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Trump warnt vor einer möglichen „Eskalation“ zwischen den USA und dem Iran

Trump prognostizierte am Donnerstag eine unbestimmte „Eskalation“ zwischen den USA und dem Iran nach dem Rückzug der USA aus dem Nuklearabkommen 2015 und der anschließenden Rückkehr der Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik.

US-Präsident Donald Trumps Äußerungen über den Iran kamen, als seine Regierung die europäischen Nationen auf einem NATO-Gipfel drängte, alle Finanzmittel abzuschneiden die der Iran nutzen könnte, um die Instabilität im Nahen Osten und darüber hinaus zu schüren.

Trump behauptete, dass der Iran die USA jetzt mit mehr Respekt behandle und dass Teheran durch die wieder auferlegten Sanktionen Verhandlungen aufnehmen werde.

„Ich würde sagen, dass es eine Eskalation zwischen uns und den Iranern geben könnte“, sagte Trump auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

„Sie behandeln uns heute mit viel mehr Respekt als früher und ich weiß, dass sie viele Probleme haben und ihre Wirtschaft zusammenbricht. Aber an einem bestimmten Punkt werden sie mich anrufen und sie werden sagen: Lass uns einen Deal machen und wir werden einen Deal machen. Denn sie fühlen jetzt schon den Schmerz der Sanktionen“, sagte der US-Präsident.

Trotz der Opposition der europäischen Verbündeten zog sich der US-Präsident im Mai aus dem im Jahr 2015 geschloßenen Atomabkommen mit dem Iran zurück. Washingtons Wiedereinführung von Wirtschaftsstrafen, hat die Wirtschaft Irans bereits verschlechtert.

Nach dem Ende des NATO-Gipfels traf US-Außenminister Mike Pompeo mit europäischen Beamten zusammen, um die iranischen „Terrorismus- und Stellvertreterkriege“ zu diskutieren.

„Wir bitten unsere Verbündeten und Partner, sich an unserer wirtschaftlichen Druckkampagne gegen das iranische Regime zu beteiligen“, sagte Pompeo in einem Tweet vor den Gesprächen.

„Wir müssen alle Gelder, die das Regime zur Finanzierung von Terrorismus und Stellvertreterkriegen einsetzt, abschalten. Es ist nicht absehbar, wann der Iran als nächstes versuchen wird, Terrorismus, Gewalt und Instabilität in einem unserer Länder zu schüren.“

Der Tweet wurde von einer Karte begleitet, die den Iran beschuldigt, seit 1978 mindestens 11 Terroranschläge in Europa unterstützt zu haben.

In einem anderen Beitrag sagte Pompeo: „Der Iran schickt weiterhin Waffen in den Nahen Osten, unter eklatanter Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Das iranische Regime will überall Ärger machen. Es liegt in unserer Verantwortung, dies zu stoppen.“

USA: Hören Sie auf iranisches Öl zu kaufen, oder Sie sehen sich Sanktionen gegenüber

Andere US-Beamte haben auf der ganzen Welt ausländische Regierungen davor gewarnt, Öl aus dem Iran zu kaufen oder Sanktionen zu verhängen. Pompeo beschuldigte den Iran auch, seine Botschaften dazu benutzt zu haben, Terroranschläge in Europa zu planen.

„Gerade in der vergangenen Woche wurden in Europa Iraner festgenommen, die sich auf einen Terroranschlag in Paris vorbereiten. Wir haben dieses bösartige Verhalten in Europa gesehen“, sagte Pompeo am Dienstag in einem Interview mit Sky News Arabia in Abu Dhabi.

Er bezog sich auf die Verhaftung eines iranischen Diplomaten in Wien, der angeblich in den Plan verwickelt war, eine Demonstration der iranischen Oppositionsgruppe in Frankreich am 30. Juni zu bombardieren. Die Verhaftung des iranischen Gesandten in Deutschland erfolgte, nachdem ein Paar mit iranischen Wurzeln in Belgien gestoppt wurde und die Behörden berichteten, dass in ihrem Auto Sprengstoffe gefunden wurden.

Der Iran bestreitet die Beteiligung und behauptet, die Vorwürfe gegen seinen Diplomaten, würden die Beziehungen zur Europäischen Union schädigen.

Der Diplomat Assadollah Assadi, wurde am Mittwoch in Deutschland wegen Tätigkeit als ausländischer Agent und Verschwörung zum Mord angeklagt.

Er wird verdächtigt, in Belgien ein Ehepaar angestiftet zu haben, um ein jährliches Treffen einer im Exil lebenden iranischen Oppositionsgruppe in Villepinte bei Paris anzugreifen, sagte die deutsche Staatsanwaltschaft. Angeblich habe er dem Antwerpener Ehepaar bei einem Treffen Ende Juni in Luxemburg, ein Paket mit 500 Gramm des explosiven TATP übergegeben, heißt es in einer schriftlichen Erklärung.

Die belgischen Behörden beschuldigen Assadi, Teil des mutmaßlichen Komplotts zu sein, das Berichten zufolge bei einer großen jährlichen Kundgebung der Mujahedeen-e-Khalq-Gruppe (MEK) im benachbarten Frankreich, Explosivstoffe zünden sollte. Die Belgier wollen, dass er ausgeliefert wird.

Die MEK ist eine iranische Oppositionsgruppe im Exil in der Nähe von Paris, mit einigen Mitgliedern in Albanien. Die ehemals bewaffnete Gruppe wurde vor mehreren Jahren von der EU und den USA von den Terrorismuslisten gestrichen, nachdem sie der Gewalt abgeschworen und westliche Politiker dazu gebracht hatten, sich für sie einzusetzen.

Quelle: AP

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Von am 13/07/2018. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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