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Jüdisches Museum Berlin: Monatsvorschau März 2018

11. Dezember 2017 – 30. April 2019
Neue Ausstellung
Welcome to Jerusalem
Synagogen, Kirchen und Moscheen prägen unser Bild von Jerusalem. Für Juden, Christen und Muslime aus aller Welt ist die »heilige Stadt« ein wichtiges Zentrum ihres Glaubens. Gleichzeitig ist Jerusalem von außerordentlicher politischer Brisanz, da sowohl Israelis als auch Palästinenser es als ihre Hauptstadt beanspruchen.
Von der Zeit des zweiten Tempels und seiner Eroberung durch Rom über die osmanische Herrschaft und die britische Mandatszeit bis zum 21. Jahrhundert – die Ausstellung »Welcome to Jerusalem« thematisiert eine Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind. Zu sehen sind wertvolle historische Objekte und Modelle, die erstmals in Berlin gezeigt werden; ebenso mediale Installationen, die eigens für die Schau entwickelt wurden.
Arbeiten von Yael Bartana, Mona Hatoum, Gustav Metzger, Fazal Sheikh und weiteren internationalen Künstlern kommentieren historische Ereignisse und politische Positionen. Eine Filmspur mit Interviews aus der Echtzeit-Dokumentation »24h Jerusalem« macht die Besucher mit einer in jeder Hinsicht bemerkenswerten und aufregenden Stadt bekannt. – Welcome to Jerusalem!
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Mit freundlicher Unterstützung der LOTTO-Stiftung Berlin
Das Begleitprogramm der Ausstellung wird realisiert mit Unterstützung der Siemens AG
Ort: Altbau 1. OG
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Mehr Informationen: www.jmberlin.de/jerusalem

17. November 2017 – Frühjahr 2019
Licht- und Klanginstallation
Mischa Kuball »res·o·nant« | Licht- und Klanginstallation
Das Jüdische Museum Berlin präsentiert mit »res·o·nant« seit dem 17. November eine begehbare Licht- und Klanginstallation des Düsseldorfer Konzeptkünstlers Mischa Kuball. Die Installation wurde eigens für die neue Ausstellungsfläche im Untergeschoss des Libeskind-Baus geschaffen.
Auf insgesamt mehr als 350 Quadratmetern bespielt »res·o·nant« zwei der fünf den Museumsbau vertikal durchziehenden Voids. Diese symbolträchtigen Leerräume, auf deren Materialität, Wirkung und Bedeutung sich Mischa Kuball bezieht, bilden den Ausgangspunkt für sein Werk. Damit sind diese beiden charakteristischen Voids seit Eröffnung des Museums 2001 neu zu erleben. In den 24 Meter hohen Räumen werfen rotierende Projektoren Lichtfelder in Form der Void-Grundrisse an Wände und Decken. Mittels drehender Spiegelelemente und Stroboskop-Blitzen entsteht eine »Resonanz zwischen Architektur und Haut«, so der Künstler. Als drittes Element der Installation sind über mehrere im Raum verteilte Lautsprecher jeweils 60-sekündige Soundclips – sogenannte SKITS – zu hören, die von mehr als 20 Musikern eigens für das Projekt komponiert wurden. Mit einem Open Call bis Februar 2018 sind weitere Musiker eingeladen, während der Laufzeit Beiträge für die Installation einzureichen. Außerhalb des Museums sind bis zum Sommer 2019 verschiedene Interventionen an belebten Plätzen in Berlin geplant. Neben Performances und Konzerten werden auch hier die Grundrisse der Voids im öffentlichen Raum projiziert und damit die physischen Grenzen des Museums überwunden.
Ort: Rafael Roth Galerie
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Mehr Informationen: www.jmberlin.de/ausstellung-resonant

Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte
Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums
Die Ringvorlesung greift menschenrechtlich brisante Fragen aus unterschiedlichen Lebensbereichen auf und beleuchtet sie aus jüdischer und islamischer Perspektive. Zu jeder Vorlesung sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.
Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

