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Arabische Medien: Die USA verschieben den Friedensplan

Die Vereinigten Staaten haben ihre Präsentation eines geplanten Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern auf unbestimmte Zeit verschoben, heißt es in einem Bericht der Londoner Zeitung Al-Hayat. Der Bericht zitierte Quellen in der US-Regierung mit den Worten: „Das amerikanische Team das an dem Deal arbeitet, will sicherstellen, dass seine Ideen für beide Seiten akzeptabel sind und will deshalb noch etwas länger warten, bevor es den Plan öffentlich vorlegt“, besagte der Bericht.

Palästinensische Quellen die in dem Bericht zitiert wurden sagten, dass der wirkliche Grund für die Verzögerung die jüngste Feindseligkeit zwischen dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas und der Regierung von US-Präsident Donald Trump gewesen sei, wegen dessen „Bevorzugung“ Israels und der amerikanischen Entscheidung, ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Gerade diese Erklärung sei der Schritt, der den Plan zum Scheitern gebracht habe, noch bevor er präsentiert wurde“, sagte eine palästinensische Quelle.

Wäre die Erklärung nicht abgegeben worden, „wäre es für die Palästinenser schwierig gewesen, auf der Grundlage dieses Plans die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu verweigern. Aber jetzt können wir nicht zu den Gesprächen zurückkehren und ohne uns gibt es keinen Friedensplan“, sagte die palästinensische Quelle und fügte hinzu: „Die Amerikaner versuchen andere arabische Länder zu rekrutieren, um die Palästinenser anstelle unserer Teilnahme zu vertreten, aber bisher haben sich keine Länder freiwillig gemeldet. Aus diesem Grund haben die Amerikaner ihren Plan wieder ins Regal zurück gebracht.“

Der Bericht zitiert die amerikanischen Quellen mit den Worten: „Wir können den Palästinensern nichts aufzwingen. Es geht darum, dass der Plan von beiden Seiten akzeptiert wird und zusätzlich von anderen arabischen Ländern unterstützt wird.“

Eine libanesische Zeitung schrieb am Dienstag, dass die Grundzüge des von US-Präsident Donald Trump verfassten Nahost-Friedensabkommens den Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde vorgelegt worden seien. Laut der Zeitung A-Diyar, die der Hisbollah nahesteht, wurde der Plan dem obersten Geheimdienstbeamten der PA, Majad Faraj, vorgelegt, der nach Riad zu einem „Notfalltreffen“ gerufen wurde, um den Plan zu diskutieren.

Dem Bericht zufolge weist der 35-seitige Plan spezifische Grenzen für einen zukünftigen palästinensischen Staat auf, was etwa der Hälfte von Judäa und Samaria entspricht. Die Frage, welche Seite welchen Teil von Jerusalem kontrollieren wird – einschließlich der Altstadt – wird bis zu einem unbestimmten Datum verschoben. Die palästinensische Forderung nach der Rückkehr der Nachkommen derjenigen, die 1948 aus Israel geflohen sind, wird auf eine „humanitäre“ Art und Weise behandelt, heißt es in dem Bericht, obwohl er keine Details lieferte.

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Von am 22/03/2018. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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