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Der EU-Gipfel an Yom Kippur wirft Fragen bei jüdischen Führern auf

Einige europäische jüdische Führer haben ihre Besorgnis über die Planung eines EU-Gipfeltreffens in Österreich am Yom Kippur zum Ausdruck gebracht.

Das Datum ist der 20. September, der Tag nach dem heiligsten Tag des Judentums, aber die österreichischen Gastgeber haben eingeräumt, dass einige der Veranstaltungen tatsächlich am Yom Kippur stattfinden werden.

Viele jüdische Führer haben den Schritt als Hinweis auf die mangelnde Aufmerksamkeit die ihren Anliegen zugemessen wurde zitiert und einige sehen das Datum des Treffens als vorsätzlichen Leichtsinn an, berichtet Politico Europe.

Das informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs findet in Salzburg statt.

„Es ist sehr schwierig ein Datum zu finden das für die 28 Mitgliedsstaaten funktioniert, der 20. September war möglich und ist der Tag nach Jom Kippur“, sagte das Büro des österreichischen Präsidenten in einer Erklärung.

Péter Niedermüller, ein jüdischer Abgeordneter des Europäischen Parlaments aus Ungarn, verknüpfte die Planung mit der zunehmenden Rhetorik bezüglich der christlichen Natur Europas.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass es politische Absichten gibt“, sagte er Politico. „Vielleicht ist dies ein erster Schritt um herauszufinden, was möglich ist oder was nicht möglich ist.“

Niedermüller stellte fest, dass der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache Mitglied der rechtsextremen Freiheitspartei ist, die eine lange Geschichte des Antisemitismus hat.

„Okay, wir werden nur signalisieren, dass dies ein christliches Europa ist“, sagte er. „Die wichtigsten Stimmen, die man in Europa von ganz rechts hören kann, sind christliche Einheit, christliches Europa und christliche Kultur und sie erwähnen niemals die jüdische Kultur oder das jüdische Europa. Es gibt viel versteckten und offenen Antisemitismus.“

William Echikson, ein Vertreter des europäischen Zweiges des Progressiven Judentums, sagte Politico, dass es eher ein Fall von kultureller Unsensibilität sei als ein absichtlicher Fehler.

„Es besteht kein Zweifel, dass dieses Treffen nie für den Abend des 24. Dezember geplant gewesen wäre und wenn wir es mit pluralistischen Gesellschaften ernst meinen, ist dies eine wesentliche Lehre, die eher früher als später gemacht werden muss“, wurde er zitiert.

„Der Punkt ist nicht so sehr ob es Juden und/oder Muslime gibt, die betroffen sind, sondern ob Institutionen oder Regierungen aufgeschlossen genug sind, um anzunehmen, dass es an solchen Tagen wichtige Ereignisse geben könnte.“

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Von am 16/08/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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