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Amerikanische Juden verklagen Airbnb wegen Boykottierung von Judäa und Samaria

Eine Gruppe israelischer Amerikaner hat vor dem Bundesgericht der Vereinigten Staaten Klage gegen die Website Airbnb erhoben, in der das Unternehmen dazu aufruft das Vermieten von Immobilien in Judea und Samaria zu boykottieren.

Die 18 Kläger reichten die Klage beim District Court für den Distrikt Delaware ein. Sie haben geltend gemacht, das Unternehmen habe gegen den Fair Housing Amendments Act von 1988 verstoßen. Ein Bundesgesetz das Diskriminierungen beim Wohnungsverkauf und auf dem Mietmarkt verbietet.

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Die Klage wurde vom Shurat HaDin-Israel Law Center unterstützt und die Kläger werden durch den New Yorker Rechtsanwalt Robert Tolchin, den Direktor von Shurat HaDin, Nitsana Darshan-Leitner und den Anwalt in Delaware, David Eagle, vertreten.

„Durch die neue diskriminierende Politik hat sich Airbnb zum Aushängeschild für die rassistische BDS-Bewegung gemacht“, sagte Darshan-Leitner. „Die jüdisch-amerikanischen Eigentümer waren schockiert, dass ihre Häuser durch Airbnb auf einer schwarzen Liste stehen und beabsichtigen, diese neue verhasste Politik legal zu bekämpfen.“

„Antisemiten haben jahrhundertelang versucht zu bestimmen, wo Juden leben können, wohin sie reisen dürfen und welche Geschäfte sie betreiben dürfen“, fuhr sie fort. „Mit ihrer Politik hat Airbnb eine rote Linie überschritten, sie ist illegal und diskriminiert diese Familien nur aufgrund ihrer Religion.“

„Stellen Sie sich vor, Airbnb würde sich entschließen, keine muslimischen Häuser in Oakland zu vermieten, weil sie sich gegen das Wachstum der muslimischen Gemeinschaft dort aussprechen. Niemand würde das für eine Minute tolerieren“, sagte der New Yorker Rechtsanwalt Robert Tolchin. „Genau das ist die Politik von Airbnb für Juden in der Region Judäa und Samaria. Als Anbieter eines öffentlichen Dienstes darf Airbnb sich nicht weigern, Dienstleistungen für ausgewählte religiöse Gruppen zu erbringen und darüber bestimmen, wer dort leben darf.“

In einer Erklärung sagte Airbnb: „Die großen multinationalen Hotels mit Sitz in den USA, bieten in diesen Siedlungen keine Unterkünfte an. Nach unseren Richtlinien werden Buchungslisten in israelischen Siedlungen im Westjordanland nicht mehr aktiv sein.“

„Wir glauben nicht, dass diese Klage vor Gericht Erfolg haben wird, aber wir wissen, dass die Menschen unserer Entscheidung nicht zustimmen werden und ihre Perspektive schützen werden“, fügten sie hinzu. „Israel ist ein besonderer Ort mit besonderen Menschen. Wir haben die Ehre, mehr als 20.000 Gastgeber in Israel zu haben, die Besucher aus der ganzen Welt begrüßen und weiterhin alles tun, um Menschen beim Reisen zu unterstützen.“

Airbnb erwähnte, dass „unsere Ankündigung nur für die rund 200 Airbnb-Einträge in israelischen Siedlungen im Westjordanland gilt und nicht für andere Gebiete, einschließlich Ostjerusalem und die Golanhöhen.“

„ZOA hofft, dass diese und andere Klagen gegen Airbnb sowie die Telefonanrufe und E-Mails von ZOA und all unseren Freunden Airbnb dazu bringen werden, seine ungeheuerliche, gesetzeswidrige, antisemitische und diskriminierende Politik der Sperrung jüdischer Häuser in Judea und Samaria zu beenden, sagte der Präsident der Organisation, Mort Klein, zu JNS.

Letzte Woche hat eine Gruppe jüdischer Einwohner aus Judäa und Samaria eine Sammelklage gegen Airbnb eingereicht.

Quelle: JNS

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Von am 29/11/2018. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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