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Israelische Araber wollen nicht unter palästinensischer Herrschaft leben

Erneute Diskussionen über den Gebietsaustausch zwischen Israel und einem zukünftigen palästinensischen Staat als Teil eines Friedensabkommens, hat viele Araber die israelische Staatsbürger sind verunsichert. Sie sind besorgt darüber, ihren Status als Bürger von Israel zu verlieren, wenn sie das Land verlassen haben.

Nach Angaben der israelischen Tageszeitung Maariv, hat Israel den Amerikanern vorgeschlagenen die israelisch-arabischen Dörfer und Städte, als Teil eines Landtausches der Palästinensischen Autonomiebehörde zu übertragen. Dafür sollen die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria, unter israelischer Souveränität bleiben. Der Vorschlag bedeutet, dass rund 300.000 Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft aus rund 10 Städten erlaubt wird, in ihren Dörfern im Gebiet entlang der Grenze mit Judäa und Samaria zu bleiben, die dann Teil eines palästinensischen Staates sind.

Dieser Vorschlag wird jedoch von den Führern der israelischen Araber, die Empörung über diese Idee geäußert haben, abgelehnt. „Dies ist ein imaginärer Vorschlag, der die Araber trifft als wären sie Schachfiguren, die nach dem Wunsch der Spieler bewegt werden könnten“, sagte Ahmed Tibi, ein arabisches Mitglied der Knesset. Die arabische Knesset-Abgeordnete, Afu Ighbarriyeh, sagte: „Die Bürger eines demokratischen Staates sind keine Werkzeuge oder Geiseln in den Händen der Regierung.“ Sowohl Tibi und Ighbarriyeh, stammen aus den Städten in der Dreiecksfläche; Taybeh und Umm al- Fahm, die palästinensisch werden sollen.

Zu dem Thema schreibt der Journalist Khaled Abu Toameh, dass die arabischen Knesset-Mitglieder nicht offen sagen, dass sie nicht eines Morgens aufwachen und entdecken wollen, dass sie Bürger eines palästinensischen Staates sind. Es ist viel einfacher für sie, Israel des Rassismus zu beschuldigen als zuzugeben, dass sie nicht Teil eines palästinensischen Staates sein wollen.

Der Abgeordnete Ahmed Tibi wurde diese Woche zusammen mit MK Tzipi Hotovely ( Likud ) vom Armeeradio zu dem Thema Landtausch befragt. Mk Tibi, der viele Jahre als Arafats Berater tätig war erklärte, dass ein solcher Vorschlag beleidigend ist und behauptete, dass die Araber die Ureinwohner des Landes sind und immer hier gewesen seien. Er sagte zwar, dass er kulturell-, historisch- und von der nationalen Identität her ein Palästinenser wäre. Wollte oder konnte aber nicht erklären, warum er israelischer Bürger bleiben will. Er beruft sich zwar immer darauf, ein Recht auf sein Land zu haben, ein Punkt, der durch den Landtausch erfüllt würde. Behauptet aber, die palästinensischen Unterhändler hätten den Vorschlag zum Landtausch zwar mit US-Außenminister Kerry diskutiert, diesen aber abgelehnt.

MK Hotovely glaubt, ein solcher Landtausch ist ein historischer Fehler, wie alle territorialen Zugeständnisse. Über die Ablehnung des Vorschlags durch die israelischen Araber sagte sie: „Sie wollen beide Welten, palästinensische und israelische Staatsangehörige sein, die das Leben in Israel genießen. Wenn sie doch angeblich so viel unter der israelischen Unterdrückung leiden, dann haben sie jetzt eine einmalige Gelegenheit, um die palästinensische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Der Grund warum sie sich diesem Schritt widersetzen ist, weil sie den hohen Lebensstandard und die Demokratie nicht missen wollen, die Israel zu bieten hat. Nun müssen sie sich entscheiden, sie können nicht an beiden Optionen festhalten“, schloss sie.

Die arabischen Knesset-Mitglieder sind sich bewusst, dass sie die meisten ihrer Privilegien unter einem arabischen Regime verlieren werden, und dies ist wie Abu Toameh schreibt, der eigentliche Grund warum sie gegen den neuesten Vorschlag sind. Die Palästinenser haben ein eigenes Parlament in der Westbank und im Gazastreifen, dass jedoch seit die Hamas im Jahr 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen errang, keine Funktion mehr hat. Hinzu kommt, in den meisten arabischen Ländern, sitzen Parlamentsmitglieder die ihre Herrscher zu kritisieren wagen, oft hinter Gittern.

Abu Toameh stellt abschließend fest, „wenn die arabischen Knesset-Mitglieder so besorgt über das Werden eines palästinensischen Staates sind, dann sollten sie an der Integration arbeiten und nicht an einer Trennung. Die arabischen Parlamentarier müssen sich mehr auf das konzentrieren, was ihre Wähler ihnen sagen und nicht auf die Stimmen der Fatah und der Hamas hören.“

Von Aryeh Savir

Tazpit News Agency

für Israel-Nachrichten.org

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Von am 09/01/2014. Abgelegt unter Naher-Osten. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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