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Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (20.– 26. März 2019)

Hauptpunkte des Dokuments
Die Ereignisse der vergangenen Woche konzentrierten sich auf eine weitere Eskalationsrunde. Diese begann. nachdem eine Rakete, die (angeblich versehentlich) von Seiten der Hamas abgefeuert worden war, ein Haus in einer Gemeinde nördlich von Tel Aviv traf. Dabei wurden sieben Personen verletzt. Die IDF reagierte darauf mit Dutzenden von Angriffen auf Ziele im nördlichen und mittleren Gazastreifen. Darunter befanden sich auch bedeutende Ziele. Die Hamas griff daraufhin die israelischen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens mit Raketen- und Mörsergranatenfeuer an. Die Eskalationsrunde endete möglicherweise aufgrund des ägyptischen Nachdrucks, der zu einem einseitigen Waffenstillstand der Hamas und der anderen Terrororganisationen führte.

Der Raketenabschuss und die darauffolgende Eskalationsrunde brachten die Ereignisse der vergangenen Woche zum Höhepunkt, während im Gazastreifen ein besonders hohes Maß an Gewalt demonstriert wurde. Die nächtlichen Belästigungseinheiten operierten durchgängig und warfen Sprengkörper auf IDF-Soldaten. Viele Ballons mit angebrachten Sprengkörpern wurden steigen gelassen. Mehrere von ihnen fielen auf israelischem Territorium. Die “Prozession der großen Rückkehr” am 22. März 2019 wurde von rund 9.500 Palästinensern besucht, die ein besonders hohes Maß an Gewalt aufzeigten. IDF-Truppen reagierten auf die Gewalt mit Artilleriefeuer und Angriffen durch Flugkörper der israelischen Luftwaffe. Das nächste Mal, an dem die Gewalt zunehmen wird, ist am Samstag, dem 30. März 2019, dem ersten Jahrestag der “Prozessionen der großen Rückkehr” und des palästinensischen “Tags der Erde” (genau zehn Tage vor den Parlamentswahlen in Israel).

In Judäa und Samaria wurde das routinemäßige Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf israelische Fahrzeuge fortgesetzt. Im Gefängnis von Ktsiot (im Süden Israels) stachen am 24. März 2019 Häftlinge der Hamas zwei Wärter nieder. Dabei wurde einer schwer und einer leicht verletzt. Am nächsten Tag wurde im Gefängnis ein weiterer Versuch unternommen, dort einen Messer-Angriff zu verüben. Die Palästinensische Autonomiebehörde, die Hamas und die Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) kritisierten nachdrücklich das, was sie als “Eskalation Israels gegen palästinensische Gefangene” bezeichneten, und behaupteten, Israel müsse die Verantwortung für ihre Sicherheit tragen.

Raketen- und Mörsergranatenfeuer auf israelisches Territorium

In den frühen Morgenstunden des 25. März 2019 wurde eine Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung des israelischen Territoriums abgefeuert. Sirenen ertönten in der Region von Scharon, nördlich von Tel Aviv, und im Regionalrat Emek Hefer. Die Rakete traf ein Haus in der Scharon-Gemeinde Mischmarot. Dabei wurden sieben Personen verletzt, darunter zwei kleine Kinder. Das Haus wurde stark beschädigt. Es war das erste Mal, dass die Sirenen seit der Operation “Fels in der Brandung” (Juli-August 2014) in der Gegend ertönten. Die Rakete wurde offenbar von Rafah aus einer Entfernung von 120 Kilometern von ihrem Absturzplatz abgefeuert.

Der Abschuss der Rakete führte zu einer heftigen israelischen Reaktion, bei der Dutzende Ziele der Hamas und der PIJ im Gazastreifen angegriffen wurden. Als Reaktion darauf schossen die Terrororganisationen etwa 70 Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet ab. Es wurden keine Opfer gemeldet. Ein Haus in der südisraelischen Stadt Sderot wurde getroffen.[1]

Der Süden Israels
Der Abschuss der Rakete bildete den Höhepunkt einer besonders stürmischen und angespannten Woche an der Grenze zum Gazastreifen, in der besonders gewalttätige Veranstaltungen der “Prozession der großen Rückkehr” stattgefunden hatten. Während der gesamten Woche operierten die nächtlichen Belästigungseinheiten an der Grenze und ließen eine große Anzahl von Ballons mit angebrachten Sprengkörpern, von denen einige auf israelischem Territorium landeten, steigen.

