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Analyse: Der königliche Besuch in Israel und die sunnitische Front gegen den Iran

Prinz Williams Ankunft in Israel ist eine visuelle Manifestation von zunehmend konvergierenden strategischen Interessen zwischen London, Jerusalem und wichtigen sunnitisch-arabischen Staaten gegen den Expansionismus des Iran.

Siebzig Jahre nach der Wiedererrichtung Israels war Prinz William der erste britische König, der dem jüdischen Staat einen offiziellen Besuch abstattete. Der historische Besuch bricht einen langen inoffiziellen Boykott des britischen Außenministeriums gegen Jerusalem.

Während ihrer Regierungszeit hat die britische Königin mehr als 250 offizielle Besuche in 129 Ländern unternommen, darunter in vielen Staaten des Nahen Ostens. Bis vor kurzem war jedoch ein Land auf allen königlichen Routen deutlich abwesend: Israel.

Die Ankunft von Prinz William in Israel ist offiziell ein unpolitischer Besuch, er ist jedoch eine visuelle Manifestation der zunehmend konvergierenden strategischen Interessen zwischen London, Jerusalem und den wichtigsten sunnitisch-arabischen Staaten. Solange sich Saudi-Arabien und andere sunnitisch-arabische Staaten jeglichen Verhandlungen mit Israel widersetzten, lenkten die Arabisten des britischen Außenministeriums die Royals von Israel ab. Heute jedoch sind die wachsenden stillschweigenden Bindungen zwischen Israel und der sunnitischen arabischen Welt, eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Nahen Ostens.

Israel, Großbritannien und die sunnitische arabische Welt sehen den iranischen Dschihad-Export als eine Bedrohung, der man sich stellen und den man stoppen muss. Als führendes NATO-Mitglied unterstützt Großbritannien Washingtons und Jerusalems Ziel, die Präsenz des Iran in Syrien zu beenden. Die aufkommende Zusammenarbeit zwischen Israel und der sunnitisch-arabischen Welt gegen das iranische Regime, dient amerikanischen und britischen Interessen im Nahen Osten. Anders als in der Vergangenheit können die Westmächte ihre regionalen Interessen schützen, ohne eine beträchtliche Anzahl von NATO-Truppen in den Nahen Osten zu entsenden.

In seiner Rede bezieht sich Prinz Wilhelms Hinweis auf die Sicherheitskooperation auch auf Europa. Während die Beziehungen zwischen Brüssel und Jerusalem oft frostig waren, sind die europäisch-israelischen Sicherheits- und Informationsbeziehungen stark und wachsen. Der israelische Geheimdienst spielt eine immer wichtigere Rolle beim Schutz der europäischen Gesellschaften vor dem islamistischen Terrorismus.

Während seines Besuches pries Prinz William auch Israels große und vielfältige High-Tech-Industrie. Die britisch-israelische technologische Zusammenarbeit floriert und London ist offensichtlich daran interessiert, seine Handelsbeziehungen mit dem jüdischen Staat auszuweiten. In der Vergangenheit schickte das britische Außenministerium Mitglieder der königlichen Familie in Länder, mit denen Großbritannien seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen möchte.

Als führende europäische Macht hat Großbritannien auch die zweifelhafte Ehre, eine Heimatbasis für ein lautes anti-israelisches Boykott-Netzwerk zu sein. Die florierenden wirtschaftlichen und technologischen Beziehungen zwischen Großbritannien und Israel, sind eindeutig ein Schlag für die BDS-Boykott-Desinvestitions- und Sanktionsindustrie.

Aus israelischer Sicht war der Besuch von Prinz William weitgehend erfolgreich. Im Gegensatz zu Washington, erkennt Großbritannien Jerusalem immer noch nicht als Israels Hauptstadt an. Vor über einem Jahrhundert sagte der zionistische jüdische Führer Chaim Weizmann zu Arthur Balfour:

„… wir hatten Jerusalem schon, als London noch ein Sumpf war.“

Darauf antwortete der britische Staatsmann: „Gibt es viele Juden, die wie Sie denken?“

Heute haben die Vereinigten Staaten und eine wachsende Zahl von Ländern diese historische Wahrheit erkannt, indem sie ihre Botschaften in die alte Hauptstadt des jüdischen Staates Jerusalem verlegt haben oder dies beabsichtigen. Vielleicht wird sich eines Tages Großbritannien, das die pro-zionistische Balfour-Erklärung und das antizionistische Weißbuch herausgab, mit dieser Realität abfinden.

Von: Daniel Krygier,
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 29/06/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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