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Soda Stream im Kampf gegen den Plastikmüll

Soda Stream Chef Daniel Birnbaum ist derzeit mit einer Gruppe von 150 leitenden Mitarbeitern des weltbekannten „Soda-Sprudler“ Unternehmens in der Karibik vor der Küste Roatáns unterwegs. Nicht um dort unbeschwerte Ferientage zu geniessen, sondern um ein Umweltprojekt zu betreuen.

«Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Verwendung von Einweg-Kunststoffen zu reduzieren und uns verpflichten, unsere Gewohnheiten zu ändern und auf Mehrweg und Recycling zu setzen. Die Sache liegt in unserer Hand.“ Es sei ihm durchaus bewusst, dass mit einer einzigen Aktion nicht alle Plastikabfälle beseitigt werden können.

Plastikmüll im Meer. Foto: E.Scheiner

Die durch Plastikmüll verursachten Schäden sind nicht mehr überschaubar. Meerestiere, vor allem Schildkröten und Delphine und Walfische verfangen sich in Netzen, aus denen sie sich nicht mehr befreien können und verenden kläglich. Kleinere Plastikteile werden irrtümlich als Nahrung identifiziert und verschluckt. Nachdem sie unverdaubar sind, bleiben wie im Magen der Fische und führen schliesslich zu einem qualvollen Tod. Die teilweise geschlossenen Plastikteppiche, die auf der Meeresoberfläche treiben, behindern die natürliche Belüftung des Wassers, so dass auf Dauer der Sauerstoffgehalt drastisch absinkt und Fische, sowie andere Meeresbewohner Atemprobleme ausbilden. Und nicht zuletzt gelangen die fein geschredderten Teilchen auch in die menschlichen Nahrungskette.

National Geographic hat eine umfassende Studie veröffentlicht https://news.nationalgeographic.com/2018/05/plastics-facts-infographics-ocean-pollution/, die eindrückliche und beängstigende Zahlen präsentiert.

Mehr als acht Millionen Tonnen Kunststoff landen pro Jahr im Meer. Etwa 40% des Mülls stammen von Einkaufsbeuteln, die, einmal gebraucht, in der Natur entsorgt werden. Auch wenn der Handel mittlerweile in einigen Ländern dazu übergegangen ist, die Beutel nicht mehr kostenlos anzubieten, so greift diese Massnahme noch nicht. Mit 10 Agorot pro Beutel sind sie offensichtlich immer noch reizvoll für Hausfrauen und -männer, ihre Einkäufe grosszügig darin zu verstauen. In Israel kann man nach wie vor Einkaufswägen hoch gefüllt mit meist rosa Säckchen auf den Parkplätzen der Supermärkte sehen. Bei der nächsten Gelegenheit werden sie an den Strand mitgenommen und dort dem Wind überlassen. Und das, obwohl es genügend Abfallbehälter gibt.

Abfallbeseitigung im Meer. Foto: E.Scheiner

Holy Turtle wurde von Soda Stream gemeinsam mit ABBCO, American Boom & Barrier Corporation entwickelt. In Anlehnung an jene Systeme, die bei der Bekämpfung von Ölteppichen zum Einsatz kommen, schleppen zwei Boote eine 300 m lange Vorrichtung, die den Plastikmüll einsammelt. Grosse Spundlöcher sollen dabei verhindern, dass die Tierwelt bei diesem Vorgang zu Schaden kommt.

Unterstützt wird der viertägige Einsatz von Umweltspezialisten, der NGO «Plastic Soup Foundation» , Schulkindern aus der Region und Vertretern der hounduranischen Regierung.

Der eingesammelte Plastikmüll wird für eine Ausstellung genutzt, die weltweit Konsumenten sensibilisieren soll und Möglichkeiten aufzeigt, wie der Verbrauch von Einweg Kunststoffen reduziert werden kann.

Von Esther Scheiner

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Von am 18/10/2018. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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