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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (27. Februar – 05. März 2019)

Hauptpunkte des Dokuments

Sowohl am vergangenen Freitag als auch an den folgenden Tagen waren die Ereignisse der “Prozession der großen Rückkehr” von einem hohen Maß an Gewalt gekennzeichnet. Diese manifestierte sich dadurch, dass Palästinenser improvisierte Sprengladungen und Handgranaten warfen und Versuche unternahmen, den Grenzzaun zu überqueren. Die Anzahl der in Richtung des israelischen Territoriums steigen gelassenen Ballons, an denen improvisierte Sprengladungen gehangen wurden (die gefährlicher als Brandballons sind), hat ebenfalls erheblich zugenommen. Seit dem Freitagsmarsch haben Palästinenser fast täglich gewalttätige Aktivitäten entlang des Zauns durchgeführt. Zudem hat die nächtliche Belästigungseinheit ihre Aktivitäten intensiviert.

Die seit mehreren Wochen andauernde Gewalt während und zwischen den “Prozessionen” ist das Ergebnis der Strategie der Hamas, kontrollierte Gewalt anzuwenden, um Druck auf Israel auszuüben, um eine Vereinbarung über die Bedingungen der Hamas abzuschließen. Den verschiedenen Arten von Gewalt gingen explizite Warnungen der Hamas-Führung voraus, die weiterhin Israel bedroht. Dazu gehören die Vorbereitungen für den 30. März 2019, den ersten Jahrestag der “Prozessionen der großen Rückkehr”. Am 5. März 2019 erreichte jedoch eine Sicherheitsdelegation aus Ägypten den Gazastreifen, um die Situation zu beruhigen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Im Mittelpunkt der terroristischen Ereignisse in Judäa und Samaria der vergangenen Woche stand ein Fahrzeugangriff auf IDF-Soldaten in Kafr Ni’ma (westlich von Ramallah). Ein IDF-Offizier wurde dabei schwer und ein Grenzpolizist leicht verletzt. Zwei der drei Palästinenser im Fahrzeug wurden getötet. Eine erste Untersuchung ergab, dass die drei zuerst Molotow-Cocktails aus dem Fahrzeug, das sie später für den Angriff benutzten, auf die Straße zwischen Jerusalem und Modi’in geworfen hatten. Die Palästinensische Autonomiebehörde und die palästinensischen Medien erhoben die bekannte falsche Behauptung, es handele sich um einen “Verkehrsunfall”, und warfen Israel vor, die fahrenden Palästinenser ermordet zu haben.

Der Süden Israels

Die Ereignisse der “Prozession der großen Rückkehr” am 1. März 2019

Am 1. März 2019 fand die 49. “Prozession der großen Rückkehr” unter dem Motto “Tor der Barmherzigkeit” statt. Etwa 8.500 Palästinenser nahmen daran teil (etwas mehr als in der letzten Woche) und versammelten sich an fünf Orten entlang der Grenze zum Gazastreifen. Das Maß an Gewalt während der Ereignisse war hoch. Die Demonstranten warfen improvisierte Sprengkörper und Handgranaten auf die IDF-Truppen, verbrannten Autoreifen und ließen Ballons mit improvisierten Sprengladungen steigen. Einige Randalierer versuchten zudem, den Sicherheitszaun zu überqueren. Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen berichtete, dass 17 Palästinenser verletzt worden seien (Dunia al-Watan, 1. März 2019).

Führende Persönlichkeiten der Hamas und anderer terroristischer Organisationen, die an den Veranstaltungen teilnahmen, betonten ihre Entschlossenheit, die “Prozessionen” fortzusetzen:

Khalil al-Hayya, Mitglied des Politbüros der Hamas, sagte, die Ereignisse der “Prozession der großen Rückkehr” seien vor einigen Monaten reduziert worden, um den zuständigen Gremien die Möglichkeit zu geben, sich mit Israel zu verständigen. Da Israel jedoch nicht gemäß dem Verständnis gehandelt habe, haben die Palästinenser die populären Aktivitäten in ihr voriges Format zurückversetzt. Ihm zufolge werden die Palästinenser all ihre “populären Methoden” anwenden, wie etwa die Aktivitäten der nächtlichen Belästigungseinheit und das Steigenlassen von Luftballons, um Israel zu zwingen, die “Belagerung” aufzuheben (al-Aqsa TV, 1. März 2019).

Muhammad Abu Askar, führendes Mitglied der Hamas und Mitglied des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung”, sagte, dass Israel mit dem nähernden ersten Jahrestag der “Prozessionen der großen Rückkehr” “überrascht” sein werde (Filastin al-Yawm, 1. März 2019).

