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Frankreich verleiht Nazi-Jäger seine höchste Auszeichnung

Die berühmten französischen Nazi-Jäger Serge Klarsfeld und seine deutsche Frau Beate, wurden vergangene Woche in einer Zeremonie unter der Leitung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt.

Die Klarsfelds in Jerusalem im Jahr 2007. Foto: Klarsfeld-Stiftung

Frankreichs höchste Auszeichnung, das Große Kreuz der Ehrenlegion, wurde dem 83-jährigen Serge verliehen, seine 79-jährige Ehefrau Beate hatte die Auszeichnung der Ehrenlegion bereits 2014 erhalten, als sie mit dem National Order of Merit ausgezeichnet wurde.

An der nicht öffentlichen Zeremonie nahm der Oberrabbiner von Frankreich, Rabbi Haim Korsia, teil.

Serge Klarsfeld, dessen Vater in Auschwitz ermordet wurde, floh mit dem Rest seiner Familie aus Rumänien nach Frankreich. Er lernte dort im Jahr 1960 Beate Künzel kennen, die Tochter eines ehemaligen deutschen Soldaten. Drei Jahre später heirateten sie und beschlossen, ihr Leben der Jagd auf flüchtende Nazis zu widmen.

Zu ihren Erfolgen zählte die Gefangennahme des „Metzgers von Lyon“, des ehemaligen Gestapo-Offiziers Klaus Barbie, der nach Südamerika geflüchtet war. Er wurde 1983 nach Frankreich ausgeliefert und starb hinter Gittern.

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Von am 14/10/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Frankreich verleiht Nazi-Jäger seine höchste Auszeichnung

  1. Jürgen Rupp

    14/10/2018 at 19:49

    Beate Klarsfeld ist nicht unumstritten. 2012 kandidierte sie für die Partei „Die Linke“, welche die Nachfolgeorganisation der SED ist, für das Amt des Bundespräsidenten.
    Das sie mit der linken Seite des Totalitarismus keine Probleme hatte, zeigte sich auch daran, dass sie bei ihrer Jagd nach Nationalsozialisten die DDR übersah.
    In einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur, dass am 10.03.2012 veröffentlicht wurde, meinte Klaus Schroeder dazu:
    „Der Politologe Klaus Schroeder hat der Präsidentschaftskandidatin der Linken, Beate Klarsfeld, einen „einseitigen Umgang“ mit der Nazivergangenheit deutscher Politiker vorgeworfen. Sie habe es „versäumt, in die DDR zu schauen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der FU Berlin.
    Auch in der SED seien ehemalige Vertreter der NS-Diktatur schnell wieder aufgestiegen und hätten Schlüsselpositionen besetzt. Die Partei habe sie sogar gezielt angeworben. Im Zentralkomitee der SED seien in den 80er-Jahren mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder als ehemalige SPD-Mitglieder gewesen.“
    Bundespräsidentin ist Frau Klarsfeld zum Glück nicht geworden.

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