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Belgische Zeitung wirft Zionisten vor die „Holocaust-Karte zu spielen“

Eine Belgische Tageszeitung veröffentlichte einen Artikel, in dem Zionisten beschuldigt wurden, die Holocaust-Karte ausgespielt zu haben.

Eine der führenden belgischen Zeitungen wurde in dieser Woche vom israelischen Botschafter in Brüssel für die Veröffentlichung eines Meinungsbeitrags kritisiert, der dem entsprach, was er als „billigen, verzerrten und verschlagenen Antisemitismus und antiisraelischen Betrug“ bezeichnete.

Der Artikel der belgischen Zeitung de Standaard „Wie die Zionisten den Holocaust“ entdeckten. Foto: Twitter

Der beleidigende Artikel – in der flämischsprachigen Tageszeitung de Standaard – wurde von dem belgischen Journalisten, Johan Depoortere, verfasst. Der Artikel mit dem Titel, „Wie die Zionisten den Holocaust entdeckten“, fiel zeitlich mit dem Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zusammen.

Abgebildet mit einem Foto der Anhänger von Neturei Karta – einer winzigen Gruppe ultraorthodoxer Juden, die sich der zionistischen Bewegung widersetzen und vom jüdischen Mainstream gemieden werden – begann Depoorteres Pamphlet mit der Behauptung, dass die Millionen von Juden die von den Nazis ausgerottet wurden „dazu benutzt werden, eine andere Ungerechtigkeit zu rechtfertigen: Ein Regime [Israel], das Diskriminierung und Apartheid gesetzlich festgelegt hat.“

Einige der historischen Behauptungen von Depoortere in dem Artikel, standen nicht auf dem Prüfstand. Zum Beispiel schrieb er, „ein Volk [die Palästinenser] das sich nicht an dem Massaker an europäischen Juden durch die Nazis beteiligt hat, muss den Preis für dieses Verbrechen zahlen oder wird des Antisemitismus beschuldigt“, ohne dass er das Bündnis erwähnt, das der palästinensische arabische Kriegsführer Hajj Amin al-Husseini und das NS-Regime geschlossen hatten.

Depoortere behauptete auch, dass „der Holocaust einen zentralen Platz in der Propaganda des zionistischen Staates einnimmt“ und beschrieb dies als eine kalkulierte Reaktion des Staates Israel auf die internationale Kritik an seiner Präsenz im Westjordanland, im Gazastreifen und in Ostjerusalem nach seinem Sieg im Sechs-Tage-Krieg von 1967.

„Von diesem Moment an haben die israelische Propaganda und die Verteidiger des Zionismus die Holocaust-Karte ungehemmt gespielt – auch in unserem Land“, behauptete Depoortere.

Der 75-jährige Depoortere war mehrere Jahre als Auslandskorrespondent für das belgische Fernsehen tätig und berichtete unter anderem aus dem Libanon, Mittelamerika, Russland und Afghanistan.

Emmanuel Nahshon – Israels Botschafter in Belgien und Luxemburg – bemerkte am Donnerstag auf Twitter, dass er auf den Artikel gestoßen war, als er am World Holocaust Forum in Jerusalem teilnahm.

„Schande über dich @destandaard!“, Erklärte Nahshon.

Die Kontroverse um Depoorteres Pamphlet kommt nur wenige Monate, nachdem eine andere flämische Zeitung, De Morgen, einen grausam antisemitischen Artikel ihres Kolumnisten Dimitri Verhulst veröffentlicht hat, in dem er kommentierte: „Jüdisch zu sein ist keine Religion, kein Gott würde seinen Kreaturen eine so hässliche Nase geben.“

In Belgien leben ungefähr 35.000 Juden.

Laut einer ADL-Studie aus dem Jahr 2019, vertreten 24 Prozent der Bevölkerung des Landes antisemitische Ansichten. Die ADL-Studie stellte außerdem fest, dass „die Unterstützung für israelische Boykotte in Europa in Belgien am höchsten war, wo 18 Prozent angaben, „die BDS-Kampagne gegen Israel zu unterstützen.“

Algemeiner/IN-Redaktion

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Von am 26/01/2020. Abgelegt unter Europa. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Belgische Zeitung wirft Zionisten vor die „Holocaust-Karte zu spielen“

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