Ismail Haniyya, Chef des Politbüros der Hamas, traf mit der Führung des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” zusammen, um diese über die jüngsten politischen Entwicklungen nach seinem Besuch in Ägypten zu informieren (Dunia al-Watan, 3. März 2019). Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen sagte Khalil al-Hayya, stellvertretender Vorsitzender des Politbüros der Hamas, dass sie über den Besuch von Haniyya in Ägypten diskutiert hätten. Ihm zufolge betonte Haniyya während des Treffens, dass Ägypten sich weiterhin um die Verständigung bemühen werde und dass Israel sich ihnen gegenüber verpflichten werde (al-Aqsa TV, 3. März 2019). Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” forderte die palästinensische Öffentlichkeit auf, an der “Prozession der großen Rückkehr” vom 8. März 2019 teilzunehmen, die anlässlich des Internationalen Frauentages unter dem Motto “Die Palästinenserin” stattfinden soll (al-Aqsa TV, 1. März 2019).

Veranstaltungen der Protestflottille

Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” gab bekannt, dass die 25. Protestflottille am 5. März 2019 stattfinden wird. (In der vergangenen Woche wurde die Protestflottille wegen des schlechten Wetters abgesagt.) Die Flottille soll unter dem Motto “Der Gazastreifen wird all seine Belagerer willkommen heißen” stattfinden und vom Hafen in Gaza-Stadt lossegeln und die nordwestliche Grenze des Gazastreifens erreichen. Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” forderte die palästinensische Öffentlichkeit auf, massenweise an der Veranstaltung teilzunehmen (al-Aqsa TV, 4. März 2019). Am 5. März gab das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” jedoch bekannt, dass die Protestflottille aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt wird. Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” gab bekannt, dass die 25. Protestflottille am 5. März 2019 stattfinden wird. (In der vergangenen Woche wurde die Protestflottille wegen des schlechten Wetters abgesagt.) Die Flottille soll unter dem Motto “Der Gazastreifen wird all seine Belagerer willkommen heißen” stattfinden und vom Hafen in Gaza-Stadt lossegeln und die nordwestliche Grenze des Gazastreifens erreichen. Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” forderte die palästinensische Öffentlichkeit auf, massenweise an der Veranstaltung teilzunehmen (al-Aqsa TV, 4. März 2019). Am 5. März gab das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” jedoch bekannt, dass die Protestflottille aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt wird.

Die Herstellung und das Steigenlassen von brennenden Luftballons

Während der Woche stieg die Anzahl der aus dem Gazastreifen steigen gelassenen Ballons in Richtung Israel und deren Gefahrengrad erheblich an. In der Vergangenheit ließen die Palästinenser brennende Ballons steigen, aber im Moment sind die meisten der Ballons mit Sprengstoff versehen, der in Israel explodieren könnte. In einigen Fällen wurde ein Sachschaden gemeldet. Die IDF reagierte sofort auf das Steigenlassen von Ballons, indem sie Ziele der Hamas aus der Luft angriff.

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:

Am 4. März 2019 explodierte ein Sprengstoffballon zwischen zwei Häusern einer israelischen Gemeinde im westlichen Negev. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet (Sprecher des Regionalrats Eschkol im westlichen Negev, 4. März 2019). Als Reaktion griffen Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe zwei Positionen der Hamas im südlichen Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 4. März 2019). Die palästinensischen Medien berichteten, dass ein Beobachtungsposten des “Widerstands” im Osten von Rafah angegriffen worden sei (Twitter-Account von Dunia al-Watan, 4. März 2019). Es wurde zudem berichtet, dass eine Position der “Zurückhaltekraft” der Hamas im Osten von Khan Junis angegriffen wurde (Shehab, 4. März 2019).

Am 2. März 2019 wurde eine Gruppe von Ballons mit einem angebundenen Sprengstoff in Richtung israelisches Territorium steigen gelassen. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet. Als Reaktion griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe einen Posten der Hamas in al-Buredsch im südlichen Gazastreifen an und führte später einen weiteren Angriff im südlichen Gazastreifen durch (IDF-Sprecher, 2. März 2019). Palästinensische Medien berichteten, dass eine Position der “Zurückhaltekraft” der Hamas östlich von Rafah und ein Beobachtungsposten der Bewegung östlich von Deir al-Balah angegriffen worden seien. Es wurden keine Opfer gemeldet (Shehab, 2. März 2019).

