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Spekulationen um die Nachfolge von US-Botschafterin Haley entbrannt

Der überraschende Rücktritt von US-Botschafterin Nikki Haley wirft Fragen zu ihrem Nachfolger auf. Ein ehemaliger Trump-Nahost-Berater, der in den privaten Sektor wechselte, gilt als Spitzenreiter.

Einen adäquaten Ersatz für die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley zu finden, wird schwer sein. Ihre überraschende Ankündigung am Dienstag, dass sie von ihrem Posten zurücktritt, löste Spekulationen über einen möglichen Nachfolger aus.

Dina Habib Powel. Foto: US-Archiv

Mehrere Namen wurden veröffentlicht. Dina Habib Powell, eine Managerin von Goldman Sachs und ehemalige Beraterin von Trump, ist der Spitzenreiter. Powell ist auf der Liste, gestand Trump am späten Dienstagabend den Reportern an Bord der Air Force One. Vier weitere Kandidaten sind auch auf der Liste, deren Namen er nicht genannt hat.

Powell, die gebürtige Ägypterin, wanderte mit ihrer Familie nach Texas aus, als sie jung war. Sie war Trumps stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin in den USA und arbeitete an israelisch-palästinensischen Verhandlungen mit. Die Washington Post beschrieb sie als „treibende Kraft hinter der Nahost-Politik der Trump-Regierung“. Sie spricht fließend Arabisch.

Powell gab ihren Abschied aus der Politik im Dezember 2017 bekannt, kurz nachdem Trump seine Entscheidung erklärt hatte, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

Im Gegensatz zu anderen hatte Powell gute Beziehungen zur Regierung und wurde von dem damaligen nationalen Sicherheitsberater HR McMaster mit überschwänglichem Lob bedacht. Er nannte sie „eine der talentiertesten und effektivsten Führungspersonen, mit der ich je gearbeitet habe“. Sie schloss sich der Tochter des Präsidenten Ivanka Trump im Weißen Haus an und die New York Times beschrieb sie im Mai 2017 in Berichten, als „Frau Trumps Allround-Führer in der Verwaltung.“

Powell hatte zuvor schon unter der Leitung von George W. Bush mehrere Positionen besetzt.

Ein anderer Kandidat, dessen Name bekannt gemacht wurde, ist der US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell. Trump sagte, dass er Grenell „absolut“ in Betracht ziehen würde, aber dass er ihn auch gerne weiter als Botschafter behalten würde, weil er „einen so guten Job macht“. Grenell begann seine Arbeit als Botschafter erst im April, nachdem er im Senat sieben Monate zuvor bestätigt worden war.

Trump nannte am Dienstag als möglicher Ersatz für Haley, seine eigene Tochter Ivanka. In einem Tweet am frühen Mittwochmorgen wies sie diese Möglichkeit jedoch zurück.

Von David Isaac,
für Welt Israel Nachrichten

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Von am 10/10/2018. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Spekulationen um die Nachfolge von US-Botschafterin Haley entbrannt

  1. Jürgen Rupp

    10/10/2018 at 18:01

    Dina Habib Powell wäre höchstwahrscheinlich eine Fehlbesetzung bei den Vereinten Nationen. Darauf verweist heute Frank Gaffney in seiner Kolumne „Secure Freedom Minute“. Er schreibt:
    „Ms. Powell was deputy to National Security Advisor H.R. McMaster, the insubordinate subordinate who frequently subverted Mr. Trump and his agenda. She’s a Goldman Sachs globalist, a strong supporter of the Clintons and a close friend of their Muslim Brotherhood-tied staffer, Huma Abedin.
    President Trump and our nation need another forceful, reliable advocate for America First policies at the United Nations, not Dina Powell.“
    Wenn diese Kritik zutreffend ist, wäre Dina Habib Powell keine gute Verfechterin für die außenpolitische Agenda von Donald Trump, der sich ja die nationalen Interessen seines Landes als höchste Priorität auf die Fahnen geschrieben hat.

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