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Kerry traf sich mit dem Iran um das Atomabkommen zu retten

Der ehemalige US-Außenminister John Kerry, der sein neues Buch promotet sagte, er habe sich in den vergangenen Monaten rund drei- oder viermal mit dem früheren iranischen Minister Javad Zarif getroffen und ihn aufgefordert, sich der Trump-Regierung zu widersetzen.

Der ehemalige US-Außenminister John Kerry bestätigte am Mittwoch, dass er mit führenden iranischen Beamten außerhalb der Diplomatie zusammengearbeitet habe, um den iranischen Nuklearvertrag von 2015 zu retten und das Regime zur Aushandlung seines Raketenprogramms zu drängen.

Kerry, der sein neues Buch „Every Day Is Extra“ promotet sagte, er habe sich in den vergangenen Monaten drei- oder viermal mit dem ehemaligen iranischen Minister Javad Zarif getroffen und ihm geraten, sich der Trump-Regierung zu widersetzen, die sich im Mai aus dem Atomabkommen zurückgezogen und Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt hat.

„Was ich getan habe ist zu versuchen von [Zarif] zu erfahren, was der Iran zu tun bereit wäre, um die Dynamik des Nahen Ostens zum Besseren zu verändern“, sagte Kerry dem Radiomoderator Hugh Hewitt. „Wie löst man die Probleme mit Jemen? Was tut Ihr, um Frieden in Syrien zu erreichen? Das sind die Dinge die ihn wirklich beschäftigen, denn das sind die Hindernisse für die Fähigkeit des Iran, die Menschen davon zu überzeugen, damit sie bereit sind etwas anderes zu akzeptieren.“

„Ich bin Außenminister Zarif gegenüber sehr offen“, sagte Kerry. „Ich sagte zu ihm: Ihr müsst erkennen, dass die Welt nicht weiß was mit euren Raketen geschieht, was mit der Hisbollah passiert, was mit dem Jemen passiert. Ihr unterstützt dort einen andauernden Kampf.“

Außerdem hat Kerry die derzeitige US-Regierung wegen ihrer Iran-Strategie verprellt. „Es scheint, als ob die [US-]Regierung in der Hölle ist … eine Strategie des Regimewechsels im Iran zu verfolgen, welche die Wirtschaft [im Iran] runter bringt und versuchen könnte, das Land weiter zu isolieren“.

Kerry selbst wurde jedoch von Anhängern der Trump-Administration scharf kritisiert, die darauf hinweisen, dass die Beratung einer feindlichen ausländischen Macht unangemessen ist und möglicherweise eine Verletzung des Logan Act von 1799 darstellt, einem US-Gesetz, das private Diplomatie verbietet.

Der frühere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn, wurde zum ersten Mal von Demokraten wegen derselben Straftat in Bezug auf seine Gespräche mit Russland vor der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump unter Beschuss genommen und zum Rücktritt gezwungen.

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Von am 14/09/2018. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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