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ELAL Flightattendants – die neuen Botschafter des guten Willens von Israel

Rechnet man die Gesamtheit aller Flüge der israelischen Fluglinie zusammen, so kommt man auf eine beträchtliche Zahl von Flugkilometern und Landungen.

Neben 27 Destinationen in Europa von Amsterdam bis Zürich, gibt es 4 Flüge in den Fernen Osten, 3 nach Nordamerika, 1 nach Südamerika, 7 nach Afrika und 2 nach Australien. Die 37 Flugzeuge bieten insgesamt Platz für 7192 Passagiere.

Im Jahr 2008 flogen insgesamt 3,82 Millionen mit ELAL. Diese Zahl entspricht in etwa einer 82% Auslastung bei rund 650 durchgeführten Starts und Landungen.

Naturgemäß haben nicht alle der 5900 Mitarbeiter unmittelbaren Gästekontakt. Was liegt näher, als zumindest jene, die tagtäglich ihre Gäste an Bord begrüßen, betreuen und umsorgen, oder jene, die im Cockpit für einen sicheren Flug sorgen, zu Botschaftern Israels zu machen?

ElAl Amb_Logo

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StandWithUS hat in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium und der Jewish Agency ein Trainingsprogramm gestartet, das sich an Piloten und Flightattendants wendet. Sie werden, ausgestattet mit wertvollen, teils nicht so bekannten Informationen an ihren Reisedestinationen Vorträge halten. Bisher haben 600 Mitarbeiter das Programm absolviert. Während des Trainings lernen sie auch, wie sie sich vor einem, teilweise herausfordernden bis feindlich gesinnten Publikum verhalten. Eingeladen werden sie in der Regel von jüdischen Gemeinden, aber auch jüdischen Studentenorganisationen. Ziel der Veranstaltungen ist es, das Bild Israels, das im Ausland leider zusehends unter Desinformationskampagnen leidet, durch authentische persönliche Berichte zu verbessern. Bisher haben 180 derartige Veranstaltungen weltweit stattgefunden.

In einer Latino Gemeinde in New York war das Erstaunen groß, als bei einem Vortrag sowohl ein Druse, als auch eine Araberin zu Wort kamen. Die Gemeinde hatte den Vortrag über Israel organisiert unter der Bedingung, dass es kein Regierungssprecher sein solle, der den Vortrag halten würde.

Firas Farhoud, 28, aus dem Drusendorf Gameh in Galiläa erzählte über seine Erfahrungen als Mitglied einer Minderheit in Israel. „Ich habe den Militärdienst absolviert und werde in der israelischen Gesellschaft als Gleicher unter Gleichen akzeptiert.“ Er fuhr fort: „Die meisten der Zuhörer haben keine Ahnung über den Unterschied zwischen den Drusen und anderen Minderheiten in Israel. Sie fragten, wie es sei, In Israel zu leben, Arabisch zu sprechen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Als ich vor ihnen stand, fühlte ich mich mit meiner persönlichen Geschichte als Repräsentant des Staates Israel, aber auch der Drusischen Gemeinschaft.“

El-Al Ambassadors

El-Al Ambassadors

Eine arabische Mitarbeiterin, möchte anonym zu bleiben und nicht zitiert werden. In ihrem eigenen Umfeld ist sie mit negativen Stimmen konfrontiert, von Menschen, die es nicht verstehen, wie sie ausgerechnet für die ELAL arbeiten kann. Sie könnte die „offizielle arabische“ Geschichte erzählen, aber auch sie zieht es vor, über sich selbst zu berichten.

Dany Young, 26, der vor zehn Jahren von GB nach Israel kam, sprach in einer Londoner Synagoge vor einigen Hundert Zuhörern.

BBC und andere Sender in England zeichnen ein unkorrektes Bild von Israel. Sie heben nur den Konflikt hervor, ohne die anderen, schönen Seiten Israels zu zeigen. Die Menschen denken, dass Israelis aggressiv sind. Es war sehr wichtig für mich, herzukommen und über meine Aliyah und das wunderbare Leben in Tel Aviv zu sprechen.“ sagte er am Ende der Veranstaltung.

Begleitet wurde er von einer Kollegin, die zwei Kinder in der Armee hat. „Es gab Frauen in ihrem Alter unter den Zuhörern. Innerhalb weniger Minuten verstanden sie, von was meine Kollegin sprach und ich konnte sehen, wie ihr bisheriges Bild von Israel zu zerbrechen begann.“

Bei diesem Programm geht es nicht darum, politische Äußerungen über Israel zu machen, es geht darum, die bestehenden Vorurteile aufzulösen und in eine positive Haltung zu wandeln. Persönliche Geschichten, vorgetragen auf Augenhöhe, die Beantwortung von Fragen nach den Vorträgen, die Herstellung von persönlichen, kurzzeitigen Beziehungen, sie sind es, die das Bild Israels im Ausland positiv verändern sollen.

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

Quellen:
http://www.standwithus.com/campaigns/elal/

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4488136,00.html

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Von am 17/02/2014. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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