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Bürgermeister von Aalst: Antisemitismus im Karneval erlaubt

Der Bürgermeister von Aalst verteidigte einen Karnevalswagen mit grotesken Karikaturen von Juden, Geldsäcken und Ratten vor Tausenden von Feiernden in der belgischen Stadt.

„In [unserer Stadt] sollte so etwas erlaubt sein“, erklärte der Bürgermeister von Aalst, Christoph D’Haese, einer belgischen Stadt die nach einem kürzlich durchgeführten Karnevalsumzug ins internationale Rampenlicht trat. Die Kommentare des Bürgermeisters bezogen sich speziell auf einen Wagen mit dem Namen „Shabbat Year“, der mit zwei riesigen Puppen mit massiven Nasen, traditionellen Chassidmützen und langen Seitenlocken, die auf Geldsäcken stehend und von mehreren Ratten umgeben waren, geschmückt war. Der Wagen zeigte auch Tänzer in Kostümen die die Puppen widerspiegelten, die laut „shalom“ riefen.

Nach der weitverbreiteten Verurteilung durch jüdische Gruppen wie B’nai B’rith International und des Simon Wiesenthal Center sowie anderer Organisationen und Regierungsbehörden, einschließlich der Europäischen Kommission, antwortete D’Haese: „Es liegt nicht an mir solche Darstellungen zu verbieten“ und Argumentierte, dass „die Karnevalsteilnehmer keine schlechten Absichten hatten“, berichtete Het Laatste Nieuws.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission sagte am Dienstag: „Es ist undenkbar, dass solche Bilder 70 Jahre nach dem Holocaust auf europäischen Straßen gezeigt werden“, berichtete JTA.

Der jährliche Karneval, bei dem der antisemitische Wagen in diesem Jahr gezeigt wurde, wurde 2010 von der UNO geehrt, indem er in die Liste der Repräsentanten des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) aufgenommen wurde. Die UNO hat bis heute weder Fragen zu dem diesjährigen Umzug Beantwortet, noch hat sie eine Stellungnahme zur Aalst-Parade abgegeben.

Die UNESCO hat eine Reihe von Resolutionen verabschiedet, welche die Verbindung des jüdischen Volkes zu Jerusalem bestreiten und versuchen, historische Beweise zu widerlegen, die die Verbindung des Judentum mit dem Land beweisen, in dem der moderne jüdische Staat existiert.

Antisemitismus weil „alles ist so teuer geworden ist“

JTA berichtete, dass ein Sprecher des Aalster Karnevals behauptete, der Umzugswagen sei ein Kommentar dazu, dass „alles so teuer geworden ist“. Womit er meint, dass die Juden für die Verteuerung und die Misswirtschaft in der Europäischen Union verantwortlich sind. Das ist Antisemitismus in seiner wiederlichten Form.

Zu den Teilnehmern eines früheren Karnevalszuges gehörte unter anderem ein Wagen, der einem Nazi-Waggon nachempfunden war, mit dem Juden in die Todeslager gebracht wurden. Dieser war von Mitgliedern des Vereins umgeben, die laut JTA sowohl als SS-Offiziere als auch als ultraorthodoxe Juden verkleidet waren. Andere Bilder auf dem Wagen enthielten Kanister mit der Aufschrift „Zyklon B“, dass Gas mit dem die Nazis während des Holocausts Juden ermordeten.

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Von am 06/03/2019. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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