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Diskussion „Polnische Perspektiven auf ’68: Märzunruhen“

»Polnische Perspektiven auf ’68: Märzunruhen«
Diskussion in der Reihe »’68 NOW: Kyïv – Frankfurt (Oder) – Berlin«

19. Mai 1969, Danziger Bahnhof in Warschau: Der 22-jährige Jerzy Neftalin verlässt Polen Richtung Schweden. Foto: Elżbieta Turlejska

Unter dem Titel »Polnische Perspektiven auf ’68: Märzunruhen« diskutieren die Journalistin Lidia Drozdzynski, der Historiker David Kovalski, der Direktor des POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden Dariusz Stola und der Theaterregisseur Michal Zadara am 22. November um 19 Uhr in der W. Michael Blumenthal Akademie die Ereignisse des Jahres 1968 aus polnischer Sicht. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »’68 NOW«.

Die sogenannten Märzunruhen in Polen vereinten verschiedene Aspekte des Jahres 1968. Ähnlich wie an vielen Orten in Europa, den USA und Japan wandten sich Studenten damals auch in Polen gegen staatliche Autoritäten, indem sie die Universität bestreikten. Sie demonstrierten gegen Zensurmaßnahmen und die Absetzung der Theaterinszenierung »Totenfeier« (Regie: Kazimierz Dejmek). Im Rahmen einer geopolitischen Kampagne gegen Israel nach dem Sechstagekrieg wurden die Studentenproteste für eine antisemitische Hetzjagd instrumentalisiert, in deren Folge 13.000 Juden das Land verlassen mussten.

Lidia Drozdzynski ist seit 1993 als Autorin und freie Journalistin in Fernsehen und Rundfunk tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind jüdische Geschichte und Kultur. Für ihren Film „Unsere Vertreibung 1968“ erhielt sie 2009 den World Media Award sowie den Deutschen Kamerapreis.

David Kovalski ist Verwaltungsleiter beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V., von 2010-2016 war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut. Er schrieb seine Dissertation über »Polens letzte Juden. Die Krise 1968 und die Wiederkehr jüdischer Zugehörigkeit im Nachkriegspolen«.

Dariusz Stola ist Professor am Institut für Politikwissenschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Gegenwärtig hat er die Position des Direktors des POLIN Museums für die Geschichte der polnischen Juden in Warschau inne.

Michal Zadara hat sich als Regisseur insbesondere durch seinen frischen Umgang mit der klassischen polnischen und europäischen Literatur sowie als Gestalter komplexer theatraler Systeme für ortsspezifische Inszenierungen einen Namen gemacht. 2007 wurde er mit dem wichtigsten polnischen Kulturpreis »Paszport Polityki« ausgezeichnet.

Die Veranstaltung wird moderiert von Katarzyna Wielga-Skolimowska (bpb). Sie findet im Rahmen der Reihe »’68 NOW: Kyïv – Frankfurt (Oder) – Berlin« und in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), dem Visual Culture Research Center (VCRC), Kyïv und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Berlin statt.

Die Reihe »’68 NOW: Kyïv – Frankfurt (Oder) – Berlin«
Während das Erbe des Mai 1968 in Westeuropa ein Symbol der Befreiung und der Rebellion gegen starre Machtstrukturen darstellt, dreht sich in Mittel- und Osteuropa die Erinnerung ganz klar um den Prager Frühling und die sowjetische Invasion in der Tschechoslowakei. Damit werden politische und kulturelle Trennlinien in Europa sichtbar, die aus transnationaler Perspektive produktiv diskutiert werden können. In der Veranstaltungsreihe wird der Versuch unternommen, die einzelnen Ereignisse des Jahres 1968 nicht bloß nebeneinander zu stellen, sondern ihre Verflechtungen mit Hilfe eines beziehungsgeschichtlichen Ansatzes in den Blick zu nehmen.

Datum: 22. November 2018
Ort: W. Michael Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium
Eintritt: frei
Zeit: 19 Uhr
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder https://www.jmberlin.de/diskussion-polnische-perspektiven

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 14/11/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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