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Computerviren – bald nur mehr ein Auslaufmodell?

Liran Tancman, CEO & Mitbegründer des Startup Unternehmens CyActive, gibt sich optimistisch, dass Computerviren, Trojane und ähnlich schädliche Angreifer auf den professionellen, wie auf den heimischen PC bald der Vergangenheit angehören werden. Ja mehr als das, er ist sicher, dass die entsprechenden Abwehrprogramme bald so weit entwickelt sein werden, dass diese Viren bereits in der Entstehungsphase gestoppt werden können. Sollte dies wirklich gelingen, würden teils große Schäden verhindert werden können. Tancman spricht von einer derzeitigen Schadenssumme in Höhe von mehreren Millionen US $ pro Jahr.

Bevor er gemeinsam mit Shlomi Boutnaru CyActive gründete, sammelten beide jahrelang Erfahrungen in den Bereichen nationale Sicherheit und Internet. Ihre Militärzeit absolvierten sie beim militärischen Nachrichtendienst. Diese zehnjährige Erfahrung half ihnen, das Verständnis der Unsicherheit im Netz und die daraus resultierenden Anforderungen an mehr Sicherheit und mehr Schutz zu vertiefen.

Intensive Analysen brachten Tancman die Erkenntnis, dass die angreifenden Programme immer wieder auf bereits bestehenden Teilprogrammen aufbauen, sich also stets weiterentwickeln. Anders ausgedrückt, der Kern des Virus, der sich bewährt hat wird zur Weiterentwicklung eines neuen genutzt….. Tancman nennt es: die Evolution der Viren.

Auf der anderen Seite ist aber das Opfer der Attacken, der PC Benutzer reaktiv. Er steht einer neuen Generation von Viren zunächst hilflos gegenüber und muss dann, meist kosten- und zeitaufwändig, neue Schutzprogramme entwickeln. So betrachtet, humpelt der Benutzer mit seinen Schutzprogrammen den Hackern mit den immer wieder neu zusammengesetzten Schädlingsprogrammen hinterher.

Und hier setzt die Arbeit von CyActive ein: „Wenn wir eine Abwehr gegen den Kern der Malware entwickeln können, d.h. gegen die 98 Prozent des Codes, die eben nur eine Variante der schon existierenden Malware ist, könnten wir Viren-Attacken endgültig beenden“, sagt Tancman.

Das innovative Startup Unternehmen hat intelligente Algorithmen entwickelt, die bereits beim ersten Angriff dechiffrieren, welche Module dem neuen Virus zu Grunde liegen. Tancman vergleicht die einzelnen Module mit den Schlüsseln eines Schlüsselbundes, die je nach Bedarf zusammen genutzt werden, um das dazu passende Schloss zu knacken. Je grösser die Zahl der Module, sprich der Schlüssel wird, desto beliebiger können die Viren zusammengesetzt sein.

Das ist das Ziel der Hacker, schnell zu sein. Ziel von CyActive ist es, schneller zu sein.

Hacken war in seinen Anfangsjahren ein „Sport“ von, zumeist jungen Computerfreaks. Heute hat sich daraus eine ganze, wirtschaftlich interessante Branche entwickelt, deren Einsatzspektrum von lustig-ungefährlichen bis hin zu kriminellen Angriffen reicht.

Stellt sich die neue Technologie von CyActive als erfolgreich heraus, dann könnte es tatsächlich bald soweit sein, dass die Hacker arbeitslos werden.

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

http://itrade.gov.il/germany/israelisches-startup-konnte-anfang-vom-ende-aller-computerviren-sein/

http://www.cyactive.com/technology/

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Von am 13/02/2014. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Sie knnen eine Antwort oder einen Trackback zu diesem Eintrag hinterlassen

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