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5-jähriges Bestehen der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin

Jubiläumsfeier: 5-jähriges Bestehen der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin. Vielseitiges Programm am Sonntag, dem 2. Dezember in der W. Michael Blumenthal Akademie

  • Akademie als Forum für den Dialog von religiösen und ethnischen Minderheiten;
  • Programme zur Stärkung der demokratischen Kultur in Zeiten des Rechtsrucks;
  • Stärkung jüdisch-muslimischer Beziehungen vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts.

Eingang der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Am Sonntag, dem 2. Dezember öffnet die W. Michael Blumenthal Akademie ihre Türen für ein ganztägiges Programm zur Feier des fünfjährigen Bestehens der Akademieprogramme. »Ich freue mich, dass wir uns als ein Ort des Diskurses und der Vernetzung etabliert haben. Wir diskutieren kontroverse Themen offen, doch stets in gegenseitigem Respekt. Gerade in Zeiten des spürbaren gesellschaftlichen Rechtsrucks ist die Stärkung der Beziehung verschiedener Minderheiten untereinander von großer Bedeutung«, sagt Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Mit der Gründung der W. Michael Blumenthal Akademie vis à vis dem Hauptgebäude des Jüdischen Museums Berlin hat das Haus seine inhaltlichen Schwerpunkte erweitert.

Wie gelingt das Zusammenleben in der pluralen Gesellschaft?
Mit den Schwerpunkten »Migration und Diversität« und dem »Jüdisch-Islamischen Forum« werden auch Fragen zur Gestaltung der pluralen Gesellschaft sowie Perspektiven verschiedener Minderheiten debattiert. Ein breites Veranstaltungsprogramm beleuchtet das Verhältnis von Judentum und Islam in seiner reichen und wechselvollen Beziehungsgeschichte.

Perspektive auf Gemeinsamkeiten und Stärkung der Beziehungen
Neben öffentlichen Veranstaltungen wie die Reihe der Ringvorlesungen wird der jüdisch-muslimische Dialog auch in zahlreichen Workshops und Gesprächskreisen im geschützten Rahmen geführt. »Der Austausch auf Augenhöhe schafft Vertrauen und ermöglicht uns, auch sensible Themen wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit auf verschiedenen Ebenen zu bearbeiten«, sagt Yasemin Shooman, Leiterin der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin.

Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Angehörigen verschiedener Minderheiten
Darüber hinaus bieten die Akademieprogramme eine Plattform für nationale und internationale Fachdiskussionen zu aktuellen Ansätzen der Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsforschung, mit der die gesellschaftliche Teilhabe von Angehörigen verschiedener Minderheiten befördert werden kann. Hierzu zählen auch Fragen der Erinnerungskultur. »Wir tragen dazu bei, die Geschichte der Migration im kollektiven Bewusstsein zu verankern«, erklärt Shooman. »Dies ist auch ein aktuelles jüdisches Thema. Die jüdischen Gemeinden in Deutschland setzen sich heute zu 90 Prozent aus russischsprachigen Einwanderinnen und Einwanderern sowie ihren Nachkommen zusammen. Ihre Erfahrungen weisen in vielerlei Hinsicht Schnittmengen mit anderen migrantischen Communities auf«.

Jubiläumsprogramm am 2. Dezember
Das Jubiläumsprogramm am Sonntag bietet ab 11.00 Uhr Einblicke in das breite Themenspektrum der Akademieprogramme, darunter eine Filmvorführung zu den Black Panthers in Israel, gesellschaftspolitische Podiumsdiskussionen zu Religion und Feminismus, zu zeitgenössischen jüdischen Identitäten oder der Frage, ob wir angesichts des europaweiten Rechtsrucks in »präfaschistischen Zeiten« leben. Zu den Referentinnen und Referenten zählen der Regisseur Sami Shalom Chetrit, die Sozialwissenschaftlerinnen Anastassia Pletoukhina, Amani Abuzahra und Ruth Zeifert, Rabbiner Konstantin Pal, die Film- und Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg, Migrationsforscherin Naika Foroutan, Rechtsextremismusexperte Gideon Botsch sowie die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums München Mirjam Zadoff.
Um 15.30 Uhr präsentiert der Comedian Fatih Çevikkollu Gesellschaftssatire. Chanukka-Spezialitäten und arabisches Streetfood sorgen für kulinarische Vielfalt. Zum Abschluss des Fests um 20 Uhr spielt die »Berlin Oriental Group« ein Konzert.

Für Kinder gibt es eine Betreuung:Neben einer Mal- und Kuschelecke können sie in einem Workshop Schattentheater-Techniken ausprobieren oder Plätzchen in der Weihnukka-Bäckerei backen.

Vollständiges Programm: https://www.jmberlin.de/sites/default/files/5jahre_akademie_programm.pdf

Datum: 2. Dezember 2018
Ort: W. Michael Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium
Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich
Zeit: 11-21 Uhr

Weitere Informationen zu den Akademieprogrammen unter: https://www.jmberlin.de/akademie

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 30/11/2018. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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