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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (13.– 19. März 2019)

Hauptpunkte des Dokuments

Die Ereignisse der vergangenen Woche konzentrierten sich auf den kombinierten Angriff (Messer- und Schussangriff) an zwei Orten in der Nähe der Stadt Ariel in Samaria. Ein IDF-Soldat und ein israelischer Zivilist wurden dabei getötet. Ein weiterer Soldat wurde schwer verletzt. (Hinweis: Der Terrorist wurde in der Nacht vom 19. März 2019 in der Nähe von Ramallah aufgespürt und bei dem Versuch, ihn festzunehmen, während eines Feuergefechts getötet.) Die Palästinensische Autonomiebehörde reagierte zwar nicht offiziell auf den Angriff, zwei hochrangige Vertreter der PA verurteilten ihn jedoch ausnahmsweise. Die Hamas und die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) beeilten sich, den Terroranschlag zu loben. Im Gazastreifen wurden Süßigkeiten und Gebäck anlässlich der Feierlichkeiten an Passanten verteilt.

Am 15. März 2019 wurden zwei M-75 Artillerieraketen des Typs Fadschr (aus iranischer Produktion) aus dem Gazastreifen in Richtung der Region Tel Aviv in Zentralisrael abgefeuert. Eine Rakete explodierte in der Luft und die andere fiel ins Meer. Die Hamas und die PIJ bestritten jegliche Beteiligung an dem Vorfall, der während des Besuchs der ägyptischen Verhandlungsdelegation geschah. Die ägyptische Delegation beeilte sich folglich, den Gazastreifen zu verlassen. Laut dem IDF-Sprecher wurden die Raketen wohl nicht absichtlich, sondern aus Versehen von Aktivisten der Hamas abgefeuert. Nach dem Raketenbeschuss griff die israelische Luftwaffe etwa einhundert terroristische Standorte im Gazastreifen an, darunter die Büros der Westbank-Zentrale der Hamas in Gaza-Stadt und einen unterirdischen Standort zur Herstellung von Raketen. Ausnahmsweise sagte die Hamas die “Prozession der großen Rückkehr” am Freitag, dem 15. März 2019, ab.

In den letzten Tagen hat die Hamas jedoch nach mehr als einer Woche relativer Ruhe die Gewalt im Gazastreifen wieder erhöht. Das höhere Maß an Gewalt manifestierte sich durch das Eindringen in das israelische Territorium, die Erneuerung der Aktivitäten der nächtlichen Belästigungseinheit und das erneute Steigenlassen von Luftballons, an denen Sprengkörper angebracht sind. In der Zwischenzeit laufen die Vorbereitungen für den am 30. März 2019 stattfindenden Massenmarsch (der sogenannte “Marsch der Millionen”), der mit einem hohen Maß an Gewalt einhergehen könnte. “Palästinensische Quellen” drohten, dass die Terrororganisationen die Demonstranten mit “den Gewehren des Widerstands” verteidigen werden, sollten Palästinenser während der Prozession getötet oder verletzt werden. Der mögliche Anstieg der Gewalt und die palästinensischen Drohungen bergen das Potenzial, (kurz vor den Wahlen in Israel am 9. April 2019) zu einer Eskalation der Lage vor Ort zu führen.

Judäa und Samaria

Ein Messer- und ein bewaffneter Angriff in der Nähe von Ariel
Am 17. März 2019 wurde an zwei Orten in der Nähe der Stadt Ariel in Samaria ein kombinierter Terroranschlag verübt. Ein Palästinenser, der vom Dorf Salfit gekommen war, erreichte eine Bushaltestelle in Ariel, an der zwei IDF-Soldaten zur Sicherung stationiert waren. Der Terrorist erstach einen von ihnen, ergriff dessen Waffe und schritt weiter in nördliche Richtung. Dabei schoss er auf drei zivile Fahrzeuge, die auf der Straße unterwegs waren. Die Schüsse, die auf das erste Fahrzeug gerichtet waren, trafen einen Zivilisten, der am folgenden Tag seinen Wunden erlag.

Der Terrorist stahl eines der Fahrzeuge und fuhr in Richtung der nahe gelegenen Kreuzung Gitai Avissar und feuerte die Waffe während der Fahrt weiter wahllos ab. An einer weiteren Kreuzung schoss er auf einen IDF-Soldaten und fuhr weiter. Er stellte das Fahrzeug in der Nähe des Dorfes Burqin (südwestlich von Ariel) ab. Mit hergerufener Verstärkung begann die IDF, nach ihm zu suchen. (Hinweis: Der Terrorist wurde in der Nacht vom 19. März 2019 in der Nähe von Ramallah aufgespürt und bei dem Versuch, ihn festzunehmen, während eines Feuergefechts getötet.) (IDF-Sprecher, 19. März 2019). Bei dem Angriff wurden ein IDF-Soldat und ein israelischer Zivilist getötet. Ein weiterer Soldat wurde schwer verletzt.

