienstlichen Aufwands, töteten die israelischen Sicherheitskräfte am Morgen des 6. Februar 2018 Ahmad Nasr Dscharar, ein führendes Mitglied der Zelle, die den Rabbiner Rasiel Schewach bei einem bewaffneten Angriff am 9. Januar 2018 ermordet hatte. Dscharar war ein zentraler Aktivist dieser Terrorzelle, die für den Angriff verantwortlich war. Beim Versuch, ihn festzunehmen, verließ Ahmad Nasr Dscharar das Gebäude, in dem er sich versteckte, mit einer Waffe. Daher wurde er von den Sicherheitskräften erschossen. In seinem Besitz wurden ein M16-Gewehr und eine Tasche mit Sprengsätzen gefunden. Die Untersuchung des Schin Bet ergab, dass die Zelle auch an Versuchen, weitere Terroranschläge auszuführen und an Planungen zur Durchführung von zusätzlichen Angriffen beteiligt gewesen war (Website des Schin Bet, 6. Februar 2018).

Der militärische Arm der Hamas gab eine offizielle Erklärung zum Tod von Ahmad Nasr Dscharar ab. Diese lobt die Tapferkeit von Dscharar und seinen Kollegen und weist darauf hin, dass er zum Vorbild für alle freien Menschen im Kampf gegen die Besatzung geworden sei. Ferner hieß es in der Erklärung, dass die Palästinenser weiterhin schmerzhafte Schläge auf Israel verüben und die Intifada nicht stoppen werden (Website des militärischen Arms der Hamas, 6. Februar 2018).

Am 3. Februar 2018 wurde während einer Tätigkeit der Sicherheitskräfte zur Aufspürung von Ahmad Nasr Dscharar im Dorf Burqin Ahmed Samir Abu Abid (19) getötet, nachdem er bei Auseinandersetzungen mit IDF-Truppen am Kopf verwundet wurde. Die Teilnehmer an seiner Beerdigung skandierten Parolen zu Ehren von Ahmad Nasr Dscharar. Zudem priesen und lobten sie den „Widerstand“ (PALINFO; QUDSN, 4. Februar 2018). Fawzi Barhum, ein Sprecher im Namen der Hamas, gab eine Erklärung ab, in der er die Standhaftigkeit der Bewohner von Burqin lobte. Zudem rief er dazu auf, die Erfahrungen, die in Nablus, Dschenin und Burqin gesammelt wurden, als Vorbild zur Befreiung von der „Besatzung“ und zum Schutz des „Widerstands“ zu benutzen (Webseite der Hamas, 4. Februar 2018).

Demonstrationen und Ausschreitungen

In der vergangenen Woche wurden die Proteste und Unruhen in Judäa, Samaria, Jerusalem und im Gazastreifen vor dem Hintergrund der Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump bezüglich der Anerkennung Jerusalems durch die USA als Hauptstadt Israels fortgesetzt. Dazu kamen Proteste, die sich gegen die schwierige humanitäre Lage im Gazastreifen richteten. Lokale Beamte in Judäa, Samaria und im Gazastreifen versuchen, die Demonstrationen durch die Erklärung von bestimmten Tagen als „Tage des Zorns“ oder „Tage der Eskalation“ weiterhin anzuregen. Es scheint jedoch, dass die palästinensische Öffentlichkeit auf diese Anrufe nur gemäßigt reagiert. Bei Zusammenstößen am 30. Januar 2018 im Dorf al-Mugheir nordöstlich von Ramallah wurde der 16-jährige Litham Heath Abu Na’im getötet (Ma’an Nachrichtenagentur, 30. Januar 2018). Es wurde auch über mehrere Palästinenser berichtet, die bei Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften verletzt wurden.

Gleichzeitig wurde das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte und die zivilen Zielen weitergeführt. Bei Anti-Terror-Aktivitäten, die die israelischen Sicherheitskräfte in ganz Judäa und Samaria durchführten, wurden Terrorverdächtige festgenommen und Waffen ergriffen.

Der Raketenbeschuss auf den Süden Israels

Im Verlauf der vergangenen Woche stürzten zwei aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen auf israelischem Territorium ab. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden angerichtet. Zurzeit ist die Identität der Angreifer noch unbekannt.

Im Folgenden die einzelnen Ereignisse:

  • Am 1. Februar 2018 wurde eine Rakete aus dem nördlichen Gazastreifen in Richtung des Regionalverbands Küste von Aschkelon abgefeuert. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden angerichtet.
  • In der Nacht vom 2. Februar 2018 wurde eine Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung des Regionalverbands Scha’ar HaNegev abgefeuert. Diese explodierte in einem offenen Gebiet. Es gab keine Verletzten und es wurde kein Schaden angerichtet (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 2. Februar 2018).

Als Reaktion auf den Raketenbeschuss griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe terroristische Ziele der Hamas an. In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 2018 griffen Flugkörper eine Position der Hamas im nördlichen Gazastreifen an. Am 3. Februar 2018 wurden Ziele im südlichen Gazastreifen angegriffen. Israel erklärte, dass es die Hamas als Verantwortliche für die Ereignisse im Gazastreifen betrachtet. Die palästinensischen Medien berichteten, dass unter anderem ein Außenposten des militärischen Arms der Hamas im westlichen Teil des Rafah-Distrikts angegriffen worden sei und dass es dort keine Verletzten gegeben habe, jedoch Eigentum beschädigt worden sei (Shehab News; Dunia al-Watan, 3. Februar 2018).

Konfrontationen mit IDF-Kräften an der Grenze zum Gazastreifen

An der Grenze zum Gazastreifen fanden Demonstrationen an mehreren Orten entlang des Sicherheitszauns statt. Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt, gab bekannt, dass 15 Palästinenser bei den Zusammenstößen im östlichen Gazastreifen verletzt wurden (Twitter-Account von Aschraf al-Kidra, 2. Februar2018).

Ein Versuch, in Israel einzudringen

Am 1. Februar 2018 beobachtete eine IDF-Patrouille vier Verdächtige, die sich dem Sicherheitszaun im südlichen Gazastreifen näherten. Sie überquerten den Zaun und wurden sofort von den israelischen Sicherheitskräften festgenommen. Bei einem der Palästinenser wurden zwei Messer und eine Handgranate gefunden. Die Vier wurden zum Verhör geführt. Es wird die Möglichkeit geprüft, dass sie einen Angriff innerhalb Israels geplant hatten.

Vereitelter Versuch, unerlaubte Materialien in den Gazastreifen zu schmuggeln

Sicherheitsbeamte der Grenzübergangsbehörde vereitelten am Grenzübergang Kerem Schalom einen Schmuggelversuch in den Gazastreifen von Bündeln, in denen sich Materialien zur Herstellung von Sprengstoffen befanden. Die Bündel waren in einer Lieferung medizinischer Ausrüstung versteckt, die für den Gazastreifen bestimmt war. Nachdem die Substanzen im Labor geprüft und identifiziert wurden, stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine zentrale Komponente bei der Herstellung von Sprengstoffen handelt. Es sollte bemerkt werden, dass täglich Hunderte von Lastwagen mit Waren für die Bewohner des Gazastreifens den Grenzübergang Kerem Shalom passieren.

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

 Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2017.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…



Von am 11/02/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.