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Meinung: Im Westen nimmt der Widerstand gegen die jüdische Nation zu

Als es um Israel und die Juden ging, hatte sich ein großer Teil des Westens seit November 1947 zurückgehalten, nachdem westliche Demokratien mit überwältigender Mehrheit für die Gründung des ersten jüdischen Staates seit 2000 Jahren gestimmt haben.

Der 29. November 1947 markiert den Tag, an dem die internationale Gemeinschaft für die Aufteilung des ehemaligen britischen Palästina-Mandats in einen arabischen und einen jüdischen Staat gestimmt hat. Nach 71 Jahren kämpfen Europa und der Westen jedoch mit der Annahme eines jüdischen Staates Israel.

Im Jahr 1947 wurde die Wiederherstellung einer jüdischen Heimat, weithin als eine gerechte Lösung für die ungerechte jüdische nationale Staatenlosigkeit angesehen. 2018 wird ein jüdischer Nationalstaat von vielen selbsternannten Menschenrechtsanwälten, zunehmend als „ungerechtes Problem“ betrachtet.

Eine kürzlich durchgeführte CNN-Umfrage zum Antisemitismus zeigt, dass nur 54% der Europäer angeben, dass Israel das Recht hat, als jüdischer Staat zu existieren. Seit Israel die arabische Aggression 1967 zurückgedrängt hat, haben selbsternannte Menschenrechtsverteidiger argumentiert, dass das Hauptproblem eine jüdische Präsenz in Judäa und Samaria ist. Die neue umfassende CNN-Umfrage zeigt, dass sich ein Großteil des vermeintlich liberalen Westens, noch immer nicht mit der Existenz eines jüdischen Nationalstaats abgefunden hat.

Ironischerweise führen außerhalb des Nahen Ostens angeblich liberale westeuropäische Demokratien die Delegitimierung gegen die Schwesterdemokratie Israel an. Diese Welle der antiisraelischen Radikalisierung, nimmt auch unter den jüngeren Generationen amerikanischer Linker zu. Als es um Israel und die Juden ging, hatte sich ein großer Teil des Westens seit November 1947 zurückgehalten, als westliche Demokratien mit überwältigender Mehrheit für die Gründung des ersten jüdischen Staates seit 2000 Jahren gestimmt haben.

Das Ende des Kalten Krieges, beendete allmählich auch die politische Isolation Israels. Der jüdische Staat hat heute feste Beziehungen zu wichtigen nicht-westlichen Mächten wie China, Japan, Indien, Russland und Brasilien. Immer mehr arabische und muslimische Staaten entwickeln Beziehungen zu Israel.

Seit dem Aufstieg Israels als technologische Macht stehen zahlreiche Länder weltweit im Einklang, um bestehende oder neue Beziehungen zu Jerusalem zu stärken. Israel spielt heute eine überproportional wichtige Rolle bei der Bewältigung entscheidender globaler Herausforderungen, denen sich die Menschheit gegenübersieht, wie etwa Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und Terrorismusbekämpfung.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Israel zu einem gleichberechtigten Mitglied der Völkerfamilie geworden ist. Israel ist das einzige Land der Welt, dessen Hauptstadt von der Mehrheit der Nationen der Welt nicht anerkannt wird. In den Vereinten Nationen und anderen internationalen Foren wird der jüdische Staat für öfter verurteilt, als der Rest der Menschheit zusammen. Doppelstandards werden systematisch gegen den jüdischen Staat und das jüdische Volk angewandt. Die jüdische Geschichte in Israel wird systematisch geleugnet oder verfälscht. Israel wird regelmäßig dafür verurteilt, sich gegen Feinde zu verteidigen, die seine Zerstörung suchen.

Linke „Menschenrechtsaktivisten“ im Westen sind mehr besorgt um das Wohlergehen der Hamas-Terroristen in Gaza als etwa um hunderttausende abgeschlachteter Zivilisten in Syrien, im Irak oder im Jemen. Liberale, die die Errichtung eines 22. arabischen Staates fordern, dämonisieren Israel zunehmend als „rassistisch“, wenn es sich als jüdischer Nationalstaat definiert.

Viele westliche Liberale bestehen darauf, dass die freie Welt die Lektion aus dem Holocaust gelernt hat. Die jüngste CNN-Umfrage zum Antisemitismus weist auf unterschiedliche Ergebnisse hin. Rund ein Drittel von mehr als 7000 befragten Personen in sieben europäischen Ländern glaubt, dass Israel den Holocaust zur Rechtfertigung seiner Handlungen verwendet. Nur einer von fünf Befragten war anderer Meinung. Die untersuchten Länder sind Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Schweden, Österreich, Ungarn und Polen. Ein Drittel der Europäer glaubt im Durchschnitt auch, dass die Anhänger Israels Vorwürfe des Antisemitismus verwenden, um die Kritik an Israel einzustellen. Ungefähr 20% der Europäer führen den Judenhass auf das Verhalten des jüdischen Volkes zurück. Mehr als ein Viertel der befragten Europäer glaubt, dass Juden einen zu großen Einfluss auf die globale Wirtschaft und Finanzen haben.

Diese Zahlen zeigen, dass antisemitische Stereotypen in Europa in absehbarer Zeit nicht verschwinden. Trotz der jährlich stattfindenden öffentlichen Holocaust-Gedenkveranstaltungen in ganz Europa gibt ein Drittel der befragten Europäer zu, dass sie wenig oder fast nichts über den Holocaust wissen.

Wie viele andere Länder in der Welt, profitieren die europäischen Staaten stark von der technologischen und sicherheitsbezogenen Zusammenarbeit mit Israel. Während Israel zunehmend für seine überragenden Beiträge zur Menschheit anerkannt wird, ist die Vorstellung, dass das jüdische Volk in seiner angestammten Heimat seinen eigenen Staat verdient, heute nicht weniger eine Herausforderung als vor 70 Jahren.

Von Daniel Kryger (MiDA)

Daniel Kryger ist Autor und politischer Analyst und Fellow am Haym Salomon Center.

Übersetzung: Dr. Dean Grunwald,
für Israel Nachrichten Ltd.

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Von am 02/12/2018. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

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