Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Amazon Deutschland zieht Werbung für Rabbi-Kostüm zurück

Nach Beschwerden wurde ein Bild von einem Model, das Geld beim Tragen eines Rabbinkostüms hielt, von der Amazon Deutschland Shopping-Website entfernt.

Bei Amazon-Deutschland angebotenes Rabbi-Kostüm. Foto: Amazon

Die Werbung für das Kostüm – ein schwarzer Hut mit synthetischen Schläfenlocken das bis zu 20 Euro kostet – erschien bis letzte Woche auf der deutschsprachigen Version von Amazon, berichtete die Nachrichtenseite Ynet am Donnerstag. Der Händler, der die Kostüme verkauft, verkauft auch falsche Bärte und andere nachgemachte Bekleidung orthodoxer jüdischer Gläubige, so der Bericht.

Separat verkaufte ein Online-Händler in Thailand gelbe Sterne mit der Aufschrift „Jude“ als Modeaccessoire. „Sieht perfekt aus auf Jeans, Jacken, Kleidung, Westen, Hüte und Taschen“, schrieb der Händler unter dem Namen virginshop_9 auf eBay.com.

Die Nazis ließen Juden in den 1930er und 1940er Jahren gelbe Sterne tragen. Der Händler, der die gelben Sterne verkauft, hat seine Anzeige für dieses Produkt offline geschaltet.

Die Nachrichten über die Artikel, die auf der deutschen Ausgabe von Amazon und bei eBay zum Verkauf angeboten werden, stimmen mit mehreren Erklärungen führender Politiker in Europa über steigenden Antisemitismus überein.

Der französische Präsident Emanuel Macron und der belgische Premierminister Charles Michel erklärten am Donnerstag, dass Juden ein integraler Bestandteil ihrer jeweiligen Gesellschaft seien und dass sie als Politiker hart gegen Hassverbrechen gegen Juden vorgehen würden. Und in Berlin marschierten 2000 Menschen, viele davon Nichtjuden, am Mittwoch eine Kippa tragend demonstrativ durch die Stadt.

Diese Gesten und andere folgten dem Angriff in Berlin am 17. April auf einen israelischen Araber, der eine Kippa trug, um die Einstellung der Gesellschaft dazu zu testen. Er wurde am 17. April von einem Palästinenser auf offener Straße angegriffen, der auf Arabisch „Jude!“ Rief und ihn mit einem Gürtel auspeitschte.

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, empfahl den Juden in Deutschland, keine Kippas öffentlich im städtischen Umfeld zu tragen.

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie die Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr.


Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2018.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 27/04/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.