Am 27. Februar 2019 wurde eine Gruppe von Ballons mit einem angebunden Sprengkörper in Richtung des israelischen Territoriums steigen gelassen. Diese traf ein Haus in einer israelischen Gemeinschaft in der Nähe des Gazastreifens. Es wurden keine Opfer aber dennoch Sachschäden gemeldet (Einheit der israelischen Polizeikräfte im westlichen Negev, 27. Februar 2019). Als Reaktion griff die israelische Luftwaffe in der Nacht eine Reihe von Zielen in einem Militärgelände der Hamas im zentralen Gazastreifen an. Die palästinensischen Medien berichteten, dass ein Posten im Westen von Khan Junis angegriffen worden sei (Paldf, 27. Februar 2019). Es wurden keine Opfer gemeldet. Eine Ansammlung von Ballons mit einem angebrachten Sprengkörper steigt in Richtung des israelischem Territoriums auf (Twitter-Account von Palinfo, 4. März 2018).

Gewalttätigkeit in den Tagen zwischen den Freitagsprozessionen

Neben dem Steigenlassen von Ballons, an denen improvisierte Sprengladungen angebracht wurden, veranstalteten die Palästinenser fast jeden Tag Unruhen und andere gewalttätige Ereignisse, insbesondere durch die nächtliche Belästigungseinheit nahe dem Grenzzaun. Die IDF reagierte auf einige der Gewalttaten, indem sie auf die Palästinenser schoss, die die Aktivitäten ausführten, und Ziele der Hamas aus der Luft angriff. Dr. Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen, berichtete, dass vier Palästinenser während der Aktivitäten der nächtlichen Belästigung durch die IDF verletzt worden seien (Twitter-Account von Dr. Aschraf al-Kidra, 27. Februar und 4. März 2019). Am 4. März 2019 berichtete die “Einheit der al-Zawahiri Söhne”, dass “ihre geplante Aktivitäten” wegen der Sicherheitslage abgebrochen worden seien (Facebook-Seite der “Einheit der al-Zawahiri Söhne”, 4. März 2019).

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:

Am 3. März 2019 wurden improvisierte Sprengladungen auf den Sicherheitszaun im nördlichen Gazastreifen geworfen. Die palästinensischen Medien berichteten, dass sie von der nächtlichen Belästigungseinheit in Bet Hanun geworfen worden seien (Twitter-Account von Schabakat Quds, 3. März 2019). Als Reaktion griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe einen Posten der Hamas an (IDF-Sprecher, 3. März 2019). Die palästinensischen Medien berichteten von einem Angriff auf einen Posten, der den “Verteidigern der Vorwärtslinie” in der Region al-Na’ima östlich von Bet Hanun angehörte (Shehab, 3. März 2019). Dr. Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen, sagte, dass drei Palästinenser durch IDF-Schüsse im nördlichen Gazastreifen verletzt worden seien (Twitter-Account von Dr. Aschraf al-Kidra, 3. März 2019).

Am 2. März 2019 versammelten sich Palästinenser in der Nähe des Grenzzauns in der Region Rafah (Twitter-Account von Shehab, 2. März 2019).

Am 28. Februar 2019 wurde in der Region des Flüchtlingslagers al-Buredsch über Aktivitäten der nächtlichen Belästigungseinheit berichtet (Twitter-Account von Palinfo, 1. März 2019).

Am 26. Februar 2019 wurde die nächtliche Belästigungseinheit östlich von Gaza-Stadt eingesetzt. Palästinensische Medien berichteten, dass ein Palästinenser durch IDF-Schüsse verletzt worden sei (Twitter-Account von Dunia al-Watan, 26. Februar 2019).

Vorbereitungen für die “Prozession” vom 30. März 2019

In der Zwischenzeit werden Vorbereitungen für die “Prozession der großen Rückkehr” am 30. März 2019 (die sogenannte “Prozession der Millionen”) getroffen, die den ersten Jahrestag der “Prozessionen” und den “Tag der Erde” markieren soll. Khaled al-Batasch, hochrangiges Mitglied der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) und Koordinator der “Prozession der Großen Rückkehr”, sagte, er habe große Anstrengungen unternommen, um Veranstaltungen für die Westbank und die im Ausland lebenden Palästinenser vorzubereiten. Ihm zufolge benutzte das palästinensische Volk die “Prozessionen”, um zu zeigen, dass es neben Gewehren, Raketen, Tunneln und “bewaffneten Widerstandsaktivitäten” auch den “bewaffneten Widerstand” gibt (Dunia al-Watan, 3. März 2019).