Die “Prozession der großen Rückkehr” vom 22. März 2019

Am 22. März 2019 fand die 51. “Prozession der großen Rückkehr” unter dem Motto “die Prozessionen sind unsere Wahl” statt. Rund 9.500 Palästinenser versammelten sich an den fünf traditionellen Zentren. In der vergangenen Woche wurde die “Prozession” wegen Sicherheitsspannungen abgesagt. Während der Ereignisse war das Maß an Gewalt hoch. Es wurden Sprengkörper auf IDF-Truppen geworfen und eine Gruppe von Palästinensern durchschnitt den Grenzzaun östlich von Gaza-Stadt (Palinfo, 22. März 2019).

Anders als in den vergangenen Wochen nahmen diesmal viele hochrangige Vertreter der Terrororganisationen an den Veranstaltungen teil, einschließlich Ismail Haniyya, Chef des Politbüros der Hamas, der das “Rückkehrlager Malka” besuchte (al-Mayadeen, 22. März 2019). Er sagte, das palästinensische Volk werde so lange an den Prozessionen teilnehmen, bis es alle seine Ziele erreicht habe. Zu Israel sagte er, wenn es sich nicht den Forderungen der Palästinenser füge, wäre das, was in der Zukunft passieren wird, schlimmer und alle Parteien müssten dafür die Verantwortung tragen (al-Aqsa TV, 22. März 2019).

Ahmed Bahar, stellvertretender Vorsitzender des palästinensischen Legislativrats von Seiten der Hamas, der sich in der Gegend von Rafah aufhielt, sagte, das palästinensische Volk werde die Prozessionen fortsetzen, bis diese ihre Ziele erreicht hätten. Er sagte zudem, die Palästinenser würden das so genannte “Rückkehrrecht” niemals aufgeben (al-Aqsa TV, 22. März 2019). Sami Abu Zuhri, ein Sprecher im Namen der Hamas, sagte, die breite Teilnahme an den Prozessionen sei eine Botschaft an die gesamte Nation, dass der Gazastreifen weiterhin das “Projekt des Widerstands” unterstützen wird (Twitter-Account von Sami Abu Zuhri, 22. März 2019).

Dr. Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt, gab bekannt, dass während der Ereignisse zwei Palästinenser getötet und 62 verletzt wurden (Twitter-Account von Dr. Aschraf al-Kidra, 22. März 2019). Musab al-Brim, Direktor des Informationsbüros der PIJ, behauptete, Israel habe Demonstranten bei den “Prozessionen der großen Rückkehr” angegriffen (Filastin al-Yawm, 22. März 2019).

Die nächtlichen Belästigungen

Die nächtlichen Belästigungseinheiten gaben bekannt, dass sie ihre Aktivitäten nach dem Angriff auf die Demonstranten intensivieren werden. Ihn zufolge werden ihre Aktivitäten jede Nacht um 19:00 Uhr beginnen und bis zum Morgen andauern. Sie sagten zudem, dass sie die tägliche Anzahl von Ballons mit angebrachten Sprengkörpern, die sie in Richtung Israel steigen lassen, verdoppeln werden. Die Eskalation ist Teil ihres Programms, um das Leben der israelischen Zivilisten, die nahe der Grenze zum Gazastreifen leben, und der IDF-Soldaten in eine “Hölle” zu verwandeln. Ihre erklärte Absicht ist es, der israelischen Führung die Botschaft zu senden, dass entweder die “Blockade” des Gazastreifens aufgehoben wird oder die in der Nähe des Gazastreifens lebenden israelischen Zivilisten gezwungen werden, ihre Häuser zu verlassen (Sawa, 23. März 2019).

Tatsächlich verstärkten die nächtlichen Belästigungseinheiten nach der letzten “Prozession der großen Rückkehr” mehrere Nächte hintereinander ihre Aktivitäten. Mehrere hundert Palästinenser nahmen an den Veranstaltungen an verschiedenen Zentren teil. Sie verbrannten Autoreifen, warfen Blendgranaten auf IDF-Truppen und eine große Anzahl von Sprengkörpern auf den Sicherheitszaun. Wegen eines der gegen den Zaun geworfenen Sprengkörper wurde im Regionalrat Eschkol im westlichen Negev das Warnsystem “Rote Farbe” aktiviert (IDF-Sprecher, 24. März 2018).