Die israelischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Terrorist, der den Angriff verübt hatte, um Omar Amin Abu Layla (19) aus dem Dorf al-Zawija westlich von Salfit handelt (Arabi48, 18. März 2019). Die Facebook-Seite der Fatah-Bewegung in Sidon behauptete, dass Abu Layla ein Aktivist der Fatah-Bewegung gewesen sei (Facebook-Seite der Fatah-Bewegung in Sidon, 17. März 2019). Benutzer des sozialen Netzwerks stellten Fotos von Abu Layla zur Verfügung und lobten den Angriff und seine “Heldentat”.

Bisher haben weder Mahmud Abbas bzw. die PA keine offizielle Reaktion auf den Angriff verlauten lassen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa (die dem Amt des Vorsitzenden der PA direkt unterstellt ist) berichtete sachlich, dass die IDF-Truppen die Schließung der Region Salfit-Nablus nach der Tötung eines IDF-Soldaten in der Nähe von Salfit verstärkt hätten (Wafa Nachrichtenagentur, 17. März 2019). In der Palästinensischen Autonomiebehörde und bei der Fatah gab es jedoch außergewöhnliche Verurteilungen des Angriffs: Hassan al-Scheikh, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah und Minister für zivile Angelegenheiten, verurteilte den Angriff und sagte, die Sicherheitskräfte der PA sollten alles daransetzen, um die Täter zu entlarven. Adnan al-Demiri, Sprecher der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde, sagte, der Angriff sei eine Verschwörung der Hamas, die Aufmerksamkeit von den Demonstrationen abzulenken, die gegen die hohen Lebenshaltungskosten im Gazastreifen protestieren.

Die Hamas und die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) beeilten sich, den Angriff zu loben. Die Hamas nannte ihn eine Antwort auf die angeblichen “Verletzungen und Verbrechen” Israels, in der behauptet wurde, alle Formen des “Widerstands” seien die beste Wahl für den Kampf gegen Israel. Im Gazastreifen wurden Süßigkeiten und Gebäck zur Feier an Passanten verteilt. An verschiedenen Orten fanden fröhliche Prozessionen und Demonstrationen statt, um den Angriff zu feiern (al-Aqsa TV, 17. März 2019).

Bei einer der Prozessionen lobte Salah al-Bardawil, Mitglied des Politbüros der Hamas, den “Widerstand”. Seinen Worten zufolge seien die Angriffe als Vergeltungsmaßnahme für den Schaden begangen worden, den Israel den Palästinensern zufüge (al-Aqsa TV, 17. März 2019). Khaled al-Batasch, Mitglied des Politbüros der PIJ, lobte den Angriff und sagte, Palästina werde nur durch den “Widerstand” wiederhergestellt und nicht durch eine politische Anordnung oder Normalisierung (al-Aqsa TV, 18. März 2019). Daud Schehab, Sprecher der PIJ, lobte den Angriff und sagte, er habe die Schlacht auf “sein natürliches und reales Territorium” (sprich Judäa und Samaria) verlegt.

Ein weiterer bewaffneter Angriff
Am 14. März 2019 wurden aus Richtung Dschalasun Schüsse auf die Gemeinde Bet El (nördlich von Ramallah) abgefeuert. Ein Haus wurde dabei getroffen. Es wurden keine Opfer gemeldet (IDF-Sprecher, 14. März 2019).

Weitere Veranstaltungen vor Ort
In Judäa und Samaria warfen die Palästinenser weiterhin mit Steinen und Molotow-Cocktails auf israelische Sicherheitskräfte und zivile Ziele. Die israelischen Sicherheitskräfte führten Anti-Terror-Maßnahmen durch und nahmen Palästinenser fest, die der Terroraktivität verdächtigt werden. Zudem wurden Waffen und Geld, das zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten verwendet wurde, beschlagnahmt.

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:
Am 19. März 2019 führten die israelischen Sicherheitskräfte in Nablus und dem nahe gelegenen Dorf Azmut Durchsuchungen durch und beschlagnahmten ein improvisiertes Maschinengewehr vom Typ Carlo und zwei weitere Waffen (IDF-Sprecher, 19. März 2019).