8. März
Das Recht auf Leben
Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist die Grundlage jeder freien Gesellschaft. Dennoch wird dieses Recht in vielen Staaten missachtet. Unter welchen Bedingungen darf in Judentum und Islam das Recht auf Leben eines Menschen eingeschränkt werden und wie wird dieses Recht gegenüber anderen Rechtsgütern abgewogen? Es diskutieren David Novak (University of Toronto) und Jonathan Brown (Georgetown University).
Englisch mit deutscher Simultanübersetzung
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder www.jmberlin.de/das-recht-auf-leben

14. März
Lesung + Gespräch
Nicole Krauss: Waldes Dunkel | Die Autorin im Gespräch mit Sunnyi Melles
In ihrem neuen Roman »Waldes Dunkel« erzählt die amerikanische Erfolgsautorin Nicole Krauss die fantastische Geschichte eines vom Leben enttäuschten New Yorker Anwalts und einer Schriftstellerin mit Eheproblemen, die sich auf der Suche nach sich selbst in der Wüste Israels begegnen. Fast nebenbei ist »Waldes Dunkel« eine spannende Reise durch die jüdische Literaturgeschichte – von der Wüstenwanderung der Israeliten bis zum ungeklärten Nachlass Franz Kafkas.
Im Gespräch mit der Schauspielerin Sunnyi Melles stellt die Autorin ihren neuen Roman vor.
In Kooperation mit der Literaturhandlung
Ort: Großer Saal, Altbau
Eintritt: 10€, ermäßigt 7€
Zeit: 19 Uhr
Kartenvorbestellung über die Literaturhandlung: Tel. 030-88 24 250

15. März
Film + Gespräch | Akademieprogramm
Phral mende – Wir über uns | Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland
Regie: Tayo Awosusi-Onutor, Deutschland 2017, 45 Min.
»Phral mende – Wir über uns« ist kein Film über Sinti und Roma, sondern ein vielstimmiges Selbstporträt. In biografischen Interviews sprechen Persönlichkeiten wie Anita Awosusi, Fatima Hartmann oder Ilona Lagrene mit Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor über bürgerrechtliches Engagement, Erinnerungskultur und Alltagsrassismus.
Aus ihren Perspektiven und individuellen Erfahrungen entsteht ein lebendiges Bild von Sinti und Roma in Deutschland, das sich stereotypen Sichtweisen widersetzt.
Nach dem Film findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin und Protagonisten des Films statt – über Identität und Engagement, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Heimat und Herkunft.
Aus der Reihe »Neue deutsche Geschichten« / Im Rahmen des Rromnja Power Month
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder www.jmberlin.de/phral-mende-wir-ueber-uns

19. März
Zeitzeugen im Gespräch | Erfahrungen und Schicksale deutscher Juden im Nationalsozialismus
Anita Lasker Wallfisch: Mich hat Auschwitz nie verlassen
Anita Lasker Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, wuchs mit ihrer Schwester Renate in einer bildungsbürgerlichen jüdischen Familie auf und studierte ab 1938 Cello in Berlin. 1942 wurden ihre Eltern deportiert und ermordet, 1943 kamen Renate und Anita nach Auschwitz. Als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten.
In der neuen Gesprächsreihe teilen Zeitzeugen, die dem Jüdischen Museum Berlin seit Jahren eng verbunden sind, ihre Erfahrungen und Erinnerungen. Mit ihren ganz individuellen Biografien repräsentieren sie universelle Erfahrungen des Überlebens.
Mit Unterstützung der Berliner Sparkasse
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder www.jmberlin.de/mich-hat-auschwitz-nie-verlassen

20. März
Vortrag + Diskussion | Akademieprogramm
In welchem Verhältnis stehen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit zueinander?
Vor dem Hintergrund des derzeitigen Rechtsrucks in Europa fragt der britische Historiker David Feldman nach historischen und gegenwärtigen Parallelen zwischen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Beeinflusst Islamfeindlichkeit die europäische Integration heute auf eine ähnliche Weise wie der Antisemitismus die Bildung von Nationalstaaten im 19. Jahrhundert? Gibt es Chancen für künftige jüdisch-muslimische Allianzen? Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung Berlin, kommentiert den Vortrag aus deutscher Perspektive.
Mit deutscher Simultanübersetzung
Ort: Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder www.jmberlin.de/verhaeltnis-antisemitismus-islamfeindlichkeit

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 08/03/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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