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Die Irrfahrt der St. Louis – Das Leben nach der Rettung Teil 2/2

Gerda Waldbaum kam am 1. Juni 1937 in Magdeburg als Tochter von Viktor und Margarethe, geb. Tischler auf die Welt. Das Textilunternehmen des Vaters wurde unmittelbar nach den Pogromen am 9. November 1938 geschlossen. Er wurde, so wie weitere 30.000 Juden von den Nazis festgenommen und in verschiedenen Konzentrationslagern festgesetzt.

Dateiblatt KZ Buchenwald von Vater Viktor Waldbaum

Vater Viktor wurde für einige Wochen in Buchenwald inhaftiert und nur unter der Bedingung, dass er das Deutsche Reich verlassen würde, wieder auf freien Fuss gesetzt.

Er musste erkennen, dass sein Geschäft völlig zerstört war. Es gelang es ihm in letzter Sekunde, eine Überfahrt auf der St. Louis zu buchen. Dort, so hoffte er, würde er mit seiner Familie ein neues Leben in Freiheit und in Sicherheit vor den Nazi Schergen beginnen können.

Nachdem es den Flüchtlingen auf der St. Louis endlich gelang, nach der quälenden Irrfahrt in Antwerpen einen Hafen zu finden, der ihnen Sicherheit versprach, reiste Familie Waldbaum nach Frankreich weiter, in das Land, das ihre neue Heimat werden sollte.

Als die Nazi Deutschen begannen, Frankreich nach und nach zu überrollen und zu besetzen, begann auch die Deportation der dort leben Juden. Greta beschrieb es später: „Eine lange Flucht durch ganz Frankreich begann, eine unvorstellbare Belastung für uns, Mutter und Kind.“

Margarethe und Gerda flohen von Paris nach Lyon und von dort nach Nizza. Von Nizza aus gelang ihnen das fast Unmögliche. Der Weg zu Fuss über die Alpen in die Schweiz. Dort trafen sie, es war ein unvorstellbares Glück, im Sommer 1942 wieder auf ihren Mann. Gemeinsam erreichten sie das Ende ihrer Irrfahrt, die sichere Schweiz.

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von Esther Scheiner

Esther Scheiner ist Journalistin und Redakteurin der Israel Nachrichten. Sie lebt und arbeitet in Israel und der Schweiz.

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Von am 21/02/2020. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.

Ein Kommentar zu: Die Irrfahrt der St. Louis – Das Leben nach der Rettung Teil 2/2

  1. Achim Klein

    22/02/2020 at 13:11

    Ich habe davon gehört. Gab es denn keine anderen Länder, die die Juden auf der St. Louis aufnehmen wollten? Italien z. B.? Oder England? Oder Spanien? Warum gab es eine so lange „Irrfahrt“ des Schiffes? Und warum fand sich kein Land, das die Juden aufnehmen wollte?

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