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Wie viel Kritik vertragen Judentum und Islam?

Dialogische Ringvorlesung im Rahmen des Jüdisch-Islamischen Forums
Wie viel Kritik vertragen Judentum und Islam?

Wie viel interne und externe Religionskritik tolerieren Judentum und Islam heute? Diese Frage diskutieren die Rechtswissenschaftlerin Suzanne Last Stone von der Yeshiva University New York und der Sozialwissenschaftler Anshuman Mondal von der University of East Anglia, Norwich am Donnerstag, dem 12. April 2018 im Jüdischen Museum Berlin. Es ist die vierte Veranstaltung in der Ringvorlesungsreihe »Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte«.

Offener Meinungsaustausch ist das Fundament politischer und geistiger Freiheit und schließt die Kritik an religiösen Inhalten und Institutionen mit ein. Historisch betrachtet blicken Judentum und Islam auf eine Debattenkultur zurück, in der Meinungsvielfalt gefördert wurde. Im Zuge der zahlreichen Konflikte um Karikaturen des Propheten Mohammed wurden das Verhältnis von Religion und Satire sowie die Grenzen zwischen legitimer Kritik und Hassrede in westeuropäischen Ländern kontrovers diskutiert.

Suzanne Last Stone, Professorin für Rechtswissenschaft und Direktorin des Center for Jewish Law and Contemporary Civilization an der Benjamin N. Cardozo School of Law, Yeshiva University. Sie forscht u. a. zum Spannungsverhältnis von jüdischem und säkularem Recht.

Anshuman Mondal, Professor für Neuere Literatur mit Schwerpunkt Postkoloniale Studien an der University of East Anglia. Er arbeitet zu Islamdiskursen in Europa. Sein bekanntestes Buch ist »Islam and Controversity: The Politics of Free Speech after Rushdie«.

Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Nahed Samour vom Lichtenberg-Kolleg des Göttingen Institute for Advanced Study. Sie findet in englischer Sprache statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Ringvorlesungsreihe »Jüdische und islamische Perspektiven auf Menschenrechte«
Seit der Deklaration der Menschenrechte von 1948 gelten diese Prinzipien als ein universelles Wertesystem. Da sie jedoch im christlich-europäischen Kontext formuliert wurden, gibt es auch Kritik an diesem universalen Anspruch.

Experten beider Religionen setzen sich mit der Frage auseinander, ob und auf welche Weise konkrete Menschenrechte wie das Recht auf Leben, auf Meinungsfreiheit, auf Geschlechtergerechtigkeit und auf Religionsfreiheit innerhalb ihrer Religionen theologisch begründet und in der Praxis umgesetzt werden können. Zu jeder der insgesamt sechs Veranstaltungen sind zwei Wissenschaftler eingeladen, die die jeweiligen Positionen vorstellen und miteinander in einen Dialog treten.

TAGESTIPP AM 12. APRIL
Ort: Saal W. Michael Blumenthal Akademie
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Bitte nutzen Sie unseren Online-Shop www.jmberlin.de/ringvorlesung-kritik-judentum-islam oder Tel. 030-25993 488

Die Ringvorlesung findet in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung statt.

Quelle: Jüdisches Museum BerlinZum NEWSLETTER anmelden
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Von am 05/04/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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