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Israel eröffnet Ermittlungen gegen Facebook wegen Datenschutz-Verstößen

Das israelische Justizministerium hat eine Untersuchung über Facebook eingeleitet, nachdem Berichte über die Übertragung von Nutzerdaten von der Social-Media-Plattform an das britische Data-Mining-Unternehmen Cambridge Analytica veröffentlicht wurden.

Die Datenschutzbehörde des Ministeriums sagte am Donnerstag in einer Erklärung, dass sie „untersuchen werde, ob persönliche Daten von israelischen Bürgern illegal in einer Weise verwendet werden, die ihr Recht auf Privatsphäre und die Bestimmungen des israelischen Datenschutzgesetzes verletzt“.

Nach dem israelischen Datenschutzgesetz dürfen personenbezogene Daten nur für den Zweck verwendet werden, für den sie erteilt wurden und mit Zustimmung des Betroffenen.

Cambridge Analytica, eine Firma, die von dem ehemaligen Trump-Berater Stephen Bannon ins Leben gerufen wurde und vom republikanischen Geber Robert Mercer finanziert wird, soll unkorrekt Daten über potenzielle Wähler von einem Forscher und App-Entwickler erhalten haben, wobei Facebook-Richtlinien verletzt wurden.

Am Wochenende berichteten Nachrichtenagenturen, dass die gesammelten Nutzerdaten dazu benutzt wurden, um die Wahl bei den Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen. Die Trump-Kampagne hat Berichten zufolge, Cambridge Analytica mehr als 6 Millionen US-Dollar gezahlt. Etwa 200.000 US-Bürger leben in Israel und haben das Wahlrecht bei den Wahlen in den USA, berichtete iVoteIsrael.

Im Anschluss an die Berichte haben Facebook-Aktien einen Schlag erlitten und amerikanische und britische Gesetzgeber forderten Facebook-CEO Mark Zuckerberg auf, sich vor verschiedenen Regierungsausschüssen zu rechtfertigen.

Am Mittwoch sagte Zuckerberg in einer Erklärung, dass das Unternehmen neben der Untersuchung anderer Anwendungen, die vor 2014 erstellt wurden, bei der Verschärfung der Datenfreigabe auch Maßnahmen zur Begrenzung der Daten anderer Apps ergreifen und ein Tool einführen werde, um den Nutzern zu zeigen was zu tun ist, damit Apps keinen Zugriff auf ihre Daten haben.

Der CEO von Cambridge Analytica behauptete gegenüber einem Reporter, der sich als potenzieller Kunde auszugeben hatte, dass er israelische Unternehmen und ehemalige israelische Spione bei der Informationsbeschaffung eingesetzt habe. Der Bericht eines britischen Fernsehsenders konnte jedoch keine israelischen Unternehmen feststellen, die mit der gemeldeten Trump-Operation in Verbindung standen.

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Von am 23/03/2018. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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