Abonnieren

  • Subscribe via Email
  • Facebook
  • Twitter

Hamas bedroht Israel und bietet Gefangenentausch gegen Beatmungsgeräte

Angesichts einer möglichen Coronavirus-Krise in Gaza könnte der Hamas-Führer Yahya Sinwar bereit sein, einen Gefangenenaustausch mit Israel auszuhandeln, berichtete Ynet am Sonntag.

Am Freitag drohte Sinwar Israel als Reaktion auf den möglichen Mangel an Beatmungsgeräten im Gazastreifen.

„Ich sage dies laut und deutlich: Allah bewahre, wenn eine Zeit kommt, in der wir keine andere Wahl haben, als unseren Bürgern beim letzten Atemzug zuzusehen und wenn es keine Beatmungsgeräte gibt, sage ich zum [israelischen Verteidigungsminister Naftali] Bennett, dass wir sechs Millionen israelischen Siedlern die Luft zum atmen nehmen werden“, sagte Sinwar am Freitag gegenüber der Sheas News Agency der Hamas, übersetzt vom Middle East Media Research Institute (MEMRI).

„Wenn keine Beatmungsgeräte nach [Gaza] gebracht werden, werden wir sie mit Gewalt aus Israel nehmen und die Atmung von sechs Millionen Israelis stoppen“, sagte Sinwar.

Angesichts des offenbar zunehmenden Pandemiedrucks auf die Hamas berichtete die in London ansässige panarabische Zeitung Asharq Al-Awsat, dass die Terrorgruppe möglicherweise bereit sei, einen Gefangenentausch auszuhandeln, um Israels Zusammenarbeit bei der Beschaffung medizinischer Ausrüstung zu erreichen.

Im Jahr 2011 ließ Israel 1.027 verurteilte Terroristen im Austausch gegen den IDF-Soldaten Gilad Shalit frei.

Die Hamas hält derzeit zwei israelische zivile Gefangene fest und weigert sich auch, die Leichen von zwei IDF-Soldaten freizugeben, die 2014 in Gaza getötet wurden. Hunderte von Hamas-Mitgliedern verbüßen Haftstrafen in israelischen Gefängnissen aufgrund von Verurteilungen wegen terroristischer Verbrechen, einschließlich Massenmord.

In seinen Kommentaren vom Freitag behauptete Sinwar, Bennett habe eine „Kaufmann von Venedig“-Mentalität, die sich auf ein Shakespeare-Stück mit antisemitischen Karikaturen und einer jüdischen Figur namens Shylock bezieht, die Geld leiht, indem sie ein Pfund des Fleisches des nichtjüdischen Kreditnehmers als Sicherheit nimmt.

„Dies ist die übliche Praxis von Bennett und des gesamten zionistischen Systems, das unser Land besetzt hat“, sagte er.

Nachdem das Coronavirus Gaza getroffen hat, hofft die Hamas auf den Bau von zwei massiven Quarantäneeinrichtungen – in der Hoffnung, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und das Gesundheitssystem im Gazastreifen zu erneuern.

Die Küstenenklave bleibt unter der eisernen Faust der Hamas verarmt, die Hunderte Millionen Dollar an Hilfe verwendet, um Waffen zu kaufen und Terror zu verfolgen.

Laut Abdel Nasser Sobh, dem Direktor des Büros der Weltgesundheitsorganisation im Gazastreifen, verfügt das Gebiet nur über eine „bescheidene“ Anzahl von Atemschutzmasken.

„Der Gesundheitssektor in Gaza kann nur 100 bis 150 Fälle von Coronavirus-Infektionen behandeln und 1.000 Fälle untersuchen, da sein Gesundheitssystem schwach ist und nicht auf große Zahlen reagieren kann“, sagte Sobh am Dienstag gegenüber der Al-Ain-Website wie von Al-Monitor zitiert.

„Es gibt eine bescheidene Verfügbarkeit von Atemschutzmasken und Intensivpflegebetten sowie ein Defizit an Medikamenten von 39%“, sagte er.

Von Aaron Sull,
für Welt Israel Nachrichten

 Zum NEWSLETTER anmelden
Bestellen Sie den Newsletter der Israel Nachrichten kostenlos per E-Mail und verpassen keine Top-Story mehr. Melden Sie sich HIER an.

Copyright (c) Israel Nachrichten Ltd. 2012-2020.
Eine Vervielfältigung oder Speicherung in Datenbanken oder in anderer Form ist ohne Genehmigung des Verlages untersagt.
Protected by Copyscape Plagiarism Finder

Werden Sie Mitglied der ISRAEL NACHRICHTEN

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Mitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und das Erscheinen der Zeitung zu sichern.
Klicken Sie für Informationen zur Fördermitgliedschaft Hier…

Von am 06/04/2020. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
Leserkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wie in einer Demokratie ueblich achten wir die Freiheit der Rede behalten uns aber vor, Kommentare nicht, gekuerzt oder in Auszuegen zu veroeffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht beruecksichtigt.