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Abbas: Frieden mit Israel ist „Verrat“

Warum sollte der PA-Führer Abbas echten Frieden mit den Juden schließen, wenn die Bestrebungen der PA auf das ausgerichtet bleiben wie sie immer waren, nämlich auf die Zerstörung des jüdischen Staates?

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, hat dem Fatah Revolutionsrat in Ramallah kürzlich mitgeteilt, dass er nicht beabsichtigt sein Leben als „Verräter“ zu beenden, indem er irgendein Abkommen mit dem jüdischen Staat unterzeichnet, das den palästinensischen Bestrebungen und Forderungen nicht gerecht wird. Dies war eindeutig ein Hinweis auf den Friedensplan der Trump-Regierung, der in naher Zukunft erwartet wird.

Abbas: Wir werden Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen! Foto: PMW

Kurz gesagt zeigt Abbas Erklärung, warum der arabisch-israelische Konflikt vielleicht der hartnäckigste Konflikt der Welt ist. In der Theorie ist er leicht zu lösen, aber in Wirklichkeit und unter den gegenwärtigen Umständen praktisch unmöglich. Der Grund ist ganz einfach: Arabische Führer wie Mahmoud Abbas, haben ihre Bevölkerung jahrzehntelang gegen die Existenz Israels innerhalb jeder Grenze aufgehetzt. Warum sollte der palästinensische Führer echten Frieden mit den Juden schließen, wenn die Bestrebungen der PLO das bleiben, was sie immer waren, nämlich ausgerichtet auf die Zerstörung des jüdischen Staates?

Viele Liberale in Israel und im Ausland haben seit Jahren die hasserfüllte Propaganda der PA gegen Juden und Israel, als „bedeutungslose Aussagen für den inneren Konsum“ abgetan. Selbsternannte Liberale glauben auch, dass Frieden allein durch israelische Zugeständnisse erreicht werden kann. Diese Selbsttäuschung beruht auf der Verzweiflung und der Weigerung, die große kulturelle und mentale Kluft zu erkennen, die den Nahen Osten von den westlichen Demokratien trennt. Abbas ist zugleich Anstifter und Geisel einer Kultur des Hasses gegen den jüdischen Staat, die keinen Raum für Kompromisse lässt.

Der Unterschied zwischen Abbas und seinem Vorgänger, Yasser Arafat, ist mehr stilistisch als inhaltlich. Abbas hat auf der internationalen Bühne ein Bild von „Mäßigung“ mit der Behauptung geschaffen, dass er die Errichtung eines arabischen Staates entlang der Waffenstillstandslinien von 1967 mit „Ost-Jerusalem“ als Hauptstadt anstrebe und sorgfältig kultiviert. Abbas hat jedoch selbst zugegeben, dass er das Friedensangebot des ehemaligen israelischen Premierministers Ehud Olmert abgelehnt hat. Dieses Angebot von 2008 gab Abbas alles, was die Palästinenser haben wollen: Ein Staat neben Israel mit einer Hauptstadt in „Ost-Jerusalem“. Die Wahrheit ist, dass nichts weniger als Israels Zerstörung das Abbas-Regime in Ramallah befriedigen wird.

Im Jahr 1979 unterzeichnete der ägyptische Präsident Anwar Sadat, als erster arabischer Führer ein Friedensabkommen mit Israel. Fast 40 Jahre später bleibt der Frieden kalt und der Hass gegen Israel und Juden, ist in der ägyptischen Gesellschaft endemisch. Aus der Sicht der „arabischen Straße“ war Sadat ein „Verräter“, wegen der Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit den Juden. Der Preis für Verrat in der arabischen Welt ist gewöhnlich der Tod und Sadat hat mit seinem Leben für das Friedensabkommen mit dem jüdischen Staat bezahlt.

Abbas hat es nicht eilig, seinen luxuriösen und international finanzierten Lebensstil für ein unterschriebenes Papier mit den Juden zu beenden, das sein eigenes Leben gefährden würde. Solange es in Ramallah, Gaza und anderswo als „Verrat“ gilt mit dem jüdischen Staat Frieden zu schließen, wird der arabisch-israelische Konflikt weitergehen und israelische Zugeständnisse werden es nur noch schlimmer machen.

Von Daniel Krygier
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 09/03/2018. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Abbas: Frieden mit Israel ist „Verrat“

  1. Gerhard Werner Schlicke

    09/03/2018 at 16:08

    Herr Abbas,
    Sie sind nicht länger Teil der Lösung, Sie sind Teil des Problems.

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