Am 18. März 2019 wurde ein Palästinenser am Eingang der Höhle der Patriarchen in Hebron angehalten. Er trug ein Messer bei sich (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 18. März 2019).

Am 18. März 2019 wurden Steine auf einen Wagen geworfen, der auf der Autobahn 5 in der Nähe der Straßensperre Ornit fuhr. Es wurden keine Opfer gemeldet. Das Fahrzeug wurde beschädigt (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 18. März 2019).

Am 17. März 2019 wurden während einer IDF-Truppenaktivität in Dschenin zwei improvisierte Sprengladungen auf die Soldaten geworfen. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet (IDF-Sprecher, 18. März 2019).

Am 17. März 2019 wurde ein Molotow-Cocktail auf einen israelischen Bus geworfen, der auf der Straße zwischen Gusch Etzion und Hebron fuhr. Der Molotow-Cocktail löste ein Feuer aus. Es wurden keine Opfer gemeldet (Vereinte Rettungsdienste, 17. März 2019).

Am 17. März 2019 wurden Steine auf einen israelischen Bus geworfen, der nördlich von Ma’ale Amos (östliches Gusch Etzion) fuhr. Ein Fahrgast wurde leicht verletzt (Vereinte Rettungsdienste, 17. März 2019).

Am 17. März 2019 erweckte eine Palästinenserin, die an einem der Kontrollposten am Eingang der Höhle der Patriarchen in Hebron ankam, den Verdacht der israelischen Sicherheitskräfte. Ihre Durchsuchung ergab, dass sie ein Messer am Körper verbarg, das sie mit auf das Gelände nehmen wollte (israelische Medien, 17. März 2019).

Raketen- und Mörsergranatenfeuer auf Israel
Am Abend des 15. März 2019 wurden zwei M-75 Artillerieraketen des Typs Fadschr (aus iranischer Produktion) aus dem Gazastreifen in Richtung der Region Tel Aviv in Zentralisrael abgefeuert. Eine der Raketen fiel ins Meer. Die Überreste der anderen, die in der Luft explodierte, wurden am nächsten Tag in der Nähe der Landwirtschaftsschule Mikweh Israel (in der Nähe der Stadt Holon) gefunden. Die Raketen wurden abgefeuert, während im Gazastreifen Gespräche mit der ägyptischen Vermittlungsdelegation geführt wurden.

Die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ), der militärische Arm der Hamas und die Volkswiderstandskomitees beeilten sich, Berichte zu veröffentlichen, in denen sie ihre Verantwortung für den Raketenbeschuss abstreiten. Die Hamas und die PIJ teilten den Mitgliedern der ägyptischen Delegation mit, dass sie nicht dafür verantwortlich seien (Twitter-Account von al-Hadath, 15. März 2018). Die IDF berichtete, die Raketen seien wohl nicht absichtlich sondern irrtümlich von Aktivisten der Hamas abgefeuert worden (IDF-Sprecher, 15. März 2019). Unmittelbar nach dem Raketenfeuer evakuierte die Hamas alle ihre Posten (Twitter-Account von al-Hadath, 14. März 2019). Die ägyptische Sicherheitsdelegation verließ den Gazastreifen auf Ersuchen Israels (al-Arabiya, 15. März 2019).

Wie wurde das Raketenfeuer von der palästinensischen Öffentlichkeit aufgenommen? Die Nachrichtenagentur Ma’an (eine der beliebtesten palästinensischen Medien, deren Büros sich in Bethlehem befinden) führte eine Internetumfrage zu dem Abschuss der Raketen durch, die in Richtung von Tel Aviv abgeschossen wurden. Die Umfrage soll bis zum 22. März 2019 fortgesetzt werden. Am 18. März 2019 wurden Zwischenergebnisse veröffentlicht:

52,2% der Surfer sind der Meinung, der Abschuss der Raketen sei eine “heroische Operation” und eine angemessene Antwort auf die [vermeintlichen] “Verbrechen Israels”.
37,3% sind der Meinung, dass dies eine spontane Reaktion war, die das nationale Interesse beeinträchtige.
10,4% hatten keine Meinung.

