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Schwedische Neonazi-Gruppe blockiert Holocaust-Ausstellung

Neonazis des Nordic Resistance Movement (NMR) haben am Dienstag eine Holocaust-Fotoausstellung in Stockholm, Schweden, gestört. Als Reaktion darauf forderte der Jüdische Weltkongress die schwedische Regierung erneut auf, die als politische Partei eingetragene Gruppe zu verbieten.

„Die nordische Widerstandsbewegung ist eine gefährliche Organisation, die in der zivilisierten Gesellschaft absolut keinen Platz hat, geschweige denn in der Politik“, heißt es in einer Erklärung auf der Website des Jüdischen Weltkongress.

„Die verabscheuungswürdige Demonstration vor einer Holocaust-Ausstellung in Almedalen, ist nur die jüngste in der umfassenden Erfolgsbilanz des Nordic Resistance Movement an aggressiven öffentlichen Aktionen und unterstreicht die Tatsache, dass ihre einzige Aufgabe darin besteht, ethnische und religiöse Minderheiten zu terrorisieren und Schwedens vielfältiges Nationalgefüge rücksichtslos auszumerzen.“

Das Nordic Resistance Movement wird als eine terroristische Organisation beschrieben, die darauf abzielt, die Demokratie abzuschaffen und die nichtweiße Einwanderung nach Schweden abzulehnen. Ihre Führer sagten, dass sie „Blutvergießen“ einsetzen würden, um ihre Ziele zu erreichen. Die Organisation verteilt Flugblätter und hält öffentliche Reden zur Unterstützung des Neonazismus ab.

Die Holocaust-Fotoausstellung wurde von der berühmten schwedischen Fotografin Sanna Sjöswärdin, in Zusammenarbeit mit der Raoul Wallenberg Academy und Fotografiska erstellt. Unter dem Titel „Fading Stories-Pass Them On“ werden einzigartige Porträts von Holocaust-Überlebenden gezeigt, die mithilfe innovativer Technologien über eine App und Filme, zur Aufklärung und Diskussionen zum Holocaust anregen.

Die Ausstellung soll die Geschichten derer verbreiten, die den Holocaust überlebt haben. Für Schulen wurden Materialien erstellt, damit zukünftige Generationen über den Holocaust unterrichtet werden können. Sie ist Teil einer größeren Ausstellung zum „Nationalen Tag für Mut und Zivilisation“ und zum „Raoul-Wallenberg-Tag“ am 27. August.

Wie die schwedische Tageszeitung Expressen berichtet, versperrte eine Gruppe von Neonazis aus dem Nordic Resistance Movement am Eröffnungstag der Ausstellung zunächst den Eingang zum Gebäude und betrat dann den Ausstellungsraum. Weitere Neonazis waren bereits in der Halle und zusammen skandierten sie neonazistische Parolen.

„In einer Zeit des zunehmenden Antisemitismus und des gewaltsamen politischen Extremismus ist es unerlässlich, dass die schwedische Regierung eine feste rechtliche Haltung gegenüber jeder Bewegung einnimmt, die ihre demokratischen Werte und ihre verfassungsmäßige Ordnung untergraben will“, schrieb der Jüdische Weltkongress in seinem Appell.

„Wir unterstützen die vorherigen Aussagen des schwedischen Premierministers Stefan Löfven, dass die Regierung Anstrengungen unternommen hat, um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu stärken, um NMR und gewalttätige Organisationen dieser Art zu verbieten.“

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Von am 04/07/2019. Abgelegt unter Welt. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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