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Merkel: „Ich habe meinen Besuch nicht mit der Khan al-Ahmar-Frage verbunden“

Israels Entscheidung, wie man mit der Umsiedlung illegaler arabischer Siedler in Khan al-Ahmar verfahren soll, ist eine interne israelische Angelegenheit, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Andrea Merkel am Donnerstag – und Gerüchte, sie habe die Vertreibungen bis zur Ausreise vertagt, bezeichnete sie als „Fake News.“

„Wie Israel mit dem Khan al-Ahmar Problem fortfährt ist nicht mit meinem Besuch verbunden. Ich habe meinen Besuch damit nicht Verbunden“, sagte Merkel und fügte hinzu, dass sie während sie am Mittwoch nach Israel unterwegs war davon gehört habe, dass sie verlangt hätte, dass die Räumung nicht stattfindet, während sie in Israel weilt. „Ich sagte zu mir selbst, was für eine Lüge. Bald werde ich ankommen und ich werde allen zeigen, dass das Fake News waren.“

Merkel machte die Kommentare am Donnerstagmorgen, als sie die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa entgegennahm und nach der Zeremonie mit Studenten sprach. In ihren Kommentaren sagte sie auch, dass „wir alles tun müssen, um sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen bekommt. Es gibt eine Debatte darüber, ob das mit Iran unterzeichnete internationale Abkommen ausreicht, um das iranische Atomprogramm zu stoppen, oder ob dies nicht der Fall ist. Wir haben viele Diskussionen zu diesem Thema geführt und ich werde es auch mit Ministerpräsident Netanyahu besprechen. Wenn ich ihn später am Donnerstag treffe“, sagte sie.

Merkel werde wahrscheinlich auch die Khan al-Ahmar-Frage bei dem Treffen zur Sprache bringen, sagten israelische Offizielle. Sie wird sich bei ihrem ganztägigen Besuch nicht mit Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde treffen, obwohl die Palästinensische Autonomiebehörde ein Treffen mit Merkel gefordert hatte, um die Situation in von der PA kontrollierten Gebieten im Allgemeinen zu diskutieren und insbesondere über die bevorstehende Räumung und Zerstörung von Khan al-Ahmar zu diskutieren.

Letzte Woche gab das Oberste Gericht seine endgültige Genehmigung für den Abriss des Geländes außerhalb von Maale Adumim und östlich von Jerusalem. Die Regierung hatte den Beduinen bis zum 1. Oktober die Erlaubnis gegeben, den Ort freiwillig zu räumen oder die Zwangsräumungen zu dulden. PA-Funktionäre haben die europäischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert auf Israel einzuwirken, um auf den Abriss zu verzichten und angekündigt, dass sie ein Treffen mit Merkel in dieser Angelegenheit verlangen würden. Dieses Treffen wird nicht stattfinden.

Zu Merkels Bemerkungen, dass sie ihren Besuch nicht mit der Khan al-Ahmar-Frage verbunden habe, sagte Bildungsminister Naftali Bennett, dass er die Klarstellung würdige und dass sie sich als „ein wahrer Freund Israels“ erwiesen habe.

„Es scheint mir, dass deine positive Beziehung zu Israel tief in ihrer Seele verankert ist. Israels Beziehungen zu Deutschland sind von großer strategischer Bedeutung, und wir werden auch weiterhin darauf hinarbeiten, sie auf allen Ebenen zu stärken.“

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Von am 04/10/2018. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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