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Das Besondere der Aufklärungseinheit 9900

Haben Sie schon einmal versucht, Videos der IDF zu interpretieren? Aufgenommen mit Helmkameras, mitten in der Nacht, bei einem Einsatz? Ich bin sicher, Sie werden nichts erkennen!

So wie ich, als ich vor wenigen Wochen den Mitschnitt eines Einsatzes im WJL anschaute und mich wunderte, warum der anwesende Offizier der IDF, der das Video präsentierte, so begeistert von der Aussagekraft war.

Oder Mitschnitte der Bordkameras von Kampfflugzeugen, die im Anflug auf ein definiertes Ziel auf einmal etwas erkennen, das es sinnvoll macht, den Einsatz abzubrechen. Wenn also z.B. ein unbeteiligtes ziviles Fahrzeug neben dem der identifizierten Terroristen parkt. Der Einsatz würde Unschuldige treffen. Und das ist etwas, was die IDF auf jeden Fall vermeiden will.

Oder beim Vorher-Nachher-Bild auf der Seite des IDF Blogs http://www.idfblog.com/2014/04/10/autism-idf-meet-soldiers-intelligence-unit-9900/.

Ich erkenne nur, dass auf dem Fußballfeld in den Wochen nach dem Beschuss kein Fußball mehr gespielt werden wird. Ob es Kollateralschäden gab oder nicht, das entzieht sich völlig meiner Interpretationsfähigkeit. Geschweige denn, dass ich das erkannte, was zum Beschuss führte, die Waffenlager.

Ganz besonders gut beherrschen die Elitesoldaten und Soldatinnen der Sondereinheit 9900 die Interpretation von Bild- und Filmdaten. Jeder einzelne von ihnen leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung.

Autismus ist eine der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns, über die in der breiten Öffentlichkeit fast nichts bekannt ist.

Trotzdem waren sich die Initiatoren des Projekts sicher, dass es funktionieren könnte. Der Erfolg, den sie nach einem Jahr mit erfolgversprechenden und deprimierenden Versuchen hatten, war überwältigend.

Die Aufgabe dieser Spezialisten ist es, aus dem Bild- und Filmmaterial herauszufiltern, was für die weitere Planung notwendig ist. Hierzu stehen ihnen natürlich spezielle, hochspezifische Hilfsmittel zur Verfügung.

Das Ono Academic College, welches sich den Leitsatz: „CHANGING THE FACE OF ISRAELI SOCIETY” gewählt hat, arbeit eng mit der IDF zusammen in einem Projekt, welches den Namen Roim Rachok (Über den Tellerrand schauen) trägt.

Mit diesem Programm werden interessierte Betroffene während 3 Monaten ausgebildet und treten dann in die IDF ein, um dort die Soldaten „vor Ort“ weiter betreuen zu können.

Von Esther Scheiner

Redaktion Israel-Nachrichten.org

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Von am 14/04/2014. Abgelegt unter „Während Israel nicht nur vom BDS boykottiert wird…“. Sie knnen alle Antworten zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0. Kommentare und pings sind derzeit geschlossen.
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