Hazem Kassem, ein Sprecher im Namen der Hamas, sagte, dass das palästinensische Volk vor dem ersten Jahrestag der “Prozessionen” vorhatte, anlässlich des “Tag der Erde” mit der “Prozession der Millionen” an Land zu brechen, um die Hauptziele der “Prozessionen der großen Rückkehr” zu erfüllen. Ihm zufolge zeigte der Willen der Palästinenser ihre unaufhaltsame Entscheidung, die “Belagerung” im Gazastreifen aufzuheben (Website der Hamas, 1. März 2019).

Judäa und Samaria

Ein terroristischer Fahrzeugangriff

Am 4. März 2019 wurde in Kafr Ni’ma (westlich von Ramallah) ein Fahrzeugangriff auf IDF-Soldaten verübt. IDF-Soldaten und Grenzpolizisten verließen das Dorf nach einer Reihe von Verhaftungen und hielten am Straßenrand wegen eines mechanischen Problems mit einem der Fahrzeuge an. Sie stiegen aus dem Fahrzeug aus und stellten sich an die Seite, um auf die Reparatur zu warten. Ein Wagen mit drei Palästinensern raste aus dem Dorf und rammte die Soldaten, die neben dem Auto standen. Eine IDF-Einheit erschoss zwei der Angreifer und verletzte den dritten. Ein IDF-Offizier wurde schwer und ein Grenzpolizist leicht verletzt (IDF-Sprecher, 4. März 2019). Nach dem Angriff kam es an der Einfahrt zum Dorf zu Ausschreitungen, als Palästinenser, die sich versammelt hatten, die IDF-Truppen angriffen. Auch in al-Bireh gab es nach dem Terroranschlag auf die IDF-Soldaten Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften (Quds, 4. März 2019).

Eine erste Untersuchung ergab, dass die drei zuerst Molotow-Cocktails aus dem Fahrzeug, das sie später für den Angriff benutzten, auf die Schnellstraße 443 zwischen Jerusalem und Modi’in geworfen hatten. Weitere Molotow-Cocktails wurden in ihrem Fahrzeug gefunden (IDF-Sprecher, 4. März 2019).

Das palästinensische Gesundheitsministerium berichtete, dass es sich bei den getöteten Palästinensern um Amir Mahmud Daradsch (20) aus Kharbatha al-Misbah (westlich von Ramallah) und Jusuf Ra’ed Ankawi (20) aus Bet Sira (westlich von Ramallah) handelt. Zudem wurde ein Palästinenser aus dem Dorf Safa (westlich von Ramallah) verletzt (Facebook-Seite von QUDSN, 4. März 2019). Ihre organisatorische Zugehörigkeit ist unbekannt. Einige Stunden nach dem Angriff veröffentlichte die Hamas jedoch eine Traueranzeige für “ihre beiden Märtyrer-Söhne” (Twitter-Account von Palinfo, 4. März 2019).

Palästinensische Reaktionen auf den Angriff

Die palästinensischen Medien stellten den Angriff als “Hinrichtung” zweier Palästinenser dar, die in einen “Autounfall” verwickelt waren und aus Versehen das Militärfahrzeug getroffen hatten. Der Vorsitzender des Rates von Kafr Ni’ma und die Anwohner behaupteten, es handele sich um einen Autounfall und nicht um einen Fahrzeugangriff. Sie behaupteten zudem, die Palästinenser seien auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Dabei sei das Fahrzeug ausgerutscht und habe die Soldaten getroffen, da die Straße rutschig war (Ma’an Nachrichtenagentur, 4. März 2019). Palästinensische Demonstranten in Kafr Ni’ma organisierten eine Protestaktion, bei der sie anti-israelische Parolen skandierten und die militärischen Flügel der Hamas und der PIJ riefen dazu auf, den Mord an den Märtyrern zu rächen (Facebook-Seite von QUDSN, 4. März 2019). Die Behauptung, dass das Ereignis ein “Verkehrsunfall” war und Israel für den Mord an palästinensischen Terroristen verantwortlich gemacht wird, wird von den Palästinensern nach Fahrzeugattacken häufig wiederholt.

Das palästinensische Außenministerium verurteilte die Tötung der beiden Palästinenser und forderte die Eröffnung einer förmlichen Untersuchung gegen Israel (Wafa Nachrichtenagentur, 4. März 2019). Die Fatah-Bewegung verurteilte die Tötung der beiden Palästinenser und behauptete, die israelische Regierung sei dafür verantwortlich (Wafa Nachrichtenagentur, 4. März 2019). Mahmud al-Batasch, Berater von Mahmud Abbas in religiösen Angelegenheiten und islamischen Beziehungen, nannte die Tötung eine “kriminelle Hinrichtung” (Wafa Nachrichtenagentur, 4. März 2019).

