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Deutschland: Israels Freund in Worten aber nicht in Taten

Während Deutschlands Außenminister Heiko Maas vor kurzem Auschwitz als „den schrecklichsten Ort der Welt“ bezeichnete, unterstützt sein Land die Beziehungen zum iranischen Regime, das den jüdischen Staat von der Landkarte zu verdrängen droht.

Bei einem kürzlichen Besuch in Auschwitz bezeichnete Deutschlands Außenminister Heiko Maas das Todeslager der Nazis als „den schrecklichsten Ort der Welt“. Diese Aussage spiegelt eine lange deutsche Politik wider, die volle Verantwortung für den Holocaust an sechs Millionen Juden zu übernehmen.

Gleichzeitig setzt sich Deutschland weiterhin für wirtschaftliche und politische Beziehungen mit dem iranischen Regime ein, das den Holocaust leugnet und gleichzeitig mit der Androhung eines neuen Krieges gegen den Staat Israel droht. Deutschland hat sich als einer der lautesten Verteidiger des umstrittenen iranischen Atomabkommens herauskristallisiert.

Berlin hat Washington dafür kritisiert, sich aus dem Nuklearabkommen mit Teheran zurückgezogen zu haben. In einem Beitrag des deutschen Handelsblattes schlug der deutsche Außenminister vor, dass Europa den Iran-Deal am Leben erhält, indem ein unabhängiges Zahlungssystem als Gegengewicht zu Washington eingerichtet wird.

An der Oberfläche scheint Deutschland einer der engsten europäischen Verbündeten Israels zu sein. Im Gegensatz zu scharfen Kritikern Israels wie Frankreich, Belgien, Schweden und Irland, hat Berlin oft von übermäßiger und unausgewogener Kritik an Israel Abstand genommen.

Deutschland und Israel genießen ebenfalls eine enge militärische und nachrichtendienstliche Zusammenarbeit. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Oktober Israel besuchen will, hat eine Nähe gegenüber dem jüdischen Staat zum Ausdruck gebracht, die unter den politischen Führern Westeuropas selten zu hören ist. Merkel hat auch offiziell betont, dass Deutschland eine historische Verantwortung hat, Israels Sicherheit zu stärken.

Berlin bedroht die Sicherheit Israels

Doch hinter der rosigen Fassade bedroht die Nahostpolitik Berlins die Sicherheit Israels und stärkt die Feinde des jüdischen Staates. Wie bei Frankreich, ist Deutschlands starke Unterstützung des Iran-Abkommens in kommerziellen Interessen begründet.

Ja, die deutsche Regierung liebt Lippenbekenntnisse, indem sie die Völkermorddrohungen des Iran gegen Israel verurteilt. In der Praxis scheinen finanzielle Gewinne durch den Handel mit dem Iran für Deutschland jedoch viel wichtiger zu sein, als die Verhinderung der Entwicklung von Atomwaffen durch den Iran.

Diese zynische deutsche und europäische Politik begann nicht mit dem Iran. Deutsche, französische und andere europäische Firmen exportierten auch militärische Ausrüstung an den ehemaligen irakischen Despoten Saddam Hussein. Frankreich baute den irakischen Atomreaktor Osirak, während deutsche Firmen Saddam Hussein mit chemischen Waffen versorgten. Diese wurden später gegen kurdische Zivilisten eingesetzt.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von NGO Monitor zeigt, dass von der EU finanzierte NGOs versuchen, Israels Demokratie zu untergraben, indem sie Jerusalem dazu zwingen, eine europäische Politik zu verfolgen, die Israels lebenswichtige Interessen untergräbt. Neununddreißig in Israel registrierte NGOs erhielten 142,6 Millionen US-Dollar von ausländischen Gebern. Über 60 Prozent dieses Betrages kamen von ausländischen Regierungen.

Deutschland ist der größte ausländische Geldgeber der NGOs unterstützt, die Israel feindlich gegenüberstehen. Während Deutschland Boykotte gegen Israel offiziell ablehnt, unterstützt Berlin radikale NGOs, die sich für BDS einsetzen und den jüdischen Staat delegitimieren. Während sich die deutsche Regierung offiziell gegen Rassismus und für den arabisch-israelischen Frieden ausspricht, untergräbt sie in Wirklichkeit den Frieden, indem sie antisemitische Kräfte unterstützt, die die Zerstörung Israels anstreben.

Von: Daniel Krygier
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 24/08/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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