Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Argentiniens Oberrabbiner angegriffen und schwer verletzt

Argentiniens Oberrabbiner Gabriel Davidovich, wurde am Montag in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in der Hauptstadt von Buenos Aires angegriffen und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, berichtet das jüdische Gemeindezentrum AMIA.

Argentiniens Oberrabbiner Gabriel Davidovich. Foto: AMIA

AMIA gab am Montag eine Erklärung ab in der es heißt, Davidovich sei „brutal angegriffen und geschlagen“ worden. Unbekannte Personen brachen um zwei Uhr morgens durch das Dach in sein Hausein und sagten ihm, dass sie durch Medienberichte wüssten das er der AMIA-Rabbiner sei. Es wurde berichtet, dass Davidovich bei dem Angriff mehrere gebrochene Rippen und eine Verletzung der Lunge erlitten hat und im Krankenhaus bleiben muss.

Davidovich ist seit 2013 Argentiniens Chefrabbiner.

AMIA bezeichnete den Angriff als „alarmierend“ und forderte die Behörden auf, den Angriff auf Davidovich und seine Frau schnell zu untersuchen. Laut den Medienberichten wurde die Frau von Davidovich von den Angreifern gefesselt, die dann vor der Flucht Geld und Habseligkeiten aus dem Haus mitnahmen.

Die Polizei untersucht das Verbrechen als Raubüberfall, schreibt die Tageszeitung La Nacion.

In Argentinien leben ungefähr 200.000 Juden, die meisten von ihnen in Buenos Aires.

Israelische Beamte reagierten auf den Angriff: „Wir dürfen nicht zulassen, dass der Antisemitismus erneut den Kopf erhebt. Ich verurteile die jüngsten antisemitischen Vorfälle nachdrücklich und rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, dagegen zu handeln“, sagte Premierminister Benjamin Netanyahu.

„Heute sind die Führer der Welt in Europa, in Südamerika [und] überall in ihrer Verantwortung gefragt, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen“, sagte der Minister für Diaspora-Angelegenheiten Naftali Bennett. „Aber anders als in der Vergangenheit haben wir heute Israel und jeder Jude auf der ganzen Welt muss wissen, dass er hier ein Zuhause hat. Wir warten ab“, fügte er hinzu.

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Isaac Herzog, verurteilte den Angriff und sagte: „Wir müssen den Antisemitismus energisch bekämpfen, dessen Quelle und Motive der Hass gegen Juden ist.“ Er erklärte, die Jewish Agency werde den Kampf gegen den globalen Antisemitismus anführen.

„Der World Jewish Congress (WJC) ist schockiert und verärgert über den brutalen Angriff auf den Oberrabbiner der Asociación Mutual Israelita Argentina, Gabriel Davidovich, der von Räubern in seinem eigenen Haus brutal zusammengeschlagen wurde“, sagte WJC-Chef und Vizepräsident Robert Sänger.

Das American Jewish Committee gab nach dem Vorfall eine Erklärung ab: „Wir sind entsetzt über den Angriff auf den Oberrabbiner von Argentinien, Gabriel Davidovich, in seinem Haus in Buenos Aires. Wir beten für seine Genesung und rufen die argentinischen Behörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um die Täter dieses Angriffs rasch vor Gericht zu stellen.“

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2019.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Unterstützen Sie die ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Förderspende. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 26/02/2019. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.