Die Reaktion der IDF
Einige Stunden nach dem Abschuss der Raketen griff die israelische Luftwaffe militärische Ziele im Gazastreifen an. Nach Angaben des IDF-Sprechers wurden etwa einhundert terroristische Ziele der Hamas angegriffen. Dazu gehörten die Büros der Westbank-Zentrale der Hamas im Stadtteil Rimal in Gaza-Stadt sowie ein unterirdischer Standort zur Herstellung von Raketen. Darüber hinaus wurde eine Reihe militärischer Einrichtungen angegriffen, darunter ein Posten der Seestreitkräfte der Hamas, die als Standort für die Waffenherstellung diente, ein Übungsgelände, das dem UAV-System [unbemannte Luftfahrzeuge] der Hamas diente, Posten und unterirdische Infrastruktur (IDF-Sprecher, 15. März 2019).

Die palästinensischen Medien berichteten über den Angriff auf den neuen Hafen von Khan Junis (Twitter-Account von Schabakat Quds, 15. März 2019), auf einen Posten der Bader-Kräfte (Twitter-Account von Paldf, 15. März 2019), auf einen Posten der Marinepolizei im Süden von Gaza-Stadt (Dunia al-Watan, 15. März 2019), auf einen Posten in der Region von Bet Lahiya (Twitter-Account von Paldf, 15. März 2019), sowie auf einen Posten in Rafah (Dunia al-Watan, 15. März 2019). Berichten zufolge haben die Angriffe großen Schaden angerichtet. Es wurden keine Opfer gemeldet.

Der Beschuss mit Raketen und Mörsergranaten als Reaktion auf die Angriffe der IDF
Als Reaktion auf die Angriffe der israelischen Luftwaffe wurde eine Reihe von Raketen und Mörsergranaten in Richtung der israelischen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens abgefeuert. Sechs Raketen wurden auf die Umgebungsgemeinden und auf die südisraelische Stadt Sderot abgefeuert. Das Luftabwehrsystem “Iron Dome” fing fünf der Raketen ab (IDF-Sprecher, 15. März 2019). Seit Freitagmorgen, dem 15. März 2019, herrscht Ruhe vor Ort. Nach den Ereignissen kündigte das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” in beispielloser Weise die Annullierung der für den Nachmittag geplanten “Prozession der großen Rückkehr” an (Sawt al-Aqsa, 15. März 2019). Einem Bericht zufolge gingen jedoch mehrere Palästinenser an den Sicherheitszaun östlich von Gaza-Stadt und zündeten dort Autoreifen an (Palinfo, 15. März 2019).

Der Süden Israels

Nach etwa zehn Tagen relativer Ruhe stieg das Maß an Gewalt in den letzten Tagen im Gazastreifen wieder an. Dies manifestierte sich in der Wiederaufnahme der Aktivitäten entlang der Grenze zum Gazastreifen, einschließlich des Eindringens von Palästinensern in israelisches Territorium, der Erneuerung der Aktivitäten der nächtlichen Belästigungseinheit, das Steigenlassen von Ballons, an denen Sprengkörper angebracht sind, und die Wiederaufnahme der Protestflottillen. Die gewalttätigen Aktivitäten waren von Drohungen begleitet, auf Israel Druck auszuüben, da es nicht den palästinensischen Forderungen folge (HaAretz, 19. März 2019).

Versuche, in israelisches Territorium einzudringen
In der vergangenen Woche nahmen IDF-Truppen mehrere Palästinenser fest, die versuchten, den Sicherheitszaun an der Grenze zum Gazastreifen zu überqueren und in israelisches Territorium einzudringen. Am 14. März 2019 wurde ein Palästinenser in der Nähe des Sicherheitszauns im südlichen Gazastreifen festgenommen. Er trug ein Messer bei sich und wurde zum Verhör geführt (IDF-Sprecher, 14. März 2019). Am 17. März 2019 nahmen IDF-Truppen mehrere Palästinenser fest, die versuchten, den Zaun zu überschreiten (Ynet Nachrichtenagentur, 18. März 2019).

Das Steigenlassen von Brand- und Sprengladungsballons
Nach einer Pause von etwa einer Woche nahmen die “Söhne von al-Zawahiri”, eine Einheit, die Brand- und Sprengladungsballons auf israelisches Territorium steigen lässt, ihre Aktivitäten wieder auf. Am 17. März 2019 veröffentlichten die “Söhne von al-Zawahiri in Rafah” ein Video, in dem eine ihrer Einheiten dargestellt wurde, die einen solchen Ballon vor dem Start vorbereitet. Das Video zeigt, wie einer der Aktivisten den Sprengkörper am Ballon befestigt.

