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Ein Familientreffen mit Anita Lasker Wallfisch im Jüdischen Museum Berlin

Drei Generationen der Familie Anita Lasker Wallfisch zu Gast im Jüdischen Museum Berlin
Ein Familientreffen in Musik und Worten

Anita Lasker-Wallfisch; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Hans Georg Gaul

Zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 ist die Holocaust-Überlebende Anita Lasker Wallfisch (93)) erstmals gemeinsam mit ihren Kindern und Enkelkindern auf einer Bühne zu erleben: Drei Generationen der Familie Lasker und Wallfisch lesen und musizieren am Sonntag, dem 27. Januar im Glashof des Jüdischen Museums Berlin. Während des Abends liest Anita Lasker Wallfisch, geboren in Breslau, aus Briefen des Familienarchivs aus den Jahren 1942 bis 1952. Sohn, Schwiegertochter und Enkel spielen im Trio Werke von Beethoven, Schubert, Haydn, Bloch und Ravel. Im Gespräch zwischen der Familie und Aubrey Pomerance, dem Leiter des Archivs erhalten die Besucher einen Einblick in das liebevolle Elternhaus in Breslau, in dem man Goethe las, sonntags französisch sprach und Kammermusikabende veranstaltete. Der Vater Dr. Alfons Lasker war Rechtsanwalt und wurde im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die Mutter Edith Lasker war eine talentierte Geigerin. Die drei Schwestern Marianne, Anita und Renate erhielten schon früh Musikunterricht.

Nationalsozialismus, Befreiung und Emigration
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten konnte die älteste Schwester Marianne als Begleiterin eines Kindertransports nach England entkommen. 1942 wurden die Eltern in das polnische Durchgangsghetto Izbica deportiert und ermordet. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch wurden Anita und ihre Schwester Renate verhaftet und 1943 getrennt voneinander nach Auschwitz gebracht. Nur durch Zufall fanden sie sich dort wieder. Als Cellistin im Frauenorchester gelang es Anita, ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu retten. Am 15. April 1945 erlebten sie im Konzentrationslager Bergen-Belsen die Befreiung durch die Engländer. Anita Lasker Wallfisch emigrierte nach England und war 1948 Mitbegründerin des Londoner English Chamber Orchestra.

Anita Lasker Wallfisch und das Jüdische Museum Berlin
Dem Jüdischen Museum Berlin ist sie seit vielen Jahren verbunden. Als Zeitzeugin teilt sie ihre Erinnerungen und Erfahrungen besonders mit jungen Menschen und wirkt aktiv gegen das Vergessen. Im November 2016 ehrte das Jüdische Museum Berlin die Schwestern Anita Lasker Wallfisch und Renate Lasker Harpprecht mit dem »Preis für Verständigung und Toleranz«.

Programm:
Intro: Anita Lasker Wallfisch, BBC-Aufnahme aus Bergen-Belsen (1945)
Lesung: Aus Briefen von Anita Lasker Wallfisch
Musik: Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Joseph Haydn, Ernest Bloch und Maurice Ravel
Gespräch: Anita Lasker Wallfisch, Maya Jacobs-Wallfisch und Simon Wallfisch im Gespräch mit Aubrey Pomerance Leiter des Archivs im Jüdischen Museum Berlin

Mitwirkende:
Anita Lasker Wallfisch – Lesung
Maya Jacobs-Wallfisch – Konzept, künstlerische Leitung und Lesung (Tochter von Anita Lasker Wallfisch)
Sohn, Raphael Wallfisch – Cello und Lesung (Sohn von Anita Lasker Wallfisch)
Schwiegertochter, Elizabeth Wallfisch – Violine (Schwiegertochter von Anita Lasker Wallfisch)
Simon Wallfisch – Cello, Gesang und Lesung (Enkel von Anita Lasker Wallfisch)
Michal Lasker Golan – Lesung (Nichte von Anita Lasker Wallfisch)
Begleitung: Edward Rushton – Klavier

Datum: 27. Januar 2019
Ort: Glashof, Altbau
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Zeit: 18 Uhr
Sprache: englisch
Besucheranmeldung: Tel. 030-25993 488 oder https://www.jmberlin.de/lesung-und-konzert-die-laskers-aus-breslau

Quelle: Jüdisches Museum Berlin

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Von am 24/01/2019. Abgelegt unter Veranstaltungen. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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