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Blau und Weiß: „Wir gehen auf Kriegskurs“ zum Likud

Die Blau-Weiße-Partei plant eine „Überraschung“ für ihre Anhänger an Motzoei Shabbos und kündigte an, ab Samstagabend auf eine Art „Kriegskurs“ gegen den Likud und seine zukünftigen Koalitionspartner zu gehen. „Ihr wolltet Action, ihr wolltet Krieg? Hier kommt er“, sagte die Partei in einem Social-Media-Beitrag.

„Ab dieser Woche befindet sich Blau und Weiß im „Kriegsmodus“, hieß es in dem Post. „Wir starten eine neue Kampagne, die bald veröffentlicht wird. Wir werden vor den Häusern der Koalitionsmitglieder protestieren und am Samstagabend erwartet euch eine große Überraschung“, hieß es, ohne genau anzugeben wie diese Überraschung aussehen wird.

In der Zwischenzeit hat Yair Lapid, die Nummer zwei von Blau und Weiß, scharfe Kritik in den sozialen Medien auf sich gezogen, weil ihm offensichtlich die mathematischen Fähigkeiten fehlten. In einem Post forderte Lapid am Donnerstag Avigdor Liberman auf, die künftige Koalition von Binyamin Netanyahu aufzuhalten und ihr nicht beizutreten. „Ich sagte in einem Radiointerview, dass wenn Liberman ein paar Monate wartet, er 55 Stimmen von unserer Seite bekommen wird, um die Renten so zu erhöhen, wie er es versprochen hatte“, schrieb Lapid und bezog sich dabei auf ein Versprechen, das Liberman gemacht hatte. „Zusammen werden wir 61 Stimmen haben“, um eine Regierung zu bilden, fügte er hinzu.

Die Antwort auf den Beitrag war schnell und hart. „Dies ist dieselbe Person, die Finanzminister war? Er kann nicht rechnen“, antwortete ein Kritiker auf den Beitrag und wies darauf hin, dass 55 plus weitere fünf Stimmen 60 und nicht 61 wären. Andere kritisierten Lapid für seine politische Naivität. „Er will Liberman in der gleichen Regierung wie arabische Parteien“, schrieb ein anderer Kritiker und wies darauf hin, dass zehn diesen 55 Stimmen arabischen MKs gehören – und es unwahrscheinlich wäre, dass Liberman einer Koalition beitritt, zu der auch Araber gehörten, selbst wenn drei ehemaligen IDF-Stabschefs ihn dazu überreden wollten.

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Von am 17/05/2019. Abgelegt unter Israel. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Blau und Weiß: „Wir gehen auf Kriegskurs“ zum Likud

  1. Gerhard Werner Schlicke

    18/05/2019 at 08:22

    „Kriegskurs- gegen den Likud“ -was für eine fatale und völlig überflüssige politische Rhetorik innerhalb Israels von einem hochdekorierten General. Es ist dabei egal, ob diese spalterische Ansage von Gantz selbst kommt, oder nur von ihm geduldet wird. Offenbar hat er vergessen, dass die Feinde Israels mit der politischen Spaltung des Landes mehr erreichen, als mit einem sofortigen Angriff, sei es direkt oder über deren Handlanger. Dass Wahlen polarisieren und ein Wahlkampf auch schon mal rhetorisch grenzwertig werden kann, dass weiß jeder. Der Wahlkampf ist aber vorbei. Jetzt muss es wieder darum gehen, die Gesellschaft zu einen und den Feinden Israels – und davon gibt es zum einen mehr als genug und zum anderen werden diese auch immer gefährlicher- keine Angriffsfläche zu bieten. Gantz sollte sich darauf konzentrieren, seine militärische Erfahrung in den Dienst der jetzt gewählten Regierung zu stellen, statt am Rand den Beleidigten zu spielen und die Rhetorik der Feinde zu übernehmen. Es geht nicht um Verlierer und Gewinner, es geht um Israels nationale Sicherheit. Dabei gewinnt „Hatikva“ eine neue Bedeutung.

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