IDF-Truppen reagierten auf die Nachtaktivitäten mit Artilleriefeuer und Luftangriffen:

Am 24. März 2019 griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe zwei Beobachtungsposten der Hamas im südlichen Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 24. März 2019). Am Abend griff ein IDF-Panzer einen Hamas-Posten im nördlichen Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 24. März 2019). Die palästinensischen Medien berichteten von einem durch IDF-Schüssen verursachten Todesfall (Palinfo, 24. März 2019).
Am 21. März 2019 wurde berichtet, dass die IDF-Artillerie eine Gruppe von Palästinensern angegriffen hatte, die an den nächtlichen Belästigungsaktivitäten östlich von Bet Hanun im nördlichen Gazastreifen beteiligt waren. Augenzeugen berichteten, dass ein Palästinenser schwer verletzt wurde (Amad, 21. März 2019). Es wurde zudem berichtet, dass ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Rakete auf einen Posten der Zurückhaltungstruppe der Hamas im Osten von Rafah abfeuerte (Twitter-Account von Shehab, 21. März 2019). Der Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen berichtete, dass bei dem Angriff im Osten von Rafah mindestens sieben Palästinenser verletzt worden seien (Twitter-Account von Dr. Aschraf al-Kidra, 21. März 2019).

Am 19. März 2019 griff ein weiterer Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Ansammlung palästinensischer Randalierer im nördlichen Gazastreifen an (al-Anadolu Nachrichtenagentur, 19. März 2019).

Das Steigenlassen von Brand- und Sprengladungsballonen
Zur gleichen Zeit stieg während der Woche die Anzahl der Fälle, bei denen Ballons und insbesondere Ballons mit angebrachten Sprengkörpern in Richtung israelisches Gebiet steigen gelassen wurden, an. Eine Anzahl von Ballons mit angebrachten Sprengkörpern explodierte. Die IDF reagierte mit Schüssen auf die Gruppen, die die Ballons steigen gelassen hatten.

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:
Am 25. März 2019 wurde eine Ansammlung von Ballons mit einem verdächtigen Objekt auf einem landwirtschaftlichen Feld im Regionalrat Eschkol im westlichen Negev gefunden. Ein Kampfmittelbeseitiger wurde alarmiert und entschärfte den Gegenstand (Sprecher des Regionalrats Eschkol, 25. März 2019).

Am 24. März 2019 fiel ein Ballon mit einem angebrachten Sprengkörper in einem offenen Gebiet in der Nähe einer Gemeinde im Regionalrat Eschkol. Ein Mann wurde an den Händen verletzt, offenbar nachdem er den am Ballon angebrachten Sprengkörper aufgehoben hatte (Sprecher des Regionalrats Eschkol, 24. März 2019). Zuvor sah ein Bewohner im Regionalrat Merhawim im westlichen Negev ein Bündel brennender Ballons in der Luft. Wenige Minuten später brach in der Gegend ein Feuer aus.

Am 23. März 2019 wurden im Laufe des Tages Ballons auf das israelische Territorium steigen gelassen. Als Reaktion darauf griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Gruppe an, die für das Steigenlassen der Ballons mit angebrachten Sprengkörpern aus dem südlichen Gazastreifen verantwortlich war (IDF-Sprecher, 23. März 2019). Die Palästinenser berichteten von einem Angriff auf eine Gruppe von Aktivisten in der Nähe des Flüchtlingslagers al-Buredsch (Palinfo, 23. März 2019). Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen berichtete, dass drei Palästinenser verletzt worden seien (Shehab-Twitter-Account, 23. März 2019).

Am Abend des 21. März 2019 war im westlichen Negev eine Explosion zu hören. Am nächsten Morgen wurden die Überreste eines explodierten Ballons mit angebrachten Sprengkörpern im Hof eines Hauses in einer der Gemeinden des Regionalrats Schaar HaNegev gefunden. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet (Sprecher des Regionalrats Schaar HaNegev, 22. März 2019). Eine Explosion war auch in einer anderen Gemeinde im westlichen Negev zu hören. Als Quelle der Detonation wurde ein Gummischlauch festgestellt, der an einem Bündel Ballons befestigt worden war. Der Schlauch löste sich von den Ballons, fiel auf den Boden und explodierte (Sprecher des Regionalrats Schaar HaNegev, 21. März 2019).