Die Hamas lobte den Fahrzeugangriff und prangerte die Tötung der beiden Palästinenser an, die ihn ausgeführt hatten (Website der Hamas, 4. März 2019). Ismail Haniyya, Chef des Politbüros der Hamas, hielt eine Pressekonferenz ab, bei der er die Palästinenser pries, die den Anschlag verübt hatten (al-Aqsa TV, 4. März 2019). Hazem Kassem, ein Sprecher im Namen der Hamas, lobte die Palästinenser, die den Angriff verübt hatten und sagte, die Palästinenser würden ihren Kampf fortsetzen, bis sie ihre Rechte und die Befreiung Palästinas erreicht hätten (Twitter-Account Hazem Kassem, 4. März 2019).

Weitere Veranstaltungen vor Ort

In Judäa und Samaria warfen die Palästinenser weiterhin mit Steinen und Molotow-Cocktails auf israelische Sicherheitskräfte und zivile Ziele. Die israelischen Sicherheitskräfte führten Anti-Terror-Maßnahmen durch und nahmen Palästinenser fest, die der Terroraktivität verdächtigt werden. Zudem wurden Waffen und Geld, das zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten verwendet wurde, beschlagnahmt.

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:

Am 5. März 2019 wurden bei Durchsuchungen der israelischen Sicherheitskräfte im Dorf Asira al-Schimaliya (nördlich von Nablus) und in Hebron Zehntausende Schekel zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten beschlagnahmt (IDF-Sprecher, 5. März 2019).

Am 4. März 2019 nahmen IDF-Soldaten vier Palästinenser fest, die sich ihnen auf verdächtiger Weise aus der Richtung von Nablus näherten. Es wurde festgestellt, dass sie vier Rohrbomben bei sich trugen. Sie wurden zur Vernehmung geführt (IDF-Sprecher, 4. März 2019).

Am 3. März 2019 warf ein Palästinenser ein Messer in Richtung einer IDF-Truppe im Dorf Tekoa (in der Nähe von Bethlehem). Das Messer fiel auf den Boden. Es wurden keine Opfer gemeldet. Der Palästinenser wurde festgenommen (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 3. März 2019).

Am 28. Februar 2019 wurden bei einer Aktivität der israelischen Sicherheitskräfte im Dorf Asira al-Schimaliya zwei improvisierte Maschinengewehre vom Typ Carlo beschlagnahmt (IDF-Sprecher, 28. Februar 2019).

Am 28. Februar 2019 wurde während einer Durchsuchung der israelischen Sicherheitskräfte im Dorf Idhna (westlich von Hebron) das Fahrzeug eines Palästinensers beschlagnahmt. Dieser wurde verdächtigt, im Besitz von Zehntausenden Schekel für die Finanzierung terroristischer Aktivitäten zu sein (IDF-Sprecher, 28. Februar 2019).

Am 28. Februar 2019 wurden Steine auf ein Fahrzeug geworfen, das zwischen den Tunneln der Straße zwischen Jerusalem und Gusch Etzion fuhr. Es wurden keine Opfer gemeldet. Das Fahrzeug wurde beschädigt (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 28. Februar 2019).

Am 27. Februar 2019 nahmen israelische Sicherheitskräfte in der Region Ramallah Zakaria Zubeidi, der in der Vergangenheit ein Fatah Militärbefehlshaber in Dschenin war, und Tarek Barghut, ein Anwalt aus Ost-Jerusalem, der einen “blauen” israelischen Personalausweis besitzt, wegen ihrer Beteiligung an terroristischen Aktivitäten fest und führten sie zur Vernehmung (Schin Bet, 27. Februar 2019).

Die Eröffnung des Grenzübergangs Kalandia nach seiner Modernisierung

Der IDF-Sprecher gab die Eröffnung des umgebauten und modernisierten Grenzübergangs Kalandia (in Nord-Jerusalem) bekannt. Der Grenzübergang, der von den israelischen Sicherheitskräften bemannt wird, wurde in den letzten anderthalb Jahren vollständig renoviert und aktualisiert. Dadurch ist er effizienter und der Inspektionsprozess wurde erheblich verkürzt. Der Grenzübergang wurde im Allgemeinen vergrößert und es bestehen jetzt 27 biometrische Identifikationsposten und noch andere technologische Entwicklungen. Es wurden auch ein Busbahnhof, ein neues Terminal und weitere Eingänge für Fußgänger eingerichtet (IDF-Sprecher, 28. Februar 2019).

Vollständiges Dokument im PDF-Format…

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 10/03/2019. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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