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Studie: Der deutsche Antisemitismus existiert immer noch in „gefährlichem Ausmaß“

Ein Drittel der Deutschen stimmt zumindest teilweise mit antisemitischen Äußerungen überein, findet eine neue deutsche Studie.

„Antisemitische Denkmuster gibt es immer noch in gefährlichem Ausmaß“, sagt Dr. Oliver Decker, Mitautor einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Universität Leipzig.

Dem Bericht zufolge war der Antisemitismus in Westdeutschland weiter rückläufig (2016: 5 Prozent, 2018: 4,2 Prozent). In Ostdeutschland ist er jedoch leicht gestiegen (2016: 4,1 Prozent, 2018: 5,2 Prozent).

„Trotzdem stimmen bis zu ein Drittel der Befragten zumindest teilweise mit antisemitischen Aussagen überein“, sagt Dr. Decker.

Jeder zehnte Befragte stimmt ausdrücklich der Aussage zu: „Es gibt etwas Besonderes an Juden und sie passen nicht zu uns“, während weitere 20 Prozent implizit zustimmen, so der Bericht.

Die Studie zeigt, dass die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland im Allgemeinen zunimmt. „Fast jeder zweite Befragte in Ostdeutschland stimmt bestimmten fremdenfeindlichen Aussagen zu, wie zum Beispiel, dass Ausländer den deutschen Sozialstaat ausbeuten oder die Bundesrepublik überfluten. Auch in Westdeutschland stimmt fast jeder Dritte diesen Ansichten zu“, berichtet die Studie.

Die Leipziger Autoritarismusstudie wurde von Dr. Decker und Professor Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Forschung an Rechtsextremismus und Demokratie der Universität Leipzig, in Zusammenarbeit mit den Stiftungen Heinrich Böll und Otto Brenner durchgeführt.

Seit 2002 untersuchen Forscher der Universität Leipzig Veränderungen in autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland.

 

Von am 08/11/2018. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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