20 2019 Am 20. März 2019 berichteten lokale Quellen, dass Flugkörper der israelischen Luftwaffe mindestens eine Rakete auf eine Gruppe junger Palästinenser, die östlich des Flüchtlingslagers al-Buredsch Brandballons steigen ließen, abfeuerte. Es wurden keine Opfer gemeldet (Amad, 20. März 2019).

Am 19. März 2019 griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Gruppe von Personen an, die im nördlichen Gazastreifen Brandballons in Richtung Israel steigen ließen (IDF-Sprecher, 19. März 2019).

Die Veranstaltungen der Protestflottillen
Am Nachmittag des 19. März 2019 fand die 26. Protestflottille im Gazastreifen statt. Etwa zehn kleine Boote segelten vom Hafen von Gaza-Stadt in Richtung der israelischen Meeresgrenze. Zur gleichen Zeit demonstrierten etwa 1.000 Palästinenser am Strand. Die Randalierer verbrannten Autoreifen, warfen Sprengkörper und versuchten, den Sicherheitszaun zu sabotieren. Berichten zufolge wurden 29 Palästinenser verletzt (Ma’an Nachrichtenagentur, 19. März 2019). Die Veranstaltungen der Protestflottillen, die am 26. März 2019 stattfinden sollten, wurden in Folge der Eskalationsrunde abgesagt.

Trotz der Spannungen im Süden werden die Vorbereitungen für die Ereignisse vom Samstag, dem 30. März 2019, anlässlich des “Tags der Erde” und des ersten Jahrestags der “Prozessionen der großen Rückkehr” fortgesetzt. Die palästinensischen Organisationen forderten förmlich eine umfassende Teilnahme an den Veranstaltungen in den fünf “Rückführungslagern”. Sie forderten auch die Palästinenser in Judäa und Samaria, Ost-Jerusalem und in Israel auf, den “Tag der Erde” zu markieren und ihn in einen Tag des Zusammenstoßes mit den IDF-Truppen zu verwandeln (Filastin al-Yawm, 23. März 2019).

Am Ende der “Prozession der großen Rückkehr” am 22. März 2019 gab Khaled al-Batasch, Mitglied des Politbüros der PIJ und Koordinator der “Prozession der großen Rückkehr”, eine Erklärung seiner Behörde ab, während Ismail Haniyya, Chef des Politbüros der Hamas, neben ihm stand. Dabei hieß es, dass “eine Million Palästinenser” am 30. März 2019 zur “Prozession” kommen werden. Al-Batasch drohte Israel und sagte, dass falls Israel das palästinensische Volk weiterhin verletzen werde, es für die Folgen verantwortlich wäre. Suheil al-Hindi, Mitglied des Politbüros der Hamas, sagte, die Vorbereitungen von Seiten des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung” für die Veranstaltungen wurden bereits getroffen worden seien. Ihm zufolge werden dabei Hunderttausende Palästinenser im Westjordanland, in Israel und in den Flüchtlingslagern sowie in der palästinensischen Diaspora weltweit teilnehmen. Al-Hindi drohte zudem, dass der gemeinsame Operationsraum der palästinensischen Organisationen mit großer Kraft reagieren werde, falls Israel den Teilnehmern während der Ereignisse Schaden zufüge (Sawa, 22. März 2019).

Muhammad al-Harazin, hochrangiger Vertreter der PIJ und Mitglied des “Obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung”, sagte, dass am Nachmittag des 30. März 2019 verschiedene Aktivitäten in den fünf “Rückführungslagern” im östlichen Gazastreifen stattfinden werden. Er gab bekannt, dass in der kommenden Woche eine umfangreiche Berichterstattung in den Medien und eine Internetkampagne in den sozialen Netzwerken zur Vorbereitung der Veranstaltungen stattfinden werde (Filastin al-Yawm, 23. März 2019).

Judäa und Samaria

Ein bewaffneter Angriff in Bet El
Am Abend des 25. März 2019 und während der Eskalationsrunde aus dem Gazastreifen wurden aus der Richtung des Dorfes Dura Schüsse auf die Gemeinde Bet El (nördlich von Jerusalem) abgefeuert. Ein Kind wurde am Arm verletzt. Die israelischen Sicherheitskräfte begannen, das Gebiet zu durchkämmen (IDF-Sprecher, 25. März 2019).

Ein Messer-Angriff im Gefängnis Ktsiot (im Süden Israels)
Am 24. März 2019 überfielen zwei Gefangene Offiziere des Gefängnisdienstes während der Überführung von Sicherheitsgefangenen, die Aktivisten der Hamas sind, von einem Flügel des Gefängnisses Ktsiot zum anderen mit improvisierten Waffenspitzen. Einer der Offiziere wurde in den Nacken gestochen und schwer verletzt, während der andere in den Arm gestochen wurde. Bei einem Versuch, die Gefangenen zu kontrollieren, wurden 11 verletzt, drei von ihnen schwer. Am nächsten Tag wurde ein weiterer Versuch unternommen, einen Wächter anzugreifen.

Nach den Ereignissen im Gefängnis forderten Palästinenser an verschiedenen Orten, darunter in Ramallah und Nablus, Solidaritätskundgebungen mit den Gefangenen zu veranstalten (Shehab Nachrichtenagentur, 25. März 2019). Das Büro von Mahmud Abbas kritisierte heftig “die Eskalation Israels gegen die Gefangenen” und gab bekannt, Israel sei für ihre Sicherheit verantwortlich (Wafa Nachrichtenagentur, 25. März 2019). Riyad al-Maliki, Außenminister der palästinensischen Übergangsregierung, sagte, dass diese eine diplomatische Tätigkeit mit internationalen Institutionen arrangieren würde, um die Eskalation Israels gegen die palästinensischen Gefangenen aufzudecken. Seinen Worten zufolge betrachte Mahmud Abbas die Frage der Gefangenen als rote Linie (Wafa Nachrichtenagentur, 25. März 2019). Die Hamas bezeichnete die Handlungen der Gefangenen als “Heldentaten” und verurteilte heftig die Aktivitäten Israels gegen sie (Shehab Nachrichtenagentur, 25. März 2019). Die PIJ erklärte, Israel sei für die Sicherheit der Gefangenen verantwortlich (Filastin al-Yawm, 25. März 2019).

Weitere Veranstaltungen vor Ort
In Judäa und Samaria warfen die Palästinenser weiterhin mit Steinen und Molotow-Cocktails auf israelische Sicherheitskräfte und zivile Ziele. Die israelischen Sicherheitskräfte führten Anti-Terror-Maßnahmen durch und nahmen Palästinenser fest, die der Terroraktivität verdächtigt werden. Zudem wurden Waffen und Geld, das zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten verwendet wurde, beschlagnahmt.

Im Folgenden einige herausragende Ereignisse:
Am 25. März 2019 wurden bei Durchsuchungen der israelischen Sicherheitskräfte in Bet Fadschar und in Abu Dis improvisierte und militärische Waffen beschlagnahmt (IDF-Sprecher, 26. März 2019).

Am 24. März 2019 wurden in der Nähe des Flüchtlingslagers al-Arub vier Molotow-Cocktails auf Fahrzeuge geworfen, die auf der Straße Gusch Etzion – Hebron fuhren. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 24. März 2019).

Am 24. März 2019 wurden während der Durchsuchung der israelischen Sicherheitskräfte in Hebron Zehntausende Schekel beschlagnahmt, die zur Finanzierung von terroristischen Aktivitäten dienen sollten (IDF-Sprecher, 24. März 2019).

Am 22. März 2019 wurden Steine auf einen Rettungswagen in der Nähe von Hebron geworfen. Es wurden keine Opfer gemeldet. Der Rettungswagen wurde beschädigt (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 22. März 2019).

Am 21. März 2019 wurde ein Molotow-Cocktail auf ein israelisches Fahrzeug geworfen, das zwischen den Gemeinden Itamar und Alon Moreh in der Nähe von Bet Furik (südöstlich von Nablus) fuhr (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 21. März 2019).

Am 21. März 2019 wurden Steine auf eine IDF-Truppe geworfen, die auf der Straße von Gusch Etzion zwischen Bet Ummar und En Arub tätig war. Es wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 21. März 2019).

Am 20. März 2019 wurden Steine auf einen IDF-Posten an der Straßenkreuzung von Efrat (südlich von Jerusalem) geworfen. Eine IDF-Truppe erwiderte mit Schüssen. Es wurden keine Opfer gemeldet (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 20. März 2019).

Am 20. März 2019 wurden in der Nähe von Ma’aleh Amos (südöstlich von Jerusalem) Steine auf einen Bus geworfen. Der Busfahrer wurde leicht verletzt (Rettung ohne Grenzen in Judäa und Samaria, 20. März 2019).