Im Folgenden einige der Fälle, bei denen solche Ballons in Richtung israelisches Territorium steigen gelassen wurden:
Am 18. März 2019 wurde die israelische Polizeieinheit für Kampfmittelbeseitigung alarmiert, um einen Ballon zu inspizieren, der in einem offenen Gebiet im Regionalrat Scha’ar HaNegev im westlichen Negev gefunden wurde. Verdächtige Gegenstände waren an den Ballons befestigt worden (Sprecher der Polizeieinheit Lachisch im westlichen Negev, 19. März 2019).

Am 17. März 2019 wurde auf einer der Straßen im westlichen Negev ein Flugkörper aus Styropor gefunden, an dem eine improvisierte Handgranate befestigt war. Ein Kampfmittelbeseitigungsexperte der israelischen Polizei wurde alarmiert (Sprecher des Regionalrates von Eshkol im westlichen Negev, 17. März 2019). Im nördlichen Negev wurden zwei Ballonbündel gefunden – einer zwischen der Kreuzung Goral und der Kreuzung Lehawin (in der Nähe von Beer Scheva) und der andere im Kibbuz Bet Kama. Es wird vermutet, dass an ihnen ursprünglich improvisierte Sprengkörper angeschlossen waren (Ynet Nachrichten, 18. März 2019).

Die nächtliche Belästigungseinheit
Die nächtliche Belästigungseinheit nahm ihre Aktivitäten am 18. März 2019 an mehreren Orten entlang der Grenze zum Gazastreifen wieder auf. Ihre Aktivisten verbrannten Autoreifen, zündeten Feuerwerkskörper an und schikanierten die israelischen Sicherheitskräfte mit Laserstrahlen.

Die Veranstaltungen der Protestflottillen
” Das “Oberste nationale Koordinationskomitee der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” hielt eine Pressekonferenz ab, in der es die 25. Protestflottille ankündigte, die am Dienstag, dem 25. März 2019, stattfinden soll. Das Motto dieser Protestflottille lautet: “Gaza besiegt die Belagerer” (Facebook-Seite des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung”, 18. März 2019). In den letzten Wochen fanden die Protestflottillen und die dazugehörigen Ereignisse nur unregelmäßig statt, da sich die ägyptischen Vermittler im Gazastreifen zwecks Gespräche über die Entspannungsvereinbarung aufhielten. Hinweis: Am 19. März 2019 fand dennoch eine Protestflottille statt.

Vorbereitungen für die “Prozession der großen Rückkehr” am 30. März 2019
In der Pressekonferenz des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” kündigte Khaled al-Batasch, hochrangiges Mitglied der PIJ und Koordinator der “Prozession der Großen Rückkehr” die zu erwarteten Pläne für den ]sogenannten] “Marsch der Millionen” an, der am 30. März 2019 stattfinden soll. Seinen Worten zufolge werden an fünf Orten entlang der Grenze zum Gazastreifen Veranstaltungen stattfinden. Er forderte die Öffentlichkeit auf, an dem “friedlichen” Marsch teilzunehmen und zu den Reibungsstellen zu kommen, um mit IDF-Soldaten aneinander zu geraten. Er rief zudem zu einem Generalstreik auf, der am 30. März 2019 im Gazastreifen sowie in Judäa und Samaria stattfinden soll und forderte die israelischen Araber auf, gegen Israel zu demonstrieren (Ma’an Nachrichtenagentur, 14. März 2019). Ahmed al-Madlal, führendes Mitglied der PIJ, sagte, der Marsch am 30. März sei das wichtigste Ereignis und forderte alle Palästinenser auf, im kommenden zweiten Jahr der “Prozessionen der großen Rückkehr” eine aktive Rolle zu übernehmen (al-Aqsa TV, 14. März 2019).

“Informierte palästinensische Quellen” verwiesen auf die Möglichkeit, dass viele Palästinenser während des “Tags der Erde” im Gazastreifen getötet und verletzt werden könnten. Den Quellen zufolge wurden Entscheidungen getroffen, um die “Prozessionen der großen Rückkehr” mit “den Gewehren des Widerstands” zu schützen. Sollte die IDF ein palästinensisches “Blutbad” durchführen und es Todesfälle geben wird, wird der “Widerstand” mir starker Kraft reagieren (Dunia al-Watan, 12. März 2019). Die Absicht, am 30. März 2019 das Maß an Gewalt zu erhöhen, und die Drohung, auf eine Reaktion der IDF zu entgegnen, bergen das Potenzial, (kurz vor den Wahlen in Israel am 9. April 2019) zu einer Eskalation der Lage vor Ort zu führen.

Vollständiges Dokument im PDF-Format…

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 24/03/2019. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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