Am 20. März 2019 schossen IDF-Truppen an der Einfahrt von Bethlehem auf ein verdächtiges Fahrzeug. Der palästinensische Fahrer wurde getötet. Die Umstände des Vorfalls werden derzeit geprüft (IDF-Sprecher, 20. März 2019). Die palästinensischen Medien berichteten, dass es sich bei dem Fahrer um Ahmed Dschamal Munsara handelt. Es wurde zudem berichtet, dass drei andere Palästinenser verletzt wurden, einer von ihnen schwer (Paldf, 20. März 2019). Die PA hielt eine Beerdigung mit militärischen Ehren für den getöteten Palästinenser ab. Sein Leichnam war in Flaggen von Palästina und der Fatah-Bewegung gehüllt (Wafa Nachrichtenagentur, 21. März 2019). Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Migranten der Palästinensischen Autonomiebehörde gab bekannt, dass das “Verbrechen” der Tötung von Munsara durch die IDF ein Testfall für die internationalen Gerichte und für ihre Fähigkeit, ihre Aufgaben auszuführen, sei (Wafa Nachrichtenagentur, 21. März 2019).

Am 19. März 2019 wurden zwei Palästinenser durch Schüsse der israelischen Sicherheitskräfte getötet, als sie IDF-Truppen in der Nähe von Josephs Grab in Nablus mit Steinen bewarfen (IDF-Sprecher, 21. März 2019).

Der Täter des Angriffs von Ariel wurde getötet
Am 19. März 2019 wurde Omar Abu Layla, der Terrorist, der den Angriff in Ariel verübt hatte, getötet. Dies geschah, nachdem israelische Sicherheitskräfte das Haus umzingelten, in dem er sich im Dorf Abuyan in der Region von Ramallah versteckt hatte (Filastin al-Yawm, 20. März 2019). Amin Abu Layla, der Vater des Terroristen, veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite einen Beitrag, in dem er seinen Sohn lobte (Twitter-Account von Palinfo, 20. März 2019).

Der Palästinensische Nationalrat drückte seine Trauer über den Tod von Omar Abu Layla aus. Er forderte die Vereinten Nationen auf, die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom Juni 2018, die sich mit dem Schutz des palästinensischen Volkes vor der israelischen Aggression befasst, umzusetzen (Wafa Nachrichtenagentur, 20. März 2019). Am 23. März 2019 kam Mahmud al-Alul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, zum Trauerzelt der Familie im Dorf al-Zawiya, um ihr sein Beileid auszusprechen. Er sagte, die Fatah sei stolz auf den Märtyrer Omar Abu Layla (offizielle Facebook-Seite der Fatah-Bewegung, 23. März 2019).

Auch im Gazastreifen wurde ein Trauerzelt zu Ehren von Omar Abu Layla errichtet (Shehab Nachrichtenagentur, 20. März 2019). Die Hamas verurteilte seine Tötung und erklärte, dass der Terroranschlag in Ariel das israelische Sicherheitssystem “verwirrt” habe, weil es ein Beispiel für den “Widerstand” in der Westbank sei (Website der Hamas, 20. März 2019). Im Flüchtlingslager Dschabalija wurde eine Prozession zu seinem Gedenken abgehaltenbei der die Marschierenden mit Fotos von Abu Layla und Hamas-Flaggen schwenkten. Hazem Kassem, ein Sprecher im Namen der Hamas, sagte, die “Besatzung” habe seine Freiheit mit Gewalt ergriffen, und die Westbank werde die “Besatzung” aus allen palästinensischen Gebieten vertreiben. Seinen Worten zufolge sei die Westbank ein Kraftzentrum für den “Widerstand” (Twitter-Account von Hazem Kassem, 19. März 2019). Ismail Radwan, hochrangiges Mitglied der Hamas und Sprecher des “obersten nationalen Koordinationskomitees der Prozession der großen Rückkehr und der Durchbrechung der Belagerung”, lobte den Terroristen, der den Angriff in Ariel verübt hatte, und gab den Sicherheitskräften der Palästinensischen Autonomiebehörde die Schuld für seinen Mord, da sie mit Israel kooperierten, denn ohne diese Zusammenarbeit gäbe es noch mehrere Terrorangriffe im Westjordanland (al-Jazeera TV, 20. März 2019).

Vollständiges Dokument im PDF-Format…

Quelle: Meir Amit Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus

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Von am 31/03/2019. Abgelegt